Fragen von Patient:innen (10)
ANTWORT DES BEHANDLERS / DER BEHANDLERIN:
1) Medikamentöse Schmerz- und Entzündungskontrolle
Auch wenn du „konservativ“ fragst: das ist oft die Basis, um überhaupt therapiefähig zu werden.
NSAR (z. B. Ibuprofen, Diclofenac) bei entzündlicher...
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ANTWORT DES BEHANDLERS / DER BEHANDLERIN:
1) Akute Phase (0–4 bis 6 Wochen)
Typisch nach den meisten Eingriffen:
Wundheilung und erste Stabilisierung
Schmerzreduktion im Verlauf
kurze Gehstrecken werden früh empfohlen
Sitzen, Bücken und Rotation...
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ANTWORT DES BEHANDLERS / DER BEHANDLERIN:
Die Behandlung chronischer Schmerzen sollte immer individuell an die Ursache, die Schmerzart und die betroffene Körperregion angepasst werden. Neben medikamentösen Therapien gibt es verschiedene nicht-medikamentöse... Mehr
ANTWORT DES BEHANDLERS / DER BEHANDLERIN:
Eine neu wahrgenommene knöcherne Vorwölbung in der Mittellinie der Stirn bei einer jungen Frau ohne Schmerzen oder neurologische Symptome ist in den allermeisten Fällen gutartig. Trotzdem ist eine einmalige... Mehr
ANTWORT DES BEHANDLERS / DER BEHANDLERIN:
Welche Verfahren und Optionen stehen zur Verfügung, wenn man unter starken, chronischen Kopfschmerzen leidet, und wie wird entschieden, ob eine neurochirurgische Intervention notwendig ist?
Guten Tag,
mein Name ist Maike, ich bin 28 Jahre alt und lebe in Niedersachsen.
Ich habe eine Missbildung am unteren Rücken aufgrund eines Tethered cord syndroms. Im April 2008 wurde dort bereits eine OP durchgeführt.
Leider beeinträchtigt mich diese "Blase" am unteren Rücken sehr. Es ist sehr schmerzvoll, wenn ich auf dem Rücken liege und würde gerne wissen, ob man diese im Erwachsenenalter entfernen lassen kann.
Ich bin bereits bei einigen Ärzten gewesen, doch so richtig kennt sich damit nicht jeder aus und ich werde eher dafür bejubelt, da diese das so selten zu Gesicht bekommen.
Auf eine Antwort freue ich mich sehr.
ANTWORT DES BEHANDLERS / DER BEHANDLERIN:
Guten Tag Frau Maike,
um Ihre Frage wirklich fundiert beantworten zu können, wäre es wichtig, noch etwas mehr über Ihre Krankengeschichte zu erfahren. Insbesondere wären folgende Informationen hilfreich:
Welche Operation wurde im Jahr 2008 genau durchgeführt?
Wie ist Ihr aktueller neurologischer Zustand?
Gibt es aktuelle MRT-Aufnahmen der Lendenwirbelsäule bzw. des unteren Rückens?
Wie sieht das sogenannte Liquorkissen bzw. die „Blase“ aktuell im MRT aus?
Gibt es auch aktuelle MRT-Bilder des Gehirns?
Wenn Sie etwas Zeit haben, können Sie mir gerne die vorhandenen Befunde und Bildgebung zusenden. Auf dieser Grundlage kann ich Ihnen deutlich besser einschätzen, ob eine operative Entfernung oder Korrektur im Erwachsenenalter möglich und sinnvoll wäre.
Mit freundlichen Grüßen
Hallo
Wenn ich mein Becken vorbeuge oder mich auf einem Stuhl zurücklehne und dann mein Becken nach vorne kippt führt das zu innerhalb von Sekunden auftretenden Darmkrämpfen mit Nässe am Po. Es stinkt vermutlich nach Galle und passiert wirklich innerhalb von 2 Sekunden von Darm ruhig zu Blubbern und Krämpfen. Diese Krämpfe und vor allem aber die übel stinkende Nässe am Po macht ein normalen Alltag nicht möglich.
Kein rezeptfreies Medikament zur Beruhigung des Darms hat überhaupt irgendeine Veränderung gebracht.
Die Darmkrämpfe werden ja nicht durch etwas im Darm verursacht sondern durch Nerven zwischen Rücken/Becken und Darm.
Mir konnte bis jetzt kein einziger Arzt weiterhelfen. Ich war bei 2 Hausärzten 2 Internisten und 1 Orthopäden. Alles ohne Befund - also Reizdarm.
Dabei gibt es ein direkten Zusammenhang zwischen Beckenstellung und den Symptomen.
