Mein Problem sind Wutanfälle, nur ein falsches Wort und ich werde wütend, ich atme schnell, ich spü

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Mein Problem sind Wutanfälle, nur ein falsches Wort und ich werde wütend, ich atme schnell, ich spüre, wie die Anspannung zunimmt, ich muss verhindern, dass ich explodiere. Ich weiß nicht, ob es eine Neurose ist? Ich würde es gerne kontrollieren, aber ich kann es nicht.
Dr. phil. Susanne Herzog
Psychologischer Psychotherapeut
Hamburg
Es klingt nach einem ernst zu nehmendem Problem der emotionalen Dysregulation und ich empfehle über die Terminservicestelle der KV einen Erstgesprächstermin zu vereinbaren, um sich beraten zu lassen von einem Psychotherapeuten.
Dipl.-Psych. Ralica Hypko
Psychologischer Psychotherapeut, Private Krankenkasse
Frankfurt
Das klingt nach einem klassischen Beispiel für Aggressionsverschiebung. Es ist gemeint, dass die Aggression woanders hingehört, als diese ausgelassen wird. Die Gründe dafür sind oft im Unbewussten zu finden, als ja, könnte eine Neurose sein.
Dr. Anselm Doll
Psychologischer Psychotherapeut
München
Vielen Dank für Ihre Frage und dafür, dass Sie Ihr Anliegen so offen teilen. Wutanfälle, wie Sie sie beschreiben, können sehr belastend sein – sowohl für Sie selbst als auch für Ihr Umfeld. Die gute Nachricht ist: Es gibt wirksame therapeutische Ansätze, die Ihnen helfen können, Ihre Emotionen besser zu regulieren und langfristig entspannter mit schwierigen Situationen umzugehen.
Die Symptome, die Sie schildern, deuten auf eine erhöhte emotionale Reaktionsbereitschaft hin, die oft durch Stress oder ungelöste Konflikte verstärkt wird. In meiner Praxis arbeite ich mit Ihnen daran, die zugrunde liegenden Mechanismen zu verstehen und praktische Strategien zu entwickeln, die Sie in belastenden Momenten unterstützen.
Ein hilfreicher Ansatz ist, Emotionen frühzeitig zu erkennen und bei geringerer Intensität zu handeln, bevor sie überwältigend werden. Das Vulkanmodell ist eine Methode, bei der Sie lernen, die ersten Anzeichen von Anspannung – wie innerliche Unruhe oder schnelles Atmen – frühzeitig wahrzunehmen und zu regulieren. So können Sie verhindern, dass die Wut „ausbricht“. Durch gezielte Deeskalationstechniken und Konfliktlösungsstrategien lernen Sie, die Kontrolle zurückzugewinnen, bevor die Situation eskaliert.
Für hochgradig angespannte Situationen gibt es auch sogenannte "Skills", die Sie dabei unterstützen, sich im Hier und Jetzt zu verankern. Hier ist Vorbereitung sehr hilfreich! Falls man einen Konflikt erwartet, ist eine einfache, aber sehr effektive Technik, einen kleinen Stein in den Schuh zu legen. Der Druck auf die Fußsohle hilft Ihnen, Ihre Aufmerksamkeit zu fokussieren und sich aus der emotionalen Überwältigung zu befreien. Weitere Techniken, wie kaltes Wasser über die Hände laufen zu lassen oder eine markante Duftnote wahrzunehmen, können ebenfalls dabei helfen, die Anspannung zu verringern und Ihre Konzentration zu verbessern, brauchen aber eine Pause aus der Situation. Diese Maßnahmen sind erstere Schritte, um in schwierigen Situationen ruhiger zu bleiben.
Langfristig betrachtet ist es wichtig, diese Ansätze in einer individuell angepassten Verhaltenstherapie zu vertiefen, um Ihnen nachhaltige Werkzeuge zur Emotionsregulation zu vermitteln und die Gründe für die hohe Reaktivität zu finden und zu lösen. In meiner Einzelpraxis biete ich Ihnen eine maßgeschneiderte Behandlung, die ganz auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Privatversicherte profitieren von kurzen Wartezeiten und einem flexiblen Therapieangebot.

Zögern Sie nicht, sich mit mir in Verbindung zu setzen – der erste Schritt ist oft der wichtigste. Ich freue mich darauf, Sie auf Ihrem Weg zu unterstützen!
Dipl.-Psych. Tabea Plötz
Psychologischer Psychotherapeut
Leipzig
Auch für dieses Anliegen können Sie sich professionelle Unterstützung in Form einer Therapie suchen. Dabei wird geschaut, wo die Ursachen Ihrer starken Wut liegen und Sie bekommen Strategien an die Hand, diese Ursachen aufzulösen und damit letztlich auch die Wut. Es geht dabei erst in zweiter Linie um Kontrolle der Wut, sondern tatsächlich darum, diese in einem geschützten (!) Rahmen aufzulösen, sprich: rauszulassen. Dabei gilt natürlich, dass niemand (also auch nicht Sie selbst!) verletzt oder gefährdet werden darf! Es gibt sogar inzwischen entsprechende Räume (sogenannte Rage-Rooms), wo man gezielt seine Wut an Gegenständen auslassen darf (also z.B. Möbel und Geschirr zertrümmert, teils sogar ganze Autos).

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