Kleiner Pieks mit großer Wirkung - Impfungen
Gegen was kann bzw. sollte man sich impfen lassen? Für diese Frage ist die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) zuständig, die wissenschaftliche Untersuchungen auswertet und jährlich ihre Impfempfehlungen erneuert. Ein umfangreiches Impfschema gibt es für Säuglinge und Kinder. Die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung (Polio), Keuchhusten (Pertussis), Hepatitis B und Haemophilus influenzae Typ b decken wichtige Erkrankungen ab, die besonders für Säuglinge unter Umständen lebensgefährlich sein können. Durch die Verwendung von Sechsfachimpfstoffen kann die Anzahl der Impftermine reduziert werden, und das bei nachgewiesener guter Verträglichkeit. Zusätzlich wird auch die Impfung gegen Pneumokokken (Erreger von Lungenentzündung und Mittelohrentzündung) empfohlen.
Nach Abschluss dieser Impfungen, wenn die Kinder etwa 1 Jahr alt sind, erfolgen die Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken sowie gegen Meningokokken (Erreger der Hirnhautentzündung). Besonders wichtig ist es, auf die notwendigen Auffrischungen zu achten - hier berät der Kinderarzt gern. Im letzten Jahr ist noch die Impfungen gegen HPV in das Impfschema aufgenommen worden. So können sich jugendliche Mädchen gegen Viren schützen, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Bei älteren Menschen wird ebenfalls eine einmalige Impfung gegen Pneumokokken empfohlen.
Viele Impfungen schützen lebenslang, wenn die sogenannte Grundimmunisierung durchgeführt wurde. Bei anderen dagegen muss in regelmäßigen Abstände eine Auffrischimpfung dem Gedächtnis des Immunsystems wieder auf die Sprünge helfen. Bei Erwachsenen betrifft das hauptsächlich die Impfungen gegen Diphtherie und Tetanus. Hier sollte alle 10 Jahre eine Auffrischimpfung erfolgen. Neu in diesem Jahr empfiehlt die STIKO, dass Erwachsene eine einmalige Auffrischung gegen Keuchhusten (Pertussis) erhalten sollen. Da es zur Zeit keinen Einzelimpfstoff gegen Keuchhusten gibt, sollte diese Impfung bei der routinemäßigen Auffrischungsimpfung gegen Tetanus und Diphtherie mit dem entsprechenden Kombinationsimpfstoff (Tetanus-Diphtherie-Keuchhusten) erfolgen. Vergessen sollte man auch nicht die Grippeimpfung - diese muss jedes Jahr erneuert werden, da sich die Erreger schnell verändern.
Weitere Artikel zum Thema „Infektionen & Viren” von anderen Ärzten

Therapie der chronischen Lyme-Borreliose mittels insulinpotenzierter Therapie (IPT)
Verfasst am 13.01.2013
von Dr. med. Jürgen Juchheim

Chlamydiose Eine Geschlechtskrankheit, die oft unentdeckt bleibt
Verfasst am 10.09.2012
von Claudia Galler

Pfeiffersches Drüsenfieber Eine weit verbreitete Virusinfektion
Verfasst am 23.07.2012
von Claudia Galler
Passende Ärzte zu diesem Themengebiet
Alle Ärzte & HeilberuflerAnmeldung zum jameda-Newsletter
Wir informieren Sie regelmäßig zu aktuellen und wichtigen Themen rund um Ihre Gesundheit



