Artikel 13/12/2018

Hilfe, ich habe Diabetes Typ 2! - Auf diese Nährstoffe sollten Sie achten

null Kirsten Luzie Kruse Heilpraktiker
null Kirsten Luzie Kruse
Heilpraktiker
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Nach wie vor wird der Diabetes Typ 2 in seinen gesundheitlichen Auswirkungen unterschätzt. „Ich habe leichten Diabetes“ heißt es da, oder: „Ich habe nur etwas Altersdiabetes“. Fakt ist jedoch, dass jeder Diabetes schwere gesundheitliche Folgeschäden auslöst, wenn die Folgen des hohen Blutzuckers nicht gut behandelt werden. Entscheidend ist dabei nicht, wie hoch der Blutzucker an sich ist, sondern wie gut die schädlichen Abbauprodukte entschärft werden oder gar nicht erst entstehen.

Was sagt der Hba1c-Wert aus?

Der Hba1c-Wert sollte möglichst niedrig sein. Es gibt Menschen, die von Natur aus einen extrem niedrigen Hba1c-Wert haben. Untersuchungen zeigen, dass ihre Lebenserwartung sehr hoch ist. Umgekehrt weist ein hoher Hba1c-Wert auf eine verkürzte Lebenserwartung hin.

Leider wird der Diabetes sehr häufig erst entdeckt, wenn schon Schäden da sind. Aber auch dann ist es möglich, noch viel zu bewirken. Die klassische Diabetestherapie berücksichtigt dabei einen Mangel an Mikronährstoffen nicht.

Schwieriger Nachweis der Mängel im Blut

Dabei mag eine Rolle spielen, dass viele Mängel mit einer regulären Blutuntersuchung nicht oder nur sehr schlecht nachweisbar sind. Nährstoffmängel tauchen häufig im Blut als letztes auf, da der Körper bestrebt ist, die sogenannte Homöostase – d.h. das Stoffgleichgewicht im Blut – so lange wie möglich aufrechtzuerhalten.

Am Beispiel des Magnesiums soll dies erläutert werden: Magnesium wird zur Hälfte in den Knochen gespeichert. Nur 2 % sind im Blut zu finden. Wird nun zu wenig Magnesium aufgenommen, behilft sich der Körper damit, dass er das Magnesium aus den Knochen löst. Dieser Vorgang ist dann aber nicht im Blut sichtbar – hier bleiben die Werte so lange normal, bis wirklich nichts mehr geht. In der Zwischenzeit aber leiden die Knochen und einer Osteoporose wird Vorschub geleistet. In diesem Falle allerdings nicht durch Kalziummangel, wie landläufig vermutet, sondern durch Magnesiummangel.

Zugegeben: Beim Magnesiummangel wird es besonders deutlich, aber auch andere Mikronährstoffmängel sind nicht oder nur sehr schwer nachweisbar. Einige Labore versuchen, Mängeln indirekt auf die Spur zu kommen, indem sie Stoffe nachweisen, die dann entstehen, wenn zu wenig Mikronährstoffe da sind. Der Vorteil: Bei diesen Analyseverfahren geht es nicht um einen statistischen, durchschnittlichen Mangel, sondern um einen individuellen Mangel. Auf diese Art wird sich dem individuellen Bedarf angenähert.

So oder so, der Aussage, „Sie haben keinen Mangel, denn die Blutwerte sind normal“ ist mit großem Misstrauen zu begegnen.

Was aber nun löst Magnesiummangel aus?

Im Bezug auf Diabetes ist der Magnesium ein sehr wichtiger Mikronährstoff: Circa 300 Enzyme sind auf eine gute Magnesiumversorgung angewiesen. Insbesondere diejenigen Enzyme, die dafür sorgen, dass die Körperzellen mit Energie versorgt werden, u.a. auch genug Zucker bekommen. Und das ist ja die Krux bei Diabetes: Zu viel Zucker bleibt im Blut und zu wenig gelangt in die Zellen, wo es eigentlich hingehört. Mit Diabetes geht der Bluthochdruck einher. Eine gute Magnesiumversorgung wirkt sich auch auf ihn günstig aus. Blutdruckschwankungen können deutlich abgemildert werden.

