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DVT: 3D-Röntgendiagnostik, ein Fortschritt ...

DVT: 3D-Röntgendiagnostik, ein Fortschritt für den Patienten?

Dr. Veigel

von
verfasst am 14.07.2012

© Robert Kneschke - Fotolia.com
70 Prozent aller in Deutschland gemachten Röntgenbilder stammen aus der Zahnarztpraxis. Gleichzeitig sorgt diese große Anzahl von Aufnahmen nur für 0,3 Prozent der jährlichen Röntgenbelastung. Der Rückschluß: Die Dosis der Apparaturen ist demnach sehr niedrig.

Durch die Einführung des Digitalen Volumen Tomographen (DVT), man könnte dies auch als das "CT des Zahnarztes" bezeichnen, eröffnen sich ganz neue Horizonte in der Diagnostik.
Die Strahlenbelastung entspricht hierbei einem Flug von Frankfurt nach Los Angeles oder etwa zehn kleinen Röntgenaufnahmen im Mund.

Bei der bisherigen 2D-Technik konnte man im Kiefer immer nur eine Schicht klar sehen. Dadurch blieben viele krankhafte Befunde unentdeckt. Durch diese Technik hat sich hinsichtlich der Diagnosesicherheit ein großes Tor geöffnet und wir tasten nicht mehr in einem unsicheren Raum. Den größten Vorteil sehen wir aber in der genauen Vorausplanbarkeit der chirurgischen und implantologischen Eingriffe. Selbst die Knochendichte kann man mit einiger Übung erkennen.

Dies hat auch einen weiteren großen Vorteil für den Patienten: Die Kostenvoranschläge sind exakt und enthalten nicht mehr Unsicherheitsfaktoren wie mögliche zusätzliche Knochenaufbaumaßnahmen und ähnliches.

Sagen wir es doch offen: Für viele Patienten sind diese Kosten ein wichtiger Faktor für ihre Entscheidung. Wenn aber von Beginn an das Damoklesschwert einer unkontrollierten Kostensteigerung hängt, ist man eher abgeschreckt, in seine Gesundheit zu investieren.

Bei der Teilnahme an mehreren Symposien über den Einsatz des DVT wird immer offensichtlicher: Um dem Patienten eine vollständige Diagnose stellen zu können, müsste bei jedem eine solche Aufnahme gemacht werden. Dieser Trend ist in den USA bereits offensichtlich und wird sich mit Sicherheit auch in Deutschland durchsetzen.
Die amerikanischen Zahnärzte und Oralchirurgen fürchten Prozesse von Patienten, weil sie einen krankhaften Befund übersehen haben. Der Richter wird immer zuerst die Frage stellen, warum diese Technik nicht eingesetzt wurde, obwohl sie zur Verfügung steht.
Auch vor deutschen Gerichten haben Zahnärzte bereits deshalb Prozesse verloren, weil sie diese Frage nicht beantworten konnten.

Leider wird diese Technik von den gesetzlichen Krankenkassen (noch) nicht bezahlt. Aus der Erfahrung heraus kann man aber sagen, dass für weniges das Geld so gut eingesetzt ist wie für diese hochwertige Diagnostik.

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Kommentare zum Artikel (10)


15.07.2014 - 09:19 Uhr

Sehr geehrter Herr Veigel, Ich habe bei meinem...

von Doris

... Sohn 150 Euro für eine DVT- Aufnahme bezahlen müssen. Danach habe ich mich sehr geärgert. Zumal bei mir selber eine Zahnimplantation ansteht, die ich eigentlich bei demselben Kiefernchirurgen vornehmen lassen wollte. Wird diese Untersuchung von den privaten Zusatzversicherungen bezahlt? Im Vorraus vielen Dank für Ihre Antwort und für den informativen Artikel bei jameda.de Mit freundlichen Grüßen Doris

30.05.2014 - 12:12 Uhr

Wie hoch sind die Kosten für eine 3 D Aufnahme...

von Claudia

... des Kiefers, speziell Unterkiefer? Wohin, an wen kann ich mich wenden wenn mein ZA sich weigert eine Röntgenaufnahme zwecks Kontrolle bei einem Kieferchirurgen (im EU Ausland) zu machen?

30.05.2014 - 11:55 Uhr

Wie hoch sind die Kosten für eine 3 D Aufnahme...

von Claudia

... des Kiefers, speziell Unterkiefer? Wohin, an wen kann ich mich wenden wenn mein ZA sich weigert eine Röntgenaufnahme zwecks Kontrolle bei einem Kieferchirurgen (im EU Ausland) zu machen?

