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3 Antworten
Ich habe immer wieder Probleme mit hartnäckigen Fettpolstern an bestimmten Stellen meines Körpers, trotz gesunder Ernährung und Sport. Wäre Fettabsaugung eine gute Lösung, oder gibt es nicht-invasive Alternativen wie CoolSculpting? Was ist der Unterschied zwischen diesen Methoden, und wie sieht die Nachsorge aus?
Dr. med. Birte Eygenberger
Plastischer & Ästhetischer Chirurg
Berlin
Es gibt verschiedene Methoden, um hartnäckige Fettpolster in den Griff zu bekommen. Die Liposuction ist die sicher effektivste, aber auch invasivste Methode (in der Regel in der Narkose, anschließend Schwellungen noch einige Wochen zu erwarten). Handelt es sich um eher kleinere Fettpolster, lassen diese sich auch durch eine Injektionslipolyse in der Regel gut behandeln. Von CoolSculpting rate ich eher ab, da es meiner Meinung nach nicht sehr effektiv ist.
Dr. med. Mehmet Akbas
Plastischer & Ästhetischer Chirurg
Düsseldorf
Vielen Dank für Ihre wichtige Frage – sie wird mir in der Praxis sehr häufig gestellt.

Hartnäckige Fettdepots, die trotz ausgewogener Ernährung und regelmäßigem Sport bestehen bleiben, sind keineswegs ungewöhnlich. Diese lokalen Fettansammlungen sind häufig genetisch oder hormonell bedingt – und sie lassen sich nur selten allein durch Lebensstilveränderungen beeinflussen. Für genau solche Fälle stehen heute sowohl operative als auch nicht-invasive Verfahren zur Verfügung.

Fettabsaugung (Liposuktion)

Die Fettabsaugung ist ein bewährtes, operatives Verfahren zur dauerhaften Reduktion lokaler Fettdepots. Sie eignet sich besonders, wenn:
• das Fettgewebe deutlich lokalisiert ist (z. B. Bauch, Hüfte, Oberschenkel, Kinn),
• keine relevanten Hauterschlaffungen bestehen,
• ein definierter, konturierter Effekt gewünscht ist.

Vorteile:
• Sichtbares Ergebnis nach wenigen Wochen
• Dauerhafte Fettentfernung (nicht nur Reduktion)
• Auch größere Volumina behandelbar
• Oft mit Feinkonturierung („Body Shaping“) kombinierbar

Nachsorge:
• Kompressionskleidung für ca. 4–6 Wochen
• Schonzeit für Sport: 2–4 Wochen
• Leichte Schwellungen & Blutergüsse sind normal und klingen sukzessive ab

Nicht operativ - CoolSculpting (Kryolipolyse)

CoolSculpting ist ein nicht-invasives Verfahren, bei dem Fettzellen gezielt durch kontrollierte Kälte zerstört werden. Das Verfahren ist sinnvoll bei kleineren Problemzonen, z. B. am Unterbauch oder an den Flanken.

Vorteile:
• Keine OP, keine Narkose
• Gesellschaftsfähigkeit sofort nach der Behandlung
• Schmerzarm

Zu beachten:
• Erste Ergebnisse erst nach 6–8 Wochen sichtbar (nicht immer grantierbar)
• Je nach Areal mehrere Sitzungen notwendig
• Die Fett Reduktion ist moderat – (manchmal kaum sichtbares Ergebnis)

Mein Fazit als Facharzt:

Beide Methoden haben ihre Berechtigung – entscheidend ist die individuelle Ausgangslage und Zielvorstellung. In meiner Praxis nehmen wir uns Zeit für eine ausführliche Beratung, inklusive Körperanalyse, Hautbeurteilung und Erwartungsabgleich. In vielen Fällen ist die Fettabsaugung bei ausgeprägteren Befunden die effektivere Lösung – nicht zuletzt wegen der präziseren Formbarkeit.

Nicht-invasive Methoden wie CoolSculpting können bei gut ausgewählten Patient:innen eine sinnvolle Alternative oder Ergänzung sein – allerdings mit begrenzter Effektstärke und nicht selten kaum sichtbaren Ergebnissen.

Wenn Sie wünschen, können wir im Rahmen eines persönlichen Beratungstermins prüfen, welche Methode für Sie den größten Nutzen bringt – medizinisch fundiert und auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.

Mit besten Grüßen,
Dr. med.Mehmet Akbas
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
Arteo Praxis & Klinik Düsseldorf
Dr. med. Sebastian Michel
Plastischer & Ästhetischer Chirurg
Leipzig
Wenn die Fettpolster nicht oder kaum auf Sport und Diäten ansprechen, kann die Liposuktion eine gute Methode sein, das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Nicht-invasive Therapien haben selten einen ausreichenden Effekt und funktionieren eher an kleinen Arealen wie zum Beispiel am Kinn.

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