
Bei einer Mandelentzündung mit Halsschmerzen handelt es sich zu 90 bis 95 % um eine virale Entzündung, die nicht auf Penicillin anspricht. Meist erhalten diese Patienten unnötig ein Antibiotikum mit allen möglichen Nebenwirkungen.
Eine genaue Diagnose kann nur über einen Abstrich erfolgen. Hilfreich ist ein Schnelltest, der aber nur bei Kindern von der Kasse bezahlt wird.
Jeder HNO-Arzt kann so einen Abstrich in ein Labor schicken, das Ergebnis liegt jedoch erst nach 4-5 Tagen vor.
Einige wenige HNO-Ãrzte haben die Genehmigung, diese Abstriche im eigenen Praxislabor auszuwerten. Mit einem entsprechenden Spezialnährboden liegt das Ergebnis dann bereits am folgenden Tag vor.
Die Stärke der Halsschmerzen ist im übrigen kein Zeichen für einen bakteriellen Infekt, ebenso wenig wie gelbe Punkte oder Stippchen auf den Mandeln.
Die üblichen Halstabletten sind fast immer wirkungslos. Zur Behandlung kann man mit verdünntem H2O2 gurgeln oder mit Tormentill-Adstringens (NRF 7.1), das jede Apotheke anmischen kann.
Gegen die Schmerzen hilft am Besten eine Ibuprofen-Tbl. etwa alle 6 Stunden.


