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Killerzellen schützen vor Virusinfektionen ...

Killerzellen schützen vor Virusinfektionen und töten Tumorzellen ab

Thomas M. Thust

von
verfasst am 10.11.2007

© 12foto.de - Fotolia.com
Was sind Killerzellen?
Killerzellen, abgekürzt NK-Zellen, sind Spezialzellen des menschlichen Immunsystems. Bereits von Geburt an stehen uns große Mengen von NK-Zellen schützend zur Seite. Wie der Name schon sagt, ist die Aufgabe der NK-Zellen, zu töten.

Aber wen oder was töten sie ab?
Die „Killertätigkeit“ umfasst zwei wesentliche Hauptfunktionen:

  • Schutz vor gefährlichen Virusinfektionen. Die Abwehrkraft richtet sich gegen infizierte Körperzellen inklusive der darin versteckten Viren. Die befallenen Körperzellen sind virusverseucht und damit unumkehrbar verloren. Durch Abtötung der infizierten Zellen wird die weitere Produktion neuer Viren verhindert und damit die Infektion überwunden.
  • Schutz des Körpers vor Tumorzellen: NK-Zellen erkennen Tumorzellen an ihrer „entarteten“ Oberflächenstruktur und setzen eine tödliche Giftspritze (mit zytotoxischen Substanzen) direkt in die Krebszellen.

24 Stunden am Tag durchstreifen die NK-Zellen unermüdlich die Gewebe unseres Körpers und schützen so permanent vor Infektionen und Krebs.

Was schwächt die Killerzellen?
Die Abwehrkraft kann nachlassen. Dies passiert häufig mit zunehmendem Lebensalter. Auch die Belastung mit Umweltgiften (z. B. Schwermetalle) sowie eine Übersäuerung des Körpers, die u. a. durch Fehlernährung und Bewegungsmangel verursacht wird, wirken sich ungünstig auf die Abwehrkraft aus.
Vitamin- und Spurenelementdefizite durch industriell hergestellte Lebensmittel und moderne Lebensgewohnheiten führen schnell zu einem latenten Vitaminmangel. Besonders die  Vitamine A, C, D sowie Folsäure sind für eine regelrechte Funktion aller Abwehrzellen wichtig. Bei den Spurenelementen sind u. a. Selen und Zink wichtig. Vitalstoffmangel lähmt die NK-Leistung. Weitere bekannte Faktoren die zu eingeschränkter NK-Zell-Funktion führen sind Schlafmangel (7-8 Stunden Schlaf pro Nacht sollten es schon sein) und Dauerstress. Auch notwendige Tumorbehandlungen mit Chemotherapie oder Strahlen legen die Killerzellen lahm.
Liegen ein oder sogar mehrere der genannten Faktoren vor, steigen Infektions- und Krebsrisiko beträchtlich an.

So können Sie sich testen lassen:
Die Killerzellaktivität ist mit einem modernen Labortest messbar. Hierzu werden lebende NK-Zellen aus einer Blutprobe isoliert. Anschließend werden die patienteneigenen Immunzellen mit Krebszellen konfrontiert. Gesunde NK-Zellen starten sofort durch, während schwache NK-Zellen nur wenige der ihnen „servierten“ Krebszellen abtöten. Die Menge der abgetöteten Krebszellen kann gemessen werden. Daraus lassen sich sehr gute Rückschlüsse auf den Aktivierungsgrad des Immunsystems und die allgemeine Krebsabwehr ziehen. Damit ist der NK-Killerzell-Aktivitäts-Test ein wertvoller Bestandteil der Präventivmedizin.

Was tun bei eingeschränkter NK-Funktion?
Die Killerzellen lassen sich mit speziellen Immunmodulatoren stimulieren. Zum Einsatz kommen  immunologisch wirksame Bestandteile von Heilpilzen (ß-D-Glucane) oder Extrakte aus Pflanzen (z. B. Mistel-Lektine). Auch Behandlungen mit Aminosäuren, Vitaminen und Spurenelementen sind oft sehr wirksam. Empfehlungen zur Ernährungsumstellung, Entgiftung und Entsäuerung runden das Behandlungsprogramm ab. Diagnose und Therapie sollten Sie jedoch ausschließlich in Praxen mit dem Schwerpunkt Immuntherapie durchführen lassen.

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