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Nagelpilz: Vorsicht, ansteckend!

Dr. Krekel

von
verfasst am

© WavebreakmediaMicro  fotolia© WavebreakmediaMicro fotoliaIm Sommer barfuß am Strand laufen oder neue Sandalen tragen - für Nagelpilzgeplagte ist das alles andere als selbstverständlich. Doch eine Nagelpilzinfektion ist weit mehr als ein kosmetisches Problem - denn unbehandelt drohen Schmerzen, Ansteckungsgefahr und die Anfälligkeit für weitere Krankheiten.

Nagelpilz ist ein verbreitetes Problem. Liegt eine Nagelpilzinfektion vor, spricht der Mediziner von „Onychomykose“. Das ist der Fall, wenn kleine Faden-, Hefe- oder Schimmelpilze sich in den Nägeln einnisten, um sich vom in den Nägeln enthaltenen Keratin zu ernähren. Und weil sie es gerne feucht und warm haben, sind Fußnägel eher betroffen als Fingernägel. Erkranken kann grundsätzlich jeder, ein erhöhtes Risiko tragen allerdings ältere Menschen, bei denen die Durchblutung beeinträchtigt ist oder Diabetiker. Auch Sportler gehören zum gefährdeten Personenkreis - denn die Infektion wird zumeist dort übertragen, wo viele Menschen barfuß laufen: in Schwimmbädern, Umkleidekabinen, Duschen, Saunen oder Fitness-Studios.

Einmal angesteckt, passiert im Nagel Folgendes: In der Regel nimmt die Erkrankung vom vorderen Nagelrand aus ihren Lauf. Von dort breiten sich die Pilzsporen über die gesamte Nagelplatte aus, lösen das Keratin auf und verändern die Struktur des Nagels. Sichtbar wird das in Form von weißlich-gelblichen Stellen, den luftgefüllten Hohlräumen. Kommt es ganz schlimm oder lässt man den Nagelpilz unbehandelt, werden die Nägel rau, brüchig oder lösen sich sogar vom Nagelbett ab. Das kann schmerzen und sieht alles andere als schön aus - ein Fall für den Hautarzt. Dieser legt bei den Betroffenen eine Nagelprobe an, um den spezifischen Erreger zu erkennen und stimmt die Therapie individuell darauf ab. Dank eines neuen Lasers können diese oft langwierigen Behandlungen jetzt aber auch deutlich vereinfacht werden.

Pilzsporen lieben vielleicht die Wärme - aber nur bis zu einem gewissen Grad. Und hier kommt der Laser ins Spiel. Denn: Die durch das Licht erzeugte Wärme unter- und innerhalb des Nagels schädigt die unerwünschte Pilzkolonie, die dadurch am Weiterwachsen gehindert wird. Für den Patienten verläuft das Ganze absolut schmerzfrei, eine Betäubung ist deshalb nicht notwendig. Und schnell geht es auch - denn eine Behandlung dauert nur wenige Minuten. Wie oft gelasert werden muss, hängt vom Grad des Befalls ab, oft sind aber zwei bis drei Sitzungen ausreichend. Das Verfahren hat nur Vorteile: Es ist schnell, sicher, schmerzfrei, hat keine Nebenwirkungen und man kann danach sowohl Nagellack auftragen als auch Schuhe und Socken anziehen. Da Nägel generell sehr langsam wachsen, ist das Resultat allerdings erst nach einigen Wochen sichtbar - aber das lohnt sich.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (2)


30.10.2013 - 12:04 Uhr

habe selbst seit lägerem fuß-nagelpilz - wäre...

von edeltraud

... dankbar, wenn sie mir für meine pilzkolonie erfahrenen mediziner in nürnberg nennen können, um mich davon zu befreien und gesundheitlich wieder wohler zu fühlen. vielen dank im voraus E.

26.10.2013 - 15:49 Uhr

Zur unterstützenden Behandlung gegen Nagelpilz...

von Hannah

... kann ich Zedernasohlen aus Zedernholz empfehlen. Die halten die Füße trocken, so dass den Bakterien der Nährboden entzogen wird und sich keine neuen Pilze mehr ansammeln können. Bei mir hat es in Kombination mit einem bestimmten Nagellack super geholfen.


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