14.05.2014 - 08:55 Uhr

Im Jahr 2010 setzte mir mein damaliger Zahnarzt...

von Susanne

... zwei Implantate im Unterkiefer ohne DVT. Ich bekam massive Nervenbeschwerden, die bis heute anhalten. Obwohl ich nochmals vier Implantate im Unterkiefer gesetzt bekam und nun schon den zweiten Aufbau habe (Steg), habe ich bis heute bei Belastung durch Prothesen Dauerschmerzen. Damals bekam ich von der Gutachterkommission kein Recht trotz diverser Beweise auf einen Behandlungsfehler. Ist es möglich das Ganze nochmals einzuklagen? Aus Gründen von Arbeitsunfähigkeit durch diesen Behandlungsfehler wurde ich gezwungen Insolvenz anzumelden, denn mein Plan den Zahnersatz in Raten abzubezahlen war auf Grund von Dauerschmerzen am Nerv nicht möglich. Bis heute ist mein Leben durch die Schmerzen verändert und eingeschränkt. Mit freundlichen Grüßen Susanne

06.02.2014 - 08:07 Uhr

Ich besitze ein Gipsmodell von "vorher". Mir...

von Susanne

... wurden 7 Kronen eingesetzt, die nicht passen. Kann ich mittels 3D-Aufnahmen beweisen, dass die Kronen zu stark nach lingual gebeugt sind? (Ich stelle mir vor, dass ich je eine 3D-Aufnahme des einst angefertigten Modells und 1 3D-Aufnahme des Ist-Zustandes ( in unterschiedlicher Farbe) anfertigen lasse und die Bilder übereinander projeziert werden. Ist dies überhaupt möglich? Wo und mit welchem 3-D- Aufnahmegerät funktioniert dies am besten? Vielen Dank im Voraus! Vielen Dank für Ihre Hilfe

30.07.2013 - 14:37 Uhr

Ich wurde von meinem Zahnarzt zu einer 3D-Röntgen...

von Hans-Werner

... Aufnahme geschickt,dieser hat mich aber nicht über etwaige Kosten informiert.Da die gesetzliche Krankenkasse diese aber nicht zahlt-wer trägt die Kosten?

01.07.2013 - 20:07 Uhr

ich habe Zahnprobleme der Arzt hat ein DVT...

von Serge

... empfolen wo kann man günstigste aufnahme machen

26.06.2013 - 10:51 Uhr

Frage: wie teuer ist eine DVT aufnahme?

von dorothea

30.05.2013 - 20:37 Uhr

Das Morita Gerät liefert zwar anerkannt gute...

von Dr. Walter Quack

... Bildqualität, hat aber in vielen Indikationen speziell der Implantologie den Nachteil eines sehr kleinen dargestellten Volumens. Die Befundungssoftware der Fa. SICAT (Tochter der Fa. Sirona, die die Betrachtungssoftware für das Galileos und die übrigen 3D Röntgengeräte der Fa. Sirona entwickelt) mögen wir auch sehr. In der Gerätezusammenstellung fehlt das ICAT bzw. ICAT2 der Fa. Imaging Sciences International, die bei der Geräteentwicklung der DVT Geräte (in USA Cone Beam CT) ganz vorne mit dabei waren und inzwischen Geräte der zweiten Generation (in USA ICAT2, in Deutschland über die Fa. KaVo als 3DExam) vertreiben. Diese Geräte ermöglichen nahezu freie Wahl der darzustellenden Volumina und der notwendigen Auflösung je nach Fragestellung und gehören jedenfalls sicher zu den guten und empfehlenswerten Geräten. In den USA hat das Gerät seit einigen Jahren wiederholt den Award für das beste System auf dem Markt geholt und sollte jedenfalls nicht unerwähnt bleiben. Jede DVT Aufnahme - unabhängig vom Gerät - erhöht allerdings signifikant die Sicherheit bei der Implantation für Behandler und Patient. Um die Aufnahmen sinnvoll nutzen zu können sind in vielen Fällen vorbereitende Arbeiten für Röntgenschablonen zur verbesserten Orientierung sinnvoll.

17.07.2012 - 16:04 Uhr

Welche Verfahren gibt es - z.B. Gallileo - und wie...

von p. Klemann

... werden sie bewertet/unterschieden ? Es wird doch wohl auch hier entscheidend von der Software,Hardware und Bediennung/Betrachter abhängen. Gibt es einen Marktführer ? MfG

Dr. Veigel

Antwort vom Autor am 18.07.2012
Dr. med. dent. Thomas Veigel

Der Goldstandard wurde durch Morita aus Japan gesetzt. Nach bisherigen Kenntnissen hat keine Firma diesen übertroffen. Von der Strahlenbelastung scheinen die Geräte von dieser Firma ebenfalls unschlagbarf. Sehr hohe Qualität ist auch von Planmeca zu erwarten aus Finnland, dem \"Erfinder\" des Panoramaröntgengeräts. Geräte aus Südkorea, die von der Fa. Orange vertrieben werden, haben gewaltig aufgeholt und sind preisgünstig. Man diskutiert gewisse Fertigungsmängel in der Branche. Außerdem gefällt der ständige Modellwechsel nicht allen. Kodak ist mit Geräten aus Frankreich auf dem Markt, die ursprünglich von Trophy entwickelt wurden. Sie liefern das preislich günstigste Gerät am Markt. Sirona hat mit dem Gallileo viel Glaubwürdigkeit verloren. Vor allem der seitliche Strahlenaustritt am Tubus wegen eines Fertigungsfehlers hat viel Prestige gekostet. Man versucht zu punkten mit dem neuen Gerät mit Integration des Cerec-Systems. Sehr schön ist die befundorientierte Betrachtersoftware. Nachdem Morita sich über einen Rahmenvertrag mit der DGI preislich den anderen nach unten genähert hat, ziehen wir dieses Produkt vor.


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