Stressanalyse mit Herz

Herr Heiler

von
verfasst am 05.09.2012

© Ctacik - Fotolia.comSchon im 3. Jahrhundert n. Chr. hat der chinesische Arzt Wang Shu-he festgestellt, dass ein starrer Herzschlag für den menschlichen Organismus nicht förderlich ist. Hingegen ein variabler, dynamischer Herzschlag für die Gesundheit des Menschen förderlich.
Zur damaligen Zeit gab es allerdings keine entsprechenden Messgeräte, die die Schwankungen in der Herzfrequenz exakt aufzeichnen und auswerten konnten. Die Veränderungen in der Herzfrequenz wird auch Herzratenvariabilität genannt (abgekürzt mit HRV) und nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen auch als wichtiger Gesundheitsparameter bezeichnet. Dieser Körperparameter wird heute in vielen Bereichen eingesetzt: zum Beispiel bei der Rehabilitation, der Stressmedizin, der Psychophysiolgie, der Peak Performance im Beruf sowie Sport.

Was passiert nun bei Stress?

Maßgeblich an der Leistungsfähigkeit und am Wohlbefinden ist das vegetative Nervensystem (VNS) beteiligt. Es ist für die Steuerung vieler lebenswichtiger Vorgänge zuständig. Wie der Name sagt, unterliegt dies nicht der bewussten Kontrolle; es besteht aus einer "Bremse" (Parasympathikus) und einem "Gaspedal" (Sympathikus).
Unter fortwährender Stressbelastung läuft das VNS auf Hochtouren. Wie bei einem Motor kann sich die andauernde Belastung negativ auf die Gesundheit auswirken, die Erholungsfähigkeit, Widerstandsfähigkeit bei Stress und Leistungsfähigkeit nimmt zusehends ab. Im äußersten Fall führt dies zu "Burnout"; einem Zustand, der mit emotionaler Erschöpfung, Unruhe, Anspannung, Entwicklung von innerer Leere, einem Gefühl verringerter Effektivität, gesunkener Motivation sowie der Entwicklung funktionsgestörter Einstellungen und Verhalten in der Arbeit, Familie und der Freizeit gekennzeichnet ist.

Kein Stress mit dem Stress

Inwieweit nun jemand bereits unter den Auswirkungen fortwährender Stressbelastung leidet, kann heutzutage einfach mit einer Messung und Analyse der Herzratenvariabilität aufgezeigt werden. Die Analyse der HRV zeigt den Zustand der neurovegetativen Regulation und gibt Hinweise auf die aktuelle Stressbelastung.
Diese Auswertung kann innerhalb kürzester Zeit durchgeführt werden, ergänzend hilft eine Langzeitaufzeichnung der HRV mit Hilfe eines nur wenige Gramm leichten und sehr kleinem EKG Rekorder. Dabei wird über einen Zeitraum von 24 Stunden die HRV aufgezeichnet, der Klient soll dabei seiner alltäglichen Beschäftigung nachgehen und führt ein kurzes Protokoll zu seinen Tätigkeiten. Dies hilft auch Einblick in das Schlafverhalten zu bekommen, das heißt: Kann derjenige nachts auch wirklich gut schlafen, um so die wichtige Regeneration zu erhalten?
Diese Leistungs- und Regenerationsanalyse ermöglicht den Lebensstil anschaulich grafisch aufzubereiten und bildet die Grundlage für eine anschließendes spezielles Coaching oder einer Psychotherapie.

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