Bonjour, Ich bin ein alter Therapeut von 88 jahre und schreibe aus Frankreich. Ich leide an

11 Antworten
Bonjour,

Ich bin ein alter Therapeut von 88 jahre und schreibe aus Frankreich.

Ich leide an einem SIBO métahne und vertrage keine Probiotika. Können bei dieser Krankheit Effektive Mikroorganismen (EM) Eingesetz werden ?? Danke.

Schöne und liebe Grüsse aus Frankreich.

R. Haas.
 Sebastian Graf
Heilpraktiker
Konstanz
Bonjour
Da es äußererst verschiedene Stoffwechsellagen gibt lässt sich die Frage leider nicht so recht beantworten.
Ich würde es ggf ausprobieren und schauen ob sich Verbesserungen eintellen.
Noch besser: Vorab energetisch prüfen (Kinesiologie...) oder prüfen mittels imaginärer Körperreisen (Hypnose).
Viel Erfolg.
 Melanie Rieger
Heilpraktiker, Stoffwechselerkrankungen
Göppingen
Bonjour monsieur Haas,
wenn es sich tatsächlich um eine Methan-SIBO handelt (also eigentlich eine IMO = intestinal methanogen overgrowth, die sowohl den Dünndarm als auch den Dickdarm betreffen kann), sind keine normalen Bakterien am Werk, sondern Archaeen (sog. Urbakterien). EM haben sich hier daher nicht bewährt, sondern eine Kombi aus Rifaximin und Metronidazol, beides verschreibungspflichtig. Außerdem kann man mit natürlichen Präparaten aus dem Pflanzenreich unterstützen (Allicin hochdosiert und Oreganoöl). Ich rate Ihnen, sich an einen Experten zu wenden, der Sie fachkundig dabei unterstützt, damit Sie die Produkte optimal anwenden und keinen Rückfall erleiden.
Bonjour Monsieur Haas,

es freut mich, von Ihnen zu hören, und ich hoffe, ich kann Ihnen bei Ihrer Frage behilflich sein. Bei SIBO (Small Intestinal Bacterial Overgrowth), speziell der methanproduzierenden Variante, ist der Einsatz von Effektiven Mikroorganismen (EM) ein Thema, das noch kontrovers diskutiert wird. Lassen Sie mich die Situation für Sie erläutern:

1. Was sind Effektive Mikroorganismen (EM)?

Effektive Mikroorganismen sind eine Mischung aus Milchsäurebakterien, Hefen und anderen Mikroorganismen, die oft zur Unterstützung der Darmflora eingesetzt werden. Sie sollen ein gesundes Mikrobiom fördern, indem sie das Gleichgewicht zwischen “guten” und “schlechten” Bakterien wiederherstellen.

2. Herausforderungen bei SIBO Methan-Dominanz • Bei Methan-SIBO wird Methan von Archaeen produziert (keine Bakterien, sondern Mikroorganismen), die eng mit bestimmten Bakterien im Dünndarm zusammenarbeiten.
• Die Archaeen sind oft resistent gegen gängige Probiotika oder Mikroorganismen, weil sie andere Lebensbedingungen bevorzugen.
• Zudem können Probiotika oder Effektive Mikroorganismen in manchen Fällen die Gasproduktion verstärken, da sie den Dünndarm zusätzlich “besiedeln”, was bei SIBO kontraproduktiv sein kann.

3. Können Effektive Mikroorganismen bei Methan-SIBO helfen?

Der Einsatz von Effektiven Mikroorganismen bei Methan-SIBO ist vorsichtig zu betrachten, da sie möglicherweise die Symptome verschlimmern könnten. Dennoch gibt es einige theoretische Ansätze:
• Stärkung der Dickdarmflora:
• EM können helfen, die Bakterienbesiedlung im Dickdarm zu verbessern, was indirekt einen positiven Effekt auf das Dünndarm-Mikrobiom haben könnte.
• Konkurrenz gegen pathogene Keime:
• In einigen Fällen können sie pathogene Keime im Dünndarm verdrängen, was allerdings individuell getestet werden muss.