Nur welcher Arzt kann mir dabei helfen? Wenn ich wüsste an wen ich mich wenden kann damit es endlich verschwindet wäre ich sehr dankbar.
Bis dahin bleibt mir nur, so wie die letzten 10 Jahre Amitryptilin zu nehmen, weil das die Darmbewegung und die Schmerzen auf ein erträgliches Niveau bringt. Mein Gefühlsleben aber hinter eine Mattscheibe schiebt.
Bildgebende Verfahren wurden auch nach mehrfache Bitte nicht genehmigt.
ANTWORT DES BEHANDLERS / DER BEHANDLERIN:
Ihre Beschwerden sind ungewöhnlich, aber der von Ihnen beschriebene klare Zusammenhang zwischen der Beckenstellung und dem sofortigen Auftreten der Darmkrämpfe spricht tatsächlich dafür, dass möglicherweise eine nervale Reizung oder Kompression beteiligt sein könnte und nicht ausschließlich ein klassischer „Reizdarm“.
Wichtig wären hierzu noch einige ergänzende Informationen:
Bestehen zusätzlich Schmerzen oder Missempfindungen im Genital- oder Dammbereich?
Handelt es sich eher um stechende, brennende oder elektrisierende Schmerzen?
Treten die Beschwerden verstärkt beim Sitzen auf?
Gibt es Veränderungen beim Wasserlassen oder der Kontrolle des Schließmuskels?
Eine mögliche Ursache könnte eine Reizung des Pudendusnervs sein. Dieser Nerv versorgt unter anderem den Dammbereich, Teile des Enddarms sowie den äußeren Afterschließmuskel. Beschwerden durch eine Pudendusneuralgie oder eine mechanische Irritation im Bereich Beckenboden/Sakrum können sich sehr unterschiedlich äußern und werden häufig lange nicht erkannt.
Da Ihre Symptome lageabhängig ausgelöst werden, wäre außerdem auch eine funktionelle Problematik im Bereich des Beckens, des Iliosakralgelenks oder der tiefen Beckenbodenmuskulatur denkbar, wodurch Nervenstrukturen irritiert werden könnten.
Die Diagnostik erfolgt in solchen Fällen häufig über:
eine gezielte neurologische und manualmedizinische Untersuchung,
MRT des Beckens bzw. der lumbosakralen Region,
eventuell spezielle neurographische Untersuchungen,
und diagnostische Nervenblockaden (z. B. Pudendusblockade).
Gerade eine diagnostische Blockade kann hilfreich sein: Wenn sich die Beschwerden nach einer gezielten Betäubung des Nervs deutlich bessern, spricht das für eine Beteiligung des entsprechenden Nervs und hilft bei der weiteren Therapieplanung.
Sinnvolle Ansprechpartner wären daher:
ein spezialisierter Schmerztherapeut,
ein Neurochirurg oder Neurologe mit Erfahrung in Becken-/Pudendusbeschwerden,
eventuell auch ein Beckenbodenzentrum oder eine neuro-urologische/neuro-gastroenterologische Spezialsprechstunde.
Dass Amitriptylin Ihre Beschwerden lindert, passt ebenfalls dazu, dass eine nervale Schmerz- bzw. Reizkomponente beteiligt sein könnte.
Ich hoffe, diese Einschätzung hilft Ihnen etwas weiter und gibt Ihnen eine mögliche Richtung für die weitere Abklärung.
Ich hatte vor 4 Wochen ca einen Krampfanfall nehme seit dem Lamotrigin 100 mg seit 3 Tagen fühle ich mich erschöpft müde kaputt heute hab ich einen Blutdruck von 160/179 Puls 98 gehabt Kreislauf Probleme schwitziges gefefühl was soll ich machen muss ich in die Notaufnahme ?
ANTWORT DES BEHANDLERS / DER BEHANDLERIN:
Ihre Situation sollte ernst genommen werden, vor allem wegen der Kombination aus kürzlich aufgetretenem Krampfanfall, neuer Medikation (Lamotrigin) und aktuell stark erhöhtem Blutdruck sowie Kreislaufbeschwerden.
Lamotrigin kann in den ersten Wochen durchaus Nebenwirkungen verursachen, insbesondere Müdigkeit, Erschöpfung, Schwindel und ein allgemeines Benommenheitsgefühl. Diese Symptome passen zu Ihrer Beschreibung der letzten Tage.
Allerdings erklärt Lamotrigin in der Regel keinen deutlich erhöhten Blutdruck. Deshalb ist der gemessene Wert von 160/179 mmHg (falls korrekt) medizinisch relevant und sollte zeitnah kontrolliert werden. Auch ein Puls von 98 in Kombination mit Schwitzen und Kreislaufproblemen spricht für eine akute Belastung des Kreislaufsystems.
