Ich mache mir Sorgen über die Kosten einer kieferorthopädischen Behandlung. Wie viel kostet eine dur

1 Antworten
Ich mache mir Sorgen über die Kosten einer kieferorthopädischen Behandlung. Wie viel kostet eine durchschnittliche Behandlung, und welche Möglichkeiten gibt es zur Finanzierung oder Kostenübernahme durch die Versicherung?
Dr. med. dent. Patricia Görlitz
Kieferorthopäde, Zahnarzt
Friedrichsdorf

Liebe Patientin, lieber Patient,

pauschal kann man die Kosten einer kieferorthopädischen Behandlung nicht beziffern. Es ist abhängig vom individuellen Behandlungsbedarf, dem Schwierigkeitsgrad, dem geplanten Leistungsumfang, der Zahnspangenwahl, der geplanten Behandlungsdauer, den Erstattungsträgern etc..

Bei privat versicherten Patienten übernimmt die private Krankenversicherung die Kosten je nach Tarif ggf. in vollem Umfang, ggf. auch weitere Versicherungsträger, wie Beihilfe etc..
Was die Erstattungsträger nicht übernehmen, kann man beim Finanzamt weiterreichen mit der Steuererklärung.

Bei minderjährigen Kindern übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für die Basisversorgung bei einem höheren Schwierigkeitsgrad, d.h. der KIG-Einstufung 3-5. Bei leichtem Schwierigkeitsgrad mit KIG-Einstufung 1-2, ist die KFO-Behandlung eine Privatleistung. Eventuell sind die Kosten weiterreichbar einer privaten Zusatzversicherung, je nach Tarif, und beim Finanzamt mit der Steuererklärung anrechenbar.

Bei erwachsenen Patienten wird die kieferorthopädische Behandlung bei gesetzlich krankenversicherten Patienten nur bei schweren Behandlungsfällen mit großer Normabweichung im Rahmen einer kombiniert kieferchirurgisch-kieferorthopädischen Behandlung befürwortet von der gesetzlichen Krankenkasse. Andernfalls ist es eine Privatleistung, ggf. privaten Erstattungsträgern weiterreichbar.
Bei geringerem Schwierigkeitsgrad ist die KFO-Behandlung es eine Privatleistung bzw. eine Weiterreichung bei der privaten Zusatzversicherung und ggf. beim Finanzamt mit der Steuererklärung möglich.

Gesetzlich krankenversicherten Patienten können außervertragliche Leistungen, wie für NON-Compliance-Apparaturen etc., ihrer privaten Zusatzversicherung oder beim Finanzamt mit der Steuererklärung weiterreichen.
Zumeist werden auch Ratenzahlungen angeboten vom Kieferorthopäden oder ggf. dessen Abrechnungs-gesellschaft. Dafür bietet ein zu Beginn erstellter KFO-Plan die Besprechungsgrundlage.

Vorab ist eine Beratung bei Ihrem Kieferorthopäden Ihrer Wahl notwendig.
Sie sind herzlich eingeladen, einen Termin bei uns zu buchen.
Wir freuen uns auf Sie.
Mit freundlichen Grüßen

Dr. Patricia Görlitz

Verwandte Fragen

Konnten Sie die gesuchte Antwort nicht finden? Stellen Sie eine andere Frage!

  • Ihre Frage wird anonym veröffentlicht.
  • Fassen Sie sich kurz und stellen Sie eine klare medizinische Frage.
  • Die Frage geht an alle Ärzt:innen und Heilberufler:innen, die diese Website nutzen. Die Frage richtet sich nicht an eine bestimmte Person.
  • Dieser Dienst erfüllt lediglich informative Zwecke und ersetzt nicht die ärztliche Sprechstunde. Wenn Sie ein Problem oder ein dringendes medizinisches Anliegen haben, gehen Sie zu Ihrer Ärzt:in oder in die Notaufnahme.
  • Fragen zu einem spezifischen Fall oder das Einholen einer Zweitmeinung sind nicht erlaubt.
  • Aus Sicherheitsgründen werden keine Mengen oder Dosierungen von Medikamenten veröffentlicht.

Dieser Wert ist zu knapp. Er sollte __LIMIT__ Zeichen oder mehr haben.


Wählen Sie das medizinische Fachgebiet der Ärzt:innen, an die Sie Ihre Frage senden möchten
Wir werden sie verwenden, um Sie über die Antwort zu informieren. Sie wird nicht online veröffentlicht.

Erleben Sie etwas ähnliches? Diese Spezialisten können Ihnen helfen:

Alle auf jameda.de veröffentlichten Inhalte, insbesondere medizinische Fragen und Antworten, sind informativ und dürfen keinesfalls als Ersatz für eine ärztliche Beratung angesehen werden.