Hypnosetherapie in der Praxis - Ängste und Bedenken der Patienten

Anita Galussek

von
verfasst am 09.06.2011

© WavebreakmediaMicro  fotolia
Die Bezeichnung Hypnose wird aus dem griechischen hypnos (Schlaf) abgeleitet, was bereits zu vielen Missverständnissen geführt hat, denn Hypnose ist kein Schlaf oder schlafähnlicher Zustand. Hypnose ist neben dem Wachsein und dem Schlaf ein ganz natürlicher Bewusstseinszustand, der jeden Menschen im Alltag begleitet. Im Kindesalter sogar ein Dauerzustand.

Die meist dominante linke Gehirnhälfte (Rechtshändler) ist der Träger der wichtigsten Kommunikationsleistungen wie Sprechen, Schreiben und Rechnen. Vermutlich ist sie für das Wachbewusstsein die einzige spezialisierte Gehirnregion. Sie steuert die bewusste Zeitwahrnehmung, verknüpft Einzelerlebnisse anhand der zeitlichen Abfolge zu einer bewussten individuellen Einheit. Die rechte Gehirnhälfte steuert mehr den räumlich-ganzheitlichen (parallele Verarbeitung), den emotionalen und den kreativen Bereich.

In tiefenpsychologischen Hypnoseverfahren ist die rechte Gehirnhälfte besonders aktiviert, indem sie Zusammenhänge einsehen kann, die sonst im Unbewussten verborgen sind. Es werden dieselben Gehirnebenen erreicht, die bei der ursprünglichen intrauterinen (vorgeburtlichen) oder frühkindlichen Prägung aktiviert waren. Thermografische Messungen belegen eine erhöhte Durchblutung der rechten Gehirnhälfte in Hypnose.

Die zunehmende Bedeutung der Hypnosetherapie verstärkt sich in den letzten Jahren insbesondere durch die neuen Forschungsergebnisse in den Bereichen Psychoanalyse und Psychosomatik in Verbindung mit der Hypnose.

Die meisten Ängste und Bedenken entstammen vor allem den Bereichen, wo in Show-Hypnosen Betroffene manipuliert werden. Im Gegensatz zur Show-Hypnose, bleiben der Wille und die ethisch moralischen Grundwerte bei der klinischen Hypnosetherapie voll erhalten, d.h. der Hypnotisierte behält seinen Willen und könnte die Hypnose jederzeit abbrechen.

Die meisten Menschen nehmen den Trancezustand als eine sehr tiefe und angenehme Entspannung wahr, ähnlich wie bei einer tiefen Meditation jedoch noch viel, viel intensiver.

Es kann keiner in Hypnose dazu bewegt werden etwas zu tun was er sonst ohne Hypnose nicht tun würde. So holte sich Siegmund Freud bei einem Experiment eine Ohrfeige ab, als er in der Trance einer Nonne sagte sie solle sich ausziehen.

Eine schöne Zeit
Ihre Anita Galussek.

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Kommentare zum Artikel (1)


15.05.2014 - 12:06 Uhr

Hilft Hypnose auch bei Schlafstörungen,( habe...

von K

... diese seit 4 Jahren) ?


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