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Reiseimpfungen: Worauf muss man achten?

Team jameda

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Haben Sie im Sommer eine Urlaubsreise geplant? Dann sollten Sie schon jetzt an eventuelle Reiseimpfungen denken. Welche Impfungen den Schutz erst nach einer gewissen Zeit aufbauen und welche relativ schnell schützen, erklärt die jameda Gesundheitsredaktion in diesem Gesundheitstipp.

Auch Standardimpfungen sollten vollständig sein
Die Ständige Impfkommission gibt zu den Standardimpfungen, die in Deutschland von Bedeutung sind, Empfehlungen. So sollte ausreichend Schutz bestehen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung (Polio), Hepatitis B, Haemophilus influenza b, Pneumokokken, Rotaviren, Meningokokken, Masern, Mumps, Röteln, Varizellen (Windpocken), Grippe (Influenza) und Humane Papillomviren. Wichtig für Reisen sind vor allem Tetanus sowie Diphterie und Masern, wenn es in gefährdete Gebiete geht. Diese Impfungen können alle zehn Jahre aufgefrischt werden.

Schutz gegen Polio, Gelbfieber, Cholera, Typhus …
Meist sind es tropische und subtropische Länder und Länder mit niedrigem Hygienestandard, in denen gefährliche Krankheitserreger drohen. Aber auch in Regionen mit infizierten Zecken innerhalb Europas braucht man besonderen Schutz. Zusätzlich bestimmen die Art der Reise und die bereiste Region im Urlaubsland den erforderlichen Impfschutz: Auf einer Wanderung mit Rucksack und Zelt ins feuchtwarme Inland können Erreger leichter durch Insekten oder hygienische Umstände übertragen werden als bei einem Aufenthalt am Meer in einem Hotel nach europäischem Standard. Tropeninstitute, Fachärzte für Tropenmedizin und zertifizierte Apotheken informieren zu Reiseimpfungen, z. B. gegen Polio, Gelbfieber, Hepatitis A und B, Cholera, Typhus, Frühsommer-Meningoenzephalistis (FSME), Tollwut, Meningokokken und Japanische Enzephalitis. Eventuell wird auch eine Malariaprophylaxe angeraten, die als Tabletten eingenommen oder als Notfallmedikation mitführt wird.

Sechs Wochen vor Reiseantritt mit dem Impfen beginnen
Viele Impfungen bestehen aus mehreren Impfdosen und bauen den vollständigen Schutz erst nach einer gewissen Zeit auf. Deshalb sollte man mindestens sechs Wochen vor Reiseantritt mit dem Impfen beginnen. Relativ wenig Zeit, bis zu 15 Tage, benötigt man für Impfungen gegen Gelbfieber, Hepatitis A, FSME im Schnellimpfschema, Meningokokken, Cholera und Typhus. Der vollständige Schutz gegen Polio, Hepatitis B, Tollwut sowie Japanische Enzephalitis baut sich dagegen erst nach 28 Tagen und mehr auf.

Wer impft? Wer übernimmt die Kosten?
Reiseimpfungen erhält man in Tropeninstituten, bei zertifizierten niedergelassenen Ärzten und in Gesundheitsämtern. Impfungen gegen Gelbfieber werden nur in speziellen, staatlich anerkannten Gelbfieber-Impfstellen verabreicht, die den Impfstoff auch vorrätig halten. Die Kosten für Standardimpfungen werden von den Krankenkassen übernommen. Impfungen für Reisen, die beruflich begründet sind, zahlt der Arbeitgeber. Bei reinen Urlaubsreisen haben die Krankenkassen unterschiedliche Regelungen. Viele Kassen tragen mittlerweile die Kosten in voller Höhe oder zumindest den größten Teil. Es ist ratsam, sich im Vorfeld über die Kostenerstattung durch die Kasse zu informieren.

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Die Inhalte der Experten Ratgeber ersetzen nicht die Konsultation von medizinischen Spezialisten. Wir empfehlen Ihnen dringend, bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder medizinischen Behandlung stets eine qualifizierte medizinische Fachperson zu konsultieren.