Wichtig ist zunächst, den Blutdruck korrekt zu überprüfen. Dazu sollten Sie sich fünf bis zehn Minuten ruhig hinsetzen, den Arm auf Herzhöhe lagern und dann erneut zwei bis drei Messungen durchführen. Einzelwerte können durch Stress, Anspannung oder Messfehler verfälscht sein.
Wenn die Werte weiterhin deutlich erhöht sind oder Symptome wie Kopfschmerzen, Brustschmerzen, Luftnot, neurologische Ausfälle oder eine deutliche Verschlechterung des Allgemeinzustands auftreten, ist eine sofortige Vorstellung in der Notaufnahme erforderlich. In diesem Fall sollte kein Auto gefahren werden.
Auch ohne diese Alarmzeichen ist aufgrund Ihrer Vorgeschichte (Krampfanfall vor wenigen Wochen) und der aktuellen Symptomkombination eine zeitnahe ärztliche Abklärung am selben Tag sinnvoll, entweder in einer Notaufnahme oder über den ärztlichen Bereitschaftsdienst.
Zusammenfassend: Lamotrigin kann Ihre Müdigkeit erklären, aber die Kreislauf- und Blutdruckwerte sollten nicht allein darauf zurückgeführt werden und müssen zeitnah überprüft werden.
Hallo,
Schmerzen beide Oberschenkel vorne, hinten. Muskulatur? Bein heben, Auto einsteigen, bücken, … Schmerzen ab Knie außen über Außenseite Wade/Schienbein bis Fußgelenk. Schienbein Schmerz gefühlt, als wenn ich Schlag bekommen hätte. Ganz schlimm Nachts Wade, Schienbein. Ziehen, Druck. Schlaflose Nächte ständig wach. Finde KEINE Schlafposition, die lindert…auch Abends auf Sofa am besten sitzen!!!!! MRT Knie Bericht: Plica, Bakerzyste, Echondrom. Orthopäde: Spritze in Knie, half aber nicht. Überweisung an anderen Orthopäde: findet laut MRT Bildaufnahmen nichts! Gefässchirurg: findet nichts. Neurologe: findet starken Eisenmangel ( Therapie Tabletten) und Borreliose ( wird nicht behandelt, Wert konstant) KEIN Restless Legs, keine Polyneuropathie!!!! Neurochirurg: findet jetzt lt. MRT Aufnahmen LWS, BWS, HWS nichts was auf mein Problem schließen lässt! (Lt. Bericht medialer Bandsch.vorfall C3/4, Medion laterale B.vorfall Th 7/8 sowie Th8/9. Disci Signalverlust T2Sequenz, C3/4 wölbt Discus 4mm nach außen,…
Hatte schon Bandscheibenvorfall vor ca. 20 Jahren, ohne OP. Prolaps LWS 4/5. Spinalkanalstenose habe ich auch HWS, vor ca. 10 Jahren diagnostiziert. Was verursacht meine Schmerzen in den Beinen? Welchen Facharzt sollte ich aufsuchen?
Danke für ihr Interesse und würde mich sehr über Hilfestellung freuen, bin weiblich und 56 Jahre alt, rauchenicht, trinke nicht und bin sportlich, kein Übergewicht. Falls das für die Einschätzung hilfreich ist.
ANTWORT DES BEHANDLERS / DER BEHANDLERIN:
Ihre Beschwerden wirken sehr komplex und könnten tatsächlich mehrere Ursachen gleichzeitig haben. In Ihren MRT-Befunden zeigen sich an verschiedenen Abschnitten der Wirbelsäule degenerative Veränderungen sowie kleinere Bandscheibenvorfälle und Protrusionen. Auch wenn einzelne Befunde für sich genommen möglicherweise nicht „dramatisch“ erscheinen, kann die Summe dieser Veränderungen ein chronisches Schmerzsyndrom verursachen.
Besonders die von Ihnen beschriebenen Beschwerden in den Beinen – Schmerzen an Vorder- und Rückseite der Oberschenkel, Ausstrahlung über die Außenseite des Unterschenkels bis zum Fußgelenk, nächtliche Schmerzen mit Ziehen und Druckgefühl – sprechen für eine mögliche Reizung mehrerer Nervenwurzeln, insbesondere im Bereich L3/L4/L5 sowie S1. Zusätzlich sollte die bekannte Spinalkanalstenose der Halswirbelsäule nochmals genau beurteilt werden, insbesondere wie ausgeprägt die Einengung ist und auf welcher Höhe sie sich befindet. In manchen Fällen können auch Veränderungen im Bereich der Halswirbelsäule Beschwerden in den Beinen mitverursachen.
