Was für Risiken bringt der "Einbau" einer AMS Sphinkter Anlage?

2 Antworten
Was für Risiken bringt der "Einbau" einer AMS Sphinkter Anlage?
Dr. med. univ. Ljubica Milovanovic
Urologe, Androloge
Frankfurt
Hallo und guten Tag,
ich empfehle die Vorstellung bzw. Konsultation bei einer/m Urologin/Urologen, die Er- und Aufklärung ist schon etwas aufwendiger und bedarf Zeit.
Beste Grüße,
Ljubica Milovanović
 Dirko Hercher
Urologe, Androloge
Langenfeld
Die Implantation eines AMS-Sphinkters ist ein operatives Verfahren zur Behandlung der Belastungsinkontinenz, insbesondere bei Männern nach Prostataoperationen wird er benutzt. Wie bei jedem chirurgischen Eingriff bestehen gewisse Risiken.

Zu den möglichen Risiken zählen unter anderem Infektionen im Operationsgebiet, die trotz steriler Bedingungen auftreten können. Solche Infektionen können unter Umständen eine Entfernung oder einen Austausch des Systems erforderlich machen. Auch mechanische Probleme wie eine Fehlfunktion des Schließmechanismus oder Materialermüdung sind im Verlauf möglich, sodass in Einzelfällen eine Revision notwendig wird. In manchen Fällen kann es im Bereich der Manschette zu einer Druckschädigung des Gewebes kommen, was langfristig ebenfalls eine operative Korrektur nach sich ziehen kann. Außerdem kann es nach der Operation in den ersten Wochen zu Schwellungen, Schmerzen oder Missempfindungen im Bereich des implantierten Systems kommen.

Insgesamt sind schwerwiegende Komplikationen zwar möglich, aber insgesamt selten.
Die Entscheidung für die Implantation sollte auf einer sorgfältigen Abwägung zwischen den möglichen Risiken und dem zu erwartenden Nutzen basieren.

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