Artikel 12/06/2016

Haben Sie Mundgeruch? So funktioniert der Test

Team jameda
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Mundgeruch ist nicht nur unangenehm und peinlich, sondern kann auch ein Hinweis auf eine Erkrankung sein. Wie Sie prüfen, ob Ihre Ausatemluft in Ordnung ist, zeigt Ihnen dieser jameda Gesundheitstipp.

Schwefelhaltige Verbindungen verursachen üblen Geruch

Die Ursache von Mundgeruch liegt in den meisten Fällen in der Mundhöhle selbst, seltener wird Mundgeruch durch Erkrankungen anderer Organe hervorgerufen. Neben offensichtlichen Auslösern für Mundgeruch wie knoblauchhaltige Speisen, Zigaretten und Alkohol, sind meist Bakterien in der Mundhöhle für den schlechten Geruch verantwortlich. Sie haben sich im Zuge von Zahnbelag, Karies, Zahnfleischentzündung oder Parodontitis im Mund angesiedelt und setzen durch den Abbau von Eiweißen übel riechende schwefelhaltige Verbindungen frei, z.B. Schwefelwasserstoff, Dimethylsulfid und Methanthiol. Weitere Ursachen für eine veränderte Ausatemluft können eine Mandel- oder Nasennebenhöhlenentzündung, ein krankes Darmmilieu, Magenschleimhautreizung, zu wenig Speichel oder Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder Leber- und Nierenerkrankungen sein.

Wie kann man Mundgeruch feststellen?

Mundgeruch fällt in der Regel nicht zuerst dem Betroffenen selbst, sondern dem Gegenüber auf. Da man an den eigenen Geruch gewöhnt ist, bemerkt man den schlechten Atem oft nicht. Umgekehrt glauben viele Menschen, dass sie unter Mundgeruch leiden, obwohl dies objektiv nicht der Fall ist. Um herauszufinden, ob die Ausatemluft in Ordnung ist, kann man sicherlich eine Person des Vertrauens anhauchen und um ein Urteil bitten. Wer sich diese Direktheit ersparen möchte, kann anhand einer Reihe von Tests seinen Mundgeruch selbst prüfen:

Airbag-Test

Bei diesem Selbsttest wird die Ausatemluft in einem Plastikbeutel gesammelt. Dabei muss die Tüte geruchsneutral sein und sollte etwa sieben Liter fassen. Man atmet durch die Nase ein und entlässt die Luft in den Beutel, bis er voll ist. Nachdem man den Geruchssinn für einige Minuten an der frischen Luft neutralisiert hat, drückt man den Beutel direkt vor der Nase aus und schnuppert.

Handgelenk-Leck-Test

Getrockneter Speichel kann einen Hinweis auf den Geruch im Mund geben. Dazu wäscht man zunächst die Rückseite des Handgelenks mit Wasser und trocknet die Stelle ab. Dann leckt man mit der gesamten Zunge über den Hautbereich, lässt ihn etwa 30 Sekunden trocknen und riecht daran.

Speichel-Probe per Wattestäbchen oder Plastiklöffel

Um Speichel und Zungenbelag zu nehmen führt man ein Wattestäbchen druckvoll über den hinteren Bereich der Zunge. Auch mit einem Plastiklöffel kann man Belag abnehmen. Nach einer 30-sekündigen Trocknungszeit gibt der Geruch der Probe Aufschluss über den Zustand im Mund.

Spucke im Glas

In einem möglichst kleinen Glas sammelt man 2-3 ml Speichel und deckt das Glas mit einem Porzellan- oder Glasteller ab. Nach 5 Minuten riecht man in das Glas hinein.

Halimeter: Objektive Messung der schwefelhaltigen Verbindungen

Manche Zahnärzte bieten eine Mundgeruch-Sprechstunde an, in der sie die Mundgesundheit prüfen und die Ausatemluft anhand eines Halimeters testen. Dieses Gerät saugt durch einen Strohhalm eine definierte Menge Luft aus dem Mund und analysiert Art und Menge der schwefelhaltigen Verbindungen.

Weitere Informationen rund um das Thema Mundgeruch erhalten Sie hier.

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