
Jeder Mensch ist bekanntlich so alt wie seine Blutgefäße: Es gibt 50-Jährige mit Adern wie ein 80-jähriger Mensch und es gibt 80-Jährige, deren Arterien und Venen noch immer wie die eines 50-Jährigen sind. Hierfür gibt es viele Ursachen.
Einige davon sind abhängig von täglicher Bewegung bei der Arbeit und in der Freizeit. Ebenso die sportlicher Betätigung des Menschen, wie auch die Ernährung und Lebensführung mit angemessenen Ruhe- und Schlafphasen oder aber negativer Stress und psychische Belastung. Auch unsere Erbfaktoren sind hierbei zu nennen. Weiterhin ein behandelter Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Blutfett- oder Harnsäure- und / oder eine Homocysteinerhöhung.??
Mit einer speziellen Netzhaut-Kamera wird das Augeninnere, also die Netzhaut mit den Sehnerven und deren feinsten Adern des Auges photographiert. Nun sieht man riesig vergrößert die kleinsten Venen und Arterien, die mithilfe eines Softwareprogramms auf ein tausendstel Millimeter exakt ausgemessen werden.
Anschließend wird das Verhältnis zwischen den Arterien und Venen ermittelt. Diesen Wert nennt man die A/V-Ratio. Er liegt im besten Fall bei 1,0 = 100 %. Je niedriger diese Verhältniszahl ausfällt, z. B. 0,58 , desto größer ist die individuelle Wahrscheinlichkeit für arteriosklerotische Gefäßveränderungen. Diese sind bekanntlich die Hauptursache für Herzinfarkte oder Schlaganfälle.
Bei einem gemessenen erhöhten Gefäßrisiko kann der Patienten zusammen mit seinem Hausarzt anhand einer Checkliste eine Verbesserung oder gar eine Normalisierung aller Körper- und Blutbefunde gezielt angehen.


