grippeschutzimpfung-2013-2014

Im Deutschen Ärzteblatt Heft 40 vom 4. Oktober wird wieder auf die Nutzung der Schutzmöglichkeiten der Grippeschutzimpfung eingegangen.

Wir Ärzte sollen ein besonderes Augenmerk auf die im letzten Jahr „ungewöhnlich“ stark betroffene Altersgruppe zwischen 15 bis 59 Jahre legen, welche „ungefähr 3,7 Millionen“ mal krankgeschrieben wurde, dem „höchsten Wert in den letzten zehn Jahren“. „Geschätzte 7,7 Millionen influenzabedingte Arztbesuche“, sind ein Grund für RKI, Paul-Ehrlich-Institut und die BZgA, gemeinsam dazu aufzurufen, der neuen Grippewelle vorzubeugen. Natürlich mit der Grippeschutzimpfung - und Hygiene.

Für Influstat aus dem Regal, der Renner in der Saison 2013/2014, muss man einen nicht unerheblichen Betrag aufbringen. Das zahlt die Kasse oder PKV, auch das kurze Inanspruchnehmen des Doktors, um die Wichtigkeit des Händewaschens im Winter hervor zu heben, den Pieks (Ziffer 375 GOÄ), dann kann Weihnachten kommen. Wer zu spät kommt, steigert das Risiko an der Influenza zu erkranken, bevor der Impfschutz aufgebaut ist. Es kann also sein, dass der Kokolores allemal gar nichts bringt, außer der Impfstoff-induzierten Zwei-bis-Drei-Tages-Influenza, Krankschreibung darob inclusive.

Natürlich ist es großartig, dass es Impfstoffe gibt. Sie mögen sinnvoll und hilfreich sein für die Betagten, die Immunsupprimierten, die HIV-Patienten - doch schon bei der Schwangeren wird ein großes Fragezeichen gesetzt.

Für sechzig Tage Vitamin D3-Kapseln hochdosiert, z.B. 5.000 IE pro Tag, muss man wieder ein Geld locker machen, ein Liter Lebertran kostet auch etwas, Leinöl auch. „Der kranke Arzt ist wie die Hure in der Kirche“, sagte mir einmal ein Patient. Doch als Präventionsmediziner muss man mit gutem Beispiel voran gehen. Und siehe da: ein gutes D3-Niveau, ein hoher Omega-3-Index, komfortable Zink- und Selenspiegel, seit vielen Jahren habe ich als U- und S-Bahnfahrer mit täglichem Praxiskontakt mit Menschen kein Fieber, keinen grippalen Infekt, keine Influenza.

Moderne Prävention sollte weiter gehen, als nur beliebig eine Spritze nach der anderen in den Deltoideus zu rammen.

Und dennoch treffen die Grippeschutz-Impfbefürworter für die Altersklasse 15-59 Jahre den Gusto von der (gerne bürgerversicherten) Vox Populi: einmal Autowaschanlage kostet so viel wie sechzig Kapseln D3, zu zweit Pizzaessen mit Getränken so viel wie die Laborwertkontrolle, Leinöl, Lebertran - sie schmecken grausam! Das gesparte Geld hierfür stecken viele lieber in die Preisdifferenz zwischen billigem und teurem Motoröl. Man kann das Geld ja nur einmal ausgeben. Viele zahlen bereits für die Kippen ein Vermögen, da ist nicht mehr drin. Das Beglückende einer Privatpraxis ist, wenigstens Zeit zu haben, um über die Alternativen zu reden.

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