4. Alternativen zu Probiotika bei Methan-SIBO

Da Sie Probiotika nicht vertragen, könnten folgende Ansätze für Sie besser geeignet sein:
• Berberin, Oreganoöl oder Allicin: Diese natürlichen Stoffe haben antimikrobielle Eigenschaften und können Methan-produzierende Archaeen reduzieren.
• Atrantil (Quebracho- und Kastanienextrakt): Ein Präparat speziell für Methan-SIBO, das Archaeen hemmt.
• Ernährung:
• Low-FODMAP-Diät oder spezifische Kohlenhydrat-Diät (SCD), um die Fermentation im Dünndarm zu reduzieren.
• Rifaximin und Neomycin: In schwereren Fällen kommen oft Antibiotika zum Einsatz, die speziell auf Methan-SIBO abzielen.

5. Fazit zu Effektiven Mikroorganismen (EM)

Effektive Mikroorganismen könnten indirekt hilfreich sein, wenn sie zur Unterstützung des Dickdarms und zur allgemeinen Stabilisierung der Darmflora eingesetzt werden. Allerdings ist bei Methan-SIBO besondere Vorsicht geboten, da eine zusätzliche mikrobielle Belastung im Dünndarm kontraproduktiv sein könnte.

Ich empfehle, EM nur unter der Anleitung eines erfahrenen Therapeuten einzusetzen und die Reaktionen des Körpers genau zu beobachten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und eine baldige Besserung Ihrer Beschwerden. Wenn Sie noch weitere Fragen haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
 Rita Engelstädter
Heilpraktiker
Rödermark
Sie sollten , bevor sie Mikroorganismen einnehmen eine Stuhluntersuchung machen, um zu sehen, welche Mikroorganismen ihnen tatsächlich fehlen und welche krankmachenden Mikroorganismen vorhanden sind.
 Kirsten Schwörer
Heilpraktiker, Chronische Erkrankungen, Naturheilverfahren
Hemsbach
Bonjour Mons. Haas, EM wird wahrscheinlich nicht dabei helfen, die Methanbildner zu kontrollieren, aber es gibt bestimmte Bakterienstämme, die die Fehlbesiedlung kontrollieren können, wir knnen das gerne in einem Gespräch unter Fachleuten diskutieren.
 Bettina Benend-Heinzen
Heilpraktiker, Naturheilverfahren
München
In dem Präparat dürfen nur Lactobacillen und bestimmte Kokken sein. In Deutschland gibt es dafür einige, wenige Präparate. (Ich weiß nicht, ob ich hier Namen nennen darf). Bitte keine Präbiotika einnehmen. Nach meiner Erfahrung muss man Methan SIBO zusätzlich mit Antibiotika oder hochdosierten ätherischen Ölen behandeln (auch hier weiß ich nicht, ob ich Namen nennen darf). Sonst bekommt man die Überwucherung nicht weg.
 Angela Blume
Heilpraktiker, Naturheilverfahren
Hamburg
Bonjour Herr Haas!
Auch mit EM fügen wir etwas in den Körper, was künstlich von außen hineingegeben wird. Evtl. fühlt der Körper sich sogar bedrängt durch diese Mittel. Manchmal machen Urtinkturen oder Homöopathie sinn. Doch zuerst ist meiner Meinung nach eine natürliche Ernährung mit gesunden Lebensmitteln aus der Region wichtig. Welche das an Ihrem Wohnort sind, da kenne ich mich nicht aus. Bestimmt können Sie selbst probieren, was Ihnen gut bekommt. Nachtschattengewächse meiden oder zumindestens im Sommer kochen. Auch gebratenes oder geröstetes sollte mindestens 1/2 Jahr nicht gegessen werden. Kein Alkohol oder Softdrinks, dafür Sauberes Wasser und gute Tees wie Fenchel oder Anis sind auch für den Darm sinnvoll. Weißen Zucker meiden, lieber Honig oder den Zucker aus der ganzen Frucht oder dem Obst nutzen. Wenn sich hiermit nach 3 bis 4 Wochen keine Besserung einstellt, sollten Sie sich einen Therapeuten zu Hilfe nehmen.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und gutes Gelingen.
Angela Blume, Heilpraktikerin aus Hamburg
 Ramona Schlenk
Heilpraktiker
Reichenau
Bonjour, wenden sie sich direkt an Ärzte oder Therapeuten die mit mikrobiologischer Therapie und dadurch auch mit der Behandlung von SIBO Erfahrung haben. Symptomatische Tipps im allgemeinen
wären nicht verantwortungsbewusst.
 Susanne Schwegler
Heilpraktiker
Kötz
Ich befürchte oich kann Ihnen an dieser stelle nicht ausreichend helfen. Tut mir leid
 Harald Erb
Osteopath, Heilpraktiker
Berlin
Bei Methan-SIBO (Small Intestinal Bacterial Overgrowth mit methanbildenden Archaeen) ist die Situation oft komplex – insbesondere, wenn Probiotika nicht vertragen werden.
Die Einnahme von effektiven Mikroorganismen (EM) ist in diesem Fall nicht automatisch empfehlenswert:
• EM enthalten meist Mischkulturen verschiedener Bakterien, die nicht gezielt auf den Dünndarm abgestimmt sind.
• Bei SIBO – besonders bei Methan-Überwuchs – können unspezifische Bakterienpräparate die Beschwerden sogar verschlimmern, weil sie die Fehlbesiedlung zusätzlich „füttern“.
Wichtiger Ansatz bei Methan-SIBO:
1. Gezielte Reduktion der Methanbildner (z. B. mit spezifischen Antibiotika wie Rifaximin + Neomycin oder pflanzlichen Antimykrobiellen Mitteln – in Absprache mit dem Arzt).
2. Angepasste Ernährung zur Senkung der Methanproduktion (Low-FODMAP, ggf. modifiziert).
3. Darmmotilität unterstützen, um Rückfälle zu vermeiden (z. B. prokinetische Maßnahmen, individuelle Ernährungstaktung).
Gerade im Alter von 88 Jahren ist es wichtig, eine individuelle, sanfte und medizinisch überwachte Therapie zu wählen.
Einfach pauschal EM einzusetzen, halte ich ohne vorherige Diagnostik und Fachabsprache nicht für sinnvoll.
Mein Rat: Erst mit einem erfahrenen Arzt oder Therapeuten besprechen, ob ein gezieltes, individuell abgestimmtes Präparat überhaupt geeignet ist – oft sind spezifische Einzelstämme besser verträglich als komplexe Mischungen.
 Johanna Rach
Heilpraktiker
Nürnberg
Bonjour und vielen Dank für Ihre Frage und die freundlichen Grüße nach Frankreich.

