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Weltnichtrauchertag - die Auswirkungen des ...

Weltnichtrauchertag - die Auswirkungen des Rauchens auf die Zähne

Dr. Ayna M.Sc. M.Sc.

von
verfasst am 29.05.2011

© Dr. Ayna
Der Welt-Nichtrauchertag 2011 will die internationale Bedeutung des Abkommens zur Eindämmung des Tabakgebrauchs hervorheben. Laut der WHO, werden in diesem Jahr weltweit mehr als 5 Millionen Menschen an den durch Tabakkonsum bedingten Krankheiten sterben (Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Atemwegserkrankungen u.a.).

Die Zahnärzte sind täglich mit den Auswirkungen des Rauchens auf die Mundgesundheit konfrontiert. Das rauchen kann eine Zahnlosigkeit fördern. Rauchen führt in der Mundhöhle nicht nur zu Verfärbungen an Zähnen, es verändert den Geruchs- und Geschmackssinn, verzögert und stört die Wundheilung bei zahnärztlich chirurgischen Eingriffen wie Zahnfleischbehandlungen und Zahnentfernungen und gilt als wichtiger Risikoindikator für eine erhöhte Kariesaktivität.

Eine dieser Veränderungen, die sich als dezente weiße Streifung, die wie ein Muster ähnlich einem Fingerabdruck aufweisst, wird als Leukoplakie bezeichnet. So ist bekannt, dass diese Veränderung des Zahnfleisches bei Rauchern bis zu 6-mal häufiger auftreten als bei Nichtrauchern. Diese Leukoplakie kann sich in wenigen Fällen zu einem Krebs verändern mit tödlichem Ausgang für den Menschen. Dann gibt es den eigentlichen Mundhöhlenkrebs, der direkt unter der Wirkung von Rauchen sich entwickeln kann. Diese Krebsart gehört weltweit zu den zehn häufigsten Krebsarten.

Eine der häufigeren Erkrankungen zeichnet sich als Zahnfleischentzündung ab, nämlich die Parodontitis. Hier wirken die Bestandteile der Zigarette, zerstörend auf das Zahnfleisch. Hierbei besteht eine Abhängigkeit des Schweregrades der Parodontitis von der Dosis und der Dauer des Tabakkonsums.

Das heisst, mit zunehmendem Zigarettenkonsum steigt das Risiko für die Entstehung einer Parodontitis. Die Behandlungsmöglichkeiten für den Zahnarzt sind bei aktiven Rauchern eingeschränkt. Diese Erkrankung kann zum Verlust der Zähne führen.

Bei der Versorgung der entstandenen Lücken bietet sich u.a. die Zahnimplantologie an. Die Implantate können die verloren gegangenen Zähne ersetzen. Aber auch bei den Implantaten kann das Rauchen zu Komplikationen führen. Es gibt Untersuchungen darüber, dass Komplikationen in der Einheilphase eines Implantats bei Rauchern häufiger als bei Nichtrauchern auftreten.

© Dr. Ayna
Raucher sind zudem stärker von Zahnfleischerkrankungen betroffen, was für den schlechteren Langzeiterfolg (Implantatprognose) bei Rauchern als ursächlich anzusehen ist. Nicht nur vor dem Hintergrund einer Implantatbehandlung ist es daher sinnvoller, das Rauchen einzuschränken oder ganz aufzugeben.
Ob nun gesundheitlich, ästhetisch oder finanziell, die Nachteile des Zigarettenkonsums sind für viele Menschen ein Ansporn, mit dem Rauchen aufzuhören. Durch die Rauchentwöhnung senkt sich das Risiko der oben aufgeführten Erkrankung drastisch.

So biete ich in meiner Praxis schon seit Jahren ein neues Behandlungskonzept für Raucher an, die wesentlich zur erfolgreichen Umsetzung der Rauchentwöhnung beiträgt. Damit kann in dem therapeutisch sensiblen Zeitfenster Implantate in den Kiefer des Patienten inseriert werden, ohne ein höheres Risiko für einen Implantatverlust. Dabei können die Konzepte “Knochenaufbauprozeduren umgehen“ und „Knochenaufbauprozeduren umgehen mit 3 D Navigation“ mit dieser neuen Behandlung kombiniert werden.

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Kommentare zum Artikel (3)


26.10.2011 - 21:12 Uhr

Fr. Sieg, Ihr Artikel ist schon etwas älter aber...

von Patrik M.

... eine für mich sehr einfache Rauchentwöhnung, ich rauchte täglich ca 40 Zigaretten, schaffte ich mit dem Medikament Champix. Fragen Sie Ihren Hausarzt, der berät sie sicher gerne. Ich bin seit zwei Jahren rauchfrei und bin darüber sehr sehr froh. Gruß PM

14.06.2011 - 12:45 Uhr

Sehr geehrte Fr. Sieg, die modernen...

von Dr. med dent Mustafa Ayna MSc, MSc

... Oberflächen der Implantate sind zweifelsohne eine Verbesserung. Aber gegen das rauchen kommen diese Oberflächen auch nicht an. Das bedeutet für Sie. wenn Sie nicht mit dem rauchen aufhören, dann werden Sie mit hoher wahrscheinlichkeit auch die Implantate verlieren. Ich würde ihnen empfehlen. zuerst eine Behandlung aufzusuchen um ihr Rauchverhalten zu ändern. Hierzu sind Ergotherapeuten gut geeignet oder speziell ausgebildetet Zahnärzte u. Ärzte. Viel Glück und alles Gute. Dr. Ayna

11.06.2011 - 23:25 Uhr

Hallo Hr. Dr. Ayna, Ihren Beitrag fand ich sehr...

von Fr. Sieg

... interresant. Ich rauche seit 35 Jahren. Habe schon einige Zahnfleischbehandlungen mitgemacht,die Zähne waren trotztdem nicht zu retten. Jetzt steht eine Zahnimplantation im unteren kiefer an. Mein Zahnarzt will ir 6 Implantate einsetzen. Auf meine Frage, ob das rauchen die Implantate gefährden kann,antwortete er das es früher Probleme gab, aber Heute duch die neuen Oberflächen wäre dieses kein Problem. Ich habe aber Angst jetzt vor dieser Behandlung. Das rauchen meine Gesundheit gefährdet ist mir schon klar, ich habe auch sehr oft versucht mit dem rauchen aufzuhören. Was soll ich jetzt glauben und was kann ich für mich mitnehmen.


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