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Radiofrequenz-Neurotomie - Neue Behandlungsmethode von Rückenschmerzen in der Orthopädie

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verfasst am 29.04.2010

Kaum ein Mensch bleibt im Laufe seines Lebens von Rückenschmerzen verschont. Rückenschmerzen sind somit einer der Hauptgründe, einen Orthopäden aufzusuchen. Konventionelle Verfahren bringen nicht immer Beschwerdefreiheit wegen der speziellen Lage der Brustwirbel zum Beispiel oder wegen der altersbedingt schwächer gewordenen Gelenkbänder im Bereich des Iliosakralgelenks.

Ihr Orthopäde kann für Diagnose und Therapie neben konventionellen Methoden auch Erfolg versprechende, neuartige Verfahren nach aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen anwenden.

Starke tiefe Kreuzschmerzen, insbesondere morgens beim Aufstehen oder nach längeren Ruhephasen, können durch Nervenreizungen im Bereich des Iliosakralgelenkes (Kreuzbein-Darmbein-Gelenk) hervorgerufen werden. Schmerzen im oberen Bereich des Rückens (Brustwirbelsäule) entstehen häufig durch gereizte Nervenäste entlang der Facettengelenke. 

Bei der Radiofrequenz-Neurotomie wird mit Unterstützung eines Computertomografen, der diesen Eingriff bildgebend überwacht, eine Nadel bzw. Sonde an die behandlungsbedürftigen Nerven herangeführt. Radiowellen erzeugen Wärme, die über die Sonde zu den Nerven strömt. Die Wärme unterbricht die schmerzleitenden Nervenbahnen, der Rückenschmerz wird ausgeschaltet.

Damit kann die Radiofrequenz-Neurotomie als schmerztherapeutische Methode helfen, hartnäckige bzw. chronische Schmerzen im oberen, mittleren und unteren Rückenbereich in den Griff zu bekommen.

Es handelt sich um einen minimalinvasiven Eingriff, der beim Patienten in der Regel ambulant, unter lokaler Betäubung erfolgt. Die Patienten sind im Anschluss an die Behandlung bis zu zwei Jahre schmerzfrei, was durch internationale Studien belegt ist.

Momentan wird dieses Verfahren wird in den USA und in Kanada bereits in über 500 Schmerztherapiezentren erfolgreich eingesetzt, in Europa sind bisher nur einige wenige Orthopäden darauf spezialisiert.

Kommentare zum Artikel (4)


03.05.2012 - 21:19 Uhr

Hallo, meine Mutter (Jahrgang 38) hat chronische...

von Lichtblau

... Lumboischialgie/Lumbale Spinalkanalstenose (OP2.11) interspinöser Spreizer L4/L5 Kann Ihre Methode hier helfen? Was bezahlt die Kasse? MfG Rena Lichtblau

25.09.2011 - 11:09 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Weiß, meine Frau hat...

von Dürner Ernst

... große Probleme mit einem Gleitwirbel. 1998 wurde sie von Dr. Montazem an der Halswirbelsäule mit Titanplatten und Schrauben versteift. Seit ca 5 Monaten hat sie starke Schmerzen im Bereich Lendenwirbel und strahlt ins Becken, rechten Oberschenkel. Ihr Orthopäde hat einen Gleit- wirbel festgestellt, kann ihr aber nicht weiterhelfen. Die Schmerzen sind manchmal unerträglich. Könnte Ihr Behandlungsverfahren weiterhelfen, um wieder schmerzfrei zu werden. Gruß Dürner

06.05.2010 - 15:07 Uhr

Die Rückenschmerztherapie mittels Applikation von...

von Dr. med. Weiß

... Wärme / Hitze, auch Sinergy Therapie genannt, hat die Vorteile, dass isoliert Schmerzfasern ausgeschaltet werden, welche dann nach einigen Monaten (in der Regel 5 bis 7 Monaten) wieder nachwachsen. Dadurch wird eine langwährende Schmerzfreiheit erreicht. Andere Nerven, z.B. motorische und sensible Nerven, werden von der Therapie nicht betroffen. Darin liegt gerade der Vorteil, dass isoliert der Schmerz ausgeschaltet werden kann. Vorallem handelt es sich um ein nebenwirkungsarmes bzw. freies Verfahren, auch für junge Patienten geeignet. Natürlich auch geeignet für ältere Patienten mit wesentlichen Nebenerkrankungen, da diese Schmerztherapie keine besonderen Risiken in sich birgt. Für weitere Informationen zu diesem Behandlungsverfahren empfehle ich Ihnen meine Website http://sinergy-therapie.de . Mit freundlichen Grüßen, Dr. med. Weiß

30.04.2010 - 18:09 Uhr

Na prima, dann ist der Nerv kaputt und man hat am...

von Horst Greten

... Ende noch Ausfälle der Bewegung. Die Nerven sind ja nicht nur für di Schmerzleitung sondern auch für die Bewegung zuständig. Bei Tumorpatienten vielleicht interessant, aber bei jungen und ansonsten gesunden Schmerzpatienten sehr problematisch.


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