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Macht Krafttraining weniger weiblich?

Team jameda

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Von wegen! Ein gesundes Krafttraining verbessert die Haltung und bringt Kurven noch besser zur Geltung!

Viele Frauen assoziieren mit Krafttraining das klassische Bodybuilding, eingeölte Körper und String-Bodys. Die Angst vor riesigen Muskelbergen ist groß und so begegnen sie dem Vorschlag des Trainers, Krafttraining an den Geräten oder Freihanteln zu machen, oft mit großer Skepsis. Doch Frau kann Krafttraining machen, ohne gleich Muskelpakete zu bekommen:

Grundsätzlich funktioniert Muskelaufbautraining bei Männern und Frauen ähnlich, jedoch unterscheiden sich die genetischen Voraussetzungen von Mann und Frau signifikant. Das heißt, dass die Frau ein anderes Verhältnis der Muskeln zum übrigen Körpergewebe hat, als der Mann. Aus diesem Grund kommt es beim Mann nach einem entsprechenden Krafttraining auch eher zu großen sichtbaren Muskeln und bei der Frau ist die Sichtbarkeit viel schwächer ausgeprägt. Die genetische Veranlagung aufgrund des Hormons Testosteron reicht bei Frauen meist nicht aus, um den gleichen Effekt zu erzielen. Kein Freizeitsportler sollte das Aussehen eines Bodybuilders fürchten! Hierzu sind ein jahrelanges, hochintensives, auslastendes Krafttraining und eine spezifische Ernährung notwendig.

Natürlich zielt ein gesundheitsorientiertes Krafttraining auch darauf ab, Muskeln aufzubauen. Der Effekt reicht aber bei Weitem nicht aus, um das Ausmaß eines Leistungsbodybuilders zu erreichen. Ein moderates Krafttraining zielt auf vielfältige gesundheitsförderliche Effekte ab, die sich durch den Aufbau von zusätzlicher Muskelmasse ergeben (Vgl. ACSM 2006).

Wissenschaftlichen Studien zufolge zeigt ein Krafttraining bei Frauen deutliche Erfolge im Schwangerschaftsverlauf und bei der Geburt (Vgl. Wilhelm, 1994). Außerdem kann durch ein gezieltes Krafttraining auch die weibliche Brust angehoben und die darunter liegende Muskulatur positiv beeinflusst werden.

Mein Tipp, wenn Sie trotzdem noch befürchten, durch Krafttraining zu vermännlichen, oder das Gefühl haben, günstige Voraussetzungen für den Muskelzuwachs (männliche Hormone, Testosteron) mitzubringen: Sobald Sie die gewünschte oder maximal tolerierbare Muskelausprägung erreicht haben, trainieren Sie gleichmäßig weiter, ohne die Belastung zu steigern oder neue Trainingsreize zu setzen! So wird sich nichts an Ihren Muskeln (bzw. Muskelbergen) ändern.

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