Wenn Schmerzen über längere Zeit bestehen, kann sich außerdem ein chronisches Schmerzgedächtnis entwickeln. Dabei verarbeitet das Nervensystem Schmerzreize dauerhaft verstärkt, wodurch die Beschwerden oft intensiver und schwerer behandelbar werden.
Eine rein orthopädische Ursache am Knie scheint nach Ihren bisherigen Untersuchungen eher weniger wahrscheinlich, auch wenn Befunde wie Bakerzyste oder Plica zusätzlich Beschwerden verstärken können.
In solchen Fällen kann eine multimodale Behandlung sinnvoll sein. Gute Erfahrungen gibt es teilweise mit regenerativen Verfahren wie ACP-/PRP-Therien (autologes Plasma mit Wachstumsfaktoren), insbesondere bei degenerativen Veränderungen der Gelenke, kleinen Bandscheibenprotrusionen sowie chronischen Reizzuständen von Nervenwurzeln und Weichteilen. Ziel ist dabei, Entzündungen zu reduzieren und die Geweberegeneration zu unterstützen.
Wichtig wäre aus meiner Sicht:
eine sehr genaue Beurteilung der Spinalkanalstenose der Halswirbelsäule,
eine neurologische Verlaufskontrolle,
eventuell eine spezialisierte schmerzmedizinische Vorstellung,
sowie die Beurteilung der gesamten Wirbelsäule nicht nur anhand des MRT-Berichts, sondern direkt anhand der Bilder.
Hilfreich wäre insbesondere eine MRT-Aufnahme der Halswirbelsäule, auf der man die Enge des Spinalkanals besser beurteilen kann.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Einschätzung etwas weiterhelfen und wünsche Ihnen alles Gute sowie baldige Linderung Ihrer Beschwerden.
Hallo,
ich habe bereits 2 LWS-Ops (L5S1 - 6/24 + 10/24) hinter mir. Seit der zweiten OP habe ich dauerhaft Probleme. Kann nicht lange sitzen, nicht lange stehen, nicht lange laufen. Nach langem Liegen habe ich ebenfalls Schmerzen. Habe schon mehrere Physiotherapien, Reha, 3 x Spritzen, Heilpraktiker und diverse Neurochirurgen-Besuche hinter mir. Mein letztes MRT von 10/25 zeigt weiterhin, dass nach wie vor ein BSV in dem Bereich aktiv ist (man sieht zwischen den Wirbeln vorne und hinten Bandscheibenmasse, die rausdrückt).
Ich bin massiv verzweifelt und hoffnungslos und habe Angst, dass nochmal operiert und eine Versteifung gesetzt werden muss (wovon mir mein aktueller Physio abrät).
Im Internet stößst man immer wieder auf (dubiose?) Werbeangebote verschiedener Geräte, die Heilung versprechen (z.B. Dekompressionsgeräte, die wärmen und die Muskeln aktivieren oder auch sog. Shaktimatten).
Wer/was oder wie kann mir noch geholfen werden?
Vielen Dank vorab für die Hilfen.
ANTWORT DES BEHANDLERS / DER BEHANDLERIN:
Diese Fälle sind oft schwierig zu behandeln, insbesondere weil sich nach Operationen Narbengewebe bilden kann, das an den Nervenstrukturen zieht oder diese komprimiert. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die verminderte Höhe der Bandscheibe. Diese kann sowohl durch den Bandscheibenvorfall selbst als auch durch die Operation entstehen, da bei der Entfernung von Bandscheiben- und Hernienmaterial häufig zusätzliches Gewebe verloren geht. Dadurch können sich die Neuroforamina – also die knöchernen Austrittskanäle der Nervenwurzeln – verengen, was wiederum zu einer Reizung oder Kompression der Nerven und damit zu anhaltenden Schmerzen führen kann.
In vielen Fällen kann eine gezielte Infiltration mit Cortison helfen, die Entzündung und Reizung zunächst zu reduzieren. Anschließend kann eine regenerative Therapie mit autologem Plasma (PRP) und Wachstumsfaktoren sinnvoll sein, um die Heilung des Gewebes zu unterstützen. Diese Verfahren können bei vielen Patienten Schmerzen lindern und neurologische Beschwerden verbessern.
Wichtig ist jedoch immer eine individuelle Beurteilung anhand der aktuellen Beschwerden, der klinischen Untersuchung und der MRT-Bilder. Nicht jede erneute Operation oder Versteifung ist zwangsläufig notwendig. Oft lohnt sich zunächst ein umfassender konservativer und regenerativer Therapieansatz.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Erklärung etwas weiterhelfen und wünsche Ihnen gute Besserung.
Verfasser
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Ja, mit einem Body-Mass-Index von 24 ist das ein normales Gewicht. Eine Waage weiß…