Team jameda
Ein Cover Up kann eine Methode sein, um ein unerwünschtes Tattoo loszuwerden. Hierbei wird die alte Tätowierung mit einem neuen Motiv überstochen. Bei dunklen Motiven ist der Gestaltungsspielraum für ein neues Tattoo jedoch begrenzt. In solchen Fällen wird häufig eine Laserbehandlung in Betracht gezogen, wobei die alte Tätowierung aufgehellt oder sogar komplett entfernt wird. Was gibt es hierbei zu beachten?
Falls es notwendig ist, das Tattoo vor dem Cover Up mit dem Laser zu behandeln, so wird hierfür wie bei einer regulären Tattooentfernung vorgegangen. Die vorhandenen Farbpartikel des alten Tattoos werden mithilfe von konzentriertem Licht in einer bestimmten Wellenlänge zerschossen. Im Anschluss sorgt das körpereigene Lymphsystem für den Abtransport dieser Pigmentteilchen.
Das Tattoo verschwindet nach und nach. Dies dauert jedoch seine Zeit und geschieht nicht innerhalb von einer Sitzung. Größe, Qualität und Alter des Tattoos bestimmen die Anzahl der Behandlungen. Somit kann nicht pauschal gesagt werden, wie lange es dauert, bis das Motiv soweit aufgehellt ist, dass es sich für ein Cover Up eignet.
Um ein zufriedenstellendes Ergebnis des Cover Ups zu erhalten, sollten Sie sich zuerst an einen qualifizierten Tattoo Artist wenden. Dieser wird sich im ersten Schritt das alte Motiv ansehen und sich dann Gedanken dazu machen, wie das neue Tattoo aussehen könnte. Im Regelfall wird es größer und dunkler sein als das ursprüngliche Motiv. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das alte Motiv durchscheint oder im Laufe der Zeit wieder zum Vorschein kommt, wenn die Farbpigmente des neuen Tattoos tiefer in die Haut eindringen.
Häufig kann es notwendig sein, dass eine Laserbehandlung zur Vorbehandlung sinnvoll ist. Ein qualifizierter Tätowierer wird Sie dazu ausführlich beraten und Ihnen sagen, ob eine vollständige Tattooentfernung notwendig ist oder ob eine Aufhellung ausreichend ist.
Das Stechen des Tattoos ebenso wie eine Laserbehandlung strapaziert die Haut. Pflege und sorgfältige Nachbehandlung nach dem Tätowieren sowie nach jeder einzelnen Lasersitzung sind unabdingbar. Die behandelte Hautstelle gleicht einer Wunde und sollte die ersten Tage mit einer Wund- und Heilsalbe versorgt werden. Des Weiteren muss darauf geachtet werden, dass die Fläche ausreichend Luft bekommt und keine Bakterien in die Wunde gelangen. Ansonsten besteht die Gefahr einer Infektion und Narbenbildung kann die Folge sein.
Aus diesem Grund sollten zwischen den Laserbehandlungen einige Wochen liegen, sodass sich die Haut umfassend regenerieren kann. Besonders zu beachten ist die Regenerationspause zwischen der letzten Laserbehandlung und dem Stechen des Cover Ups. Die Dermis, also die zweite Hautschicht, braucht genügend Zeit um sich zu erholen. Idealerweise sollten mindestens sechs Monate vergehen, bis die Farbpigmente des neuen Tattoos in die Haut gestochen werden.
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