Bei einem methan-dominanten SIBO (Dünndarmfehlbesiedelung) ist tatsächlich besondere Vorsicht geboten, da klassische Probiotika die Symptome bei manchen Betroffenen verschlechtern können. In solchen Fällen steht weniger der Aufbau neuer Bakterien im Vordergrund, sondern zunächst die Regulation des Darmmilieus.

Effektive Mikroorganismen (EM) werden von manchen Therapeut:innen eingesetzt, die wissenschaftliche Datenlage dazu ist jedoch begrenzt und die individuelle Verträglichkeit sehr unterschiedlich. Gerade bei SIBO kann auch hier eine vorsichtige und sehr individuell abgestimmte Vorgehensweise sinnvoll sein.

In der Praxis werden – abhängig vom Gesamtbild – unter anderem Maßnahmen zur Unterstützung der Magenfunktion, der Darmmotilität sowie bestimmte kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat in Erwägung gezogen. Auch die Funktion des Magens spielt eine wichtige Rolle, da eine eingeschränkte Magensäureproduktion die Entstehung und Persistenz eines SIBO begünstigen kann.

Wichtig ist, dass die Behandlung immer individuell erfolgt und idealerweise von einer erfahrenen Therapeutin oder einem erfahrenen Therapeuten begleitet wird, um Verträglichkeit und Wirkung regelmäßig zu überprüfen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und sende herzliche Grüße.

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