Diese Rolle spielt Zink

Aber nicht nur Magnesiummangel ist ein gravierendes Problem beim Diabetes. Ähnlich gelagert ist die Situation beim Zink:

Ein Zinkmangel ist sehr häufig. Nahezu die Hälfte aller Männer über 60 sind davon betroffen. Auch Zink ist wesentlich an fast allen Stoffwechselprozessen beteiligt. Auch bei der guten Versorgung der Zellen mit Zucker. Ohne Zink ist eine gute Verstoffwechselung des Zuckers nicht möglich.

Welche Funktion hat Vitamin B1?

Vitamin B1, das in seiner Vorstufe als Benfotiamin besonders gut aufnehmbar ist, ist für den Diabetiker besonders wichtig. Zum einen hilft es dem Körper, Zuckerüberschuss besonders schonend abzubauen. Zum anderen entstehen dadurch weniger aggressive Stoffe, die auf die Dauer die Nerven schädigen. Aber leider verlieren insbesondere Diabetiker sehr viel ihres Vitamin B1 über die Nieren.

Sie haben im Schnitt nur ein Viertel des Vitamin-B1-Spiegels eines gesunden Menschen. Führt man nun das B1 nicht rechtzeitig und dauerhaft zu, kommt es zu Schäden der Nervenleitbahnen. Die Diabetiker klagen dann über Schmerzen in den Füßen, Missempfindungen und dem Gefühl ‘auf Watte zu laufen’. Eine schnelle und rechtzeitige Substitution kann hier noch einiges bewirken.

So kann Liponsäure helfen

In Kombination mit Vitamin B1 hat sich auch die Gabe von Liponsäure bewährt. Liponsäure ist ein Multitalent, wenn es um die Entschärfung von freien Radikalen geht. Und diese sind letztendlich dafür verantwortlich, wenn wir vorzeitig altern. Nichts anderes verursacht der Diabetes: einen vorzeitigen Alterungsprozess. Wie gut ist es da, dass wir so eine tolle Substanz zur Verfügung haben, die einfach nur eingesetzt werden will!

Die Liponsäure-Infusion dient zur allgemeinen Entgiftung, aber auch zur Reparatur der Nervenleitbahnen.

Wie kann Vitamin D helfen?

Das Vitamin D, bei dem es sich eigentlich nicht um ein Vitamin, sondern um ein Prohormon handelt, ist derzeit der „Hit“ der Vitamingaben. Tatsächlich hat ein sehr großer Teil der Bevölkerung ganzjährig einen Vitamin-D-Mangel. Blutuntersuchungen zeigen nur selten einen normalen bis guten Spiegel. Das ist schon für den sonst Gesunden nicht so gut, aber für den Diabetiker ein echtes Problem.

Ein Mangel senkt die Fähigkeit der Organe, auf Insulin zu reagieren. Und das ist ja Diabetes in seiner Reinkultur: die Unfähigkeit, auf Insulin zu reagieren und den Zucker in die Zellen zu schleusen. Hier fehlt er dann für die Muskelkraft. Vitamin-D-Mangel ist oft entscheidend dafür, ob aus einer Diabetesvorstufe ein manifester Diabetes wird. Vitamin D wirkt antientzündlich und hemmt dadurch die bei Diabetikern beschleunigte Arterienverkalkung. Auch die Blutfettwerte werden günstig beeinflusst.

Fazit

Sie sehen: Es gibt sehr viele Möglichkeiten, Diabetes außerhalb der üblichen Medikamentengaben günstig zu beeinflussen und seine schädlichen Wirkungen auf unseren Körper zu hemmen. Entscheidend ist auch hier: Die Dosis macht das Gift. Also bitte nicht in Eigenregie dosieren. Erfahrungsgemäß stimmen Eigendosierungen nicht und sind entweder zu hoch oder zu niedrig, um eine erwünschte Wirkung zu erzielen.

Die gute Nachricht aber ist: Auch mit Diabetes lässt es sich gut und lange leben, wenn man sich um die gute Versorgung des Körpers kümmert.

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