Wie Du Dir einen Vollbart wachsen lassen kannst: Tipps & Pflege

Worauf sollte man achten, wenn man sich einen Vollbart wachsen lassen möchte? (© Heisenbeard)

Natürlich sind Geschmäcker verschieden, aber wenn Ihr uns fragt, ist der Vollbart die absolute Königsdisziplin unter den Gesichtsbehaarungen. Von zahllosen Männern auf der ganzen Welt wird sie immer wieder hoffnungsvoll in Angriff genommen. Einige scheitern schon früh, andere geben auf halbem Weg auf – entmutigt von der Geduld und Hingabe, die ein echtes Prachtexemplar erfordert.

Nur wer die richtigen Voraussetzungen, Zeit und ein Händchen für Pflege mitbringt, wird am Ende wirklich belohnt. Ein paar Tipps gibt’s schon jetzt! Wir verraten Dir, auf welche Weise Dein Bart schneller wachsen kann und dennoch jederzeit gepflegt aussieht.

Wie Du eine Person erkennen kannst, die noch nie einen attraktiven Vollbart getragen hat? Sie erklärt Dir, dass Du Deinen Bart „einfach wachsen lassen“ musst. Während dieser Tipp zumindest in der Anfangsphase eine gewisse Daseinsberechtigung hat, vereinfacht er den Prozess ungemein. Außerdem möchtest Du die Vorzüge eines gepflegten Vollbartes genießen, statt wochenlang einem Höhlenmenschen zu ähneln, oder?

Das Anfangsstadium

In der Tat sollte Dein erster Schritt jedoch sein, den Rasierer außer Reichweite zu verstecken. Ein simpel klingender Startpunkt, der Dich in der Praxis unter Umständen Überwindung kostet. Bist Du bisher konsequent glatt durchs Leben gegangen? Dann könnten pieksende Stoppel, erste erkennbare Lücken und ein ungewohnt / ungewollt 'rougher' Look erste Stolpersteine darstellen. Nicht wankelmütig werden! Du hast Dich entschlossen, Deinen Bart wachsen zu lassen – stehe nun zu Deiner Entscheidung. Sie ist gut.

Sogar wenn's zwischendurch juckt. Verminderte Feuchtigkeitszufuhr führt in manchen Fällen zu merklich trockener Haut und einem erhöhten Juckreiz. Glücklicherweise ist die weite Welt der Bartwuchsmittel nicht um den passenden Begleiter für diese Nebenbegleitung verlegen.

Mit speziellen Bartölen kannst Du Deinen Bart täglich bis zu zweimal behandeln, um den Kratzbedarf auf ein Minimum zu beschränken. Wachstumsfördernde Zusätze gibt’s je nach Produkt obendrauf. Und apropos Pflege...

Spezielle Bartshampoos eignen sich ideal, um den Bart schonend sauber zu halten. (© Heisenbeard)
Wer wachsen will, muss regelmäßig waschen

Etwa ein Monat ist inzwischen vergangen, seit Dein haariges Projekt an den Start gegangen ist. Dein männliches Accessoire geht inzwischen klar über einen 3-Tage-Bart hinaus. Gleichzeitig ist es allerdings auch noch mindestens einen Zentimeter oder zwei vom klassischen Vollbart entfernt.

Undichte Stellen und kleinere Lücken, die Dich am Anfang verunsichert haben, sollten durch natürliches Wachstum schon weit weniger ins Auge fallen. Und selbst wenn er Dir auch im aktuellen Stadium noch mehr Frust als Freude bereiten sollte. Lass Deinen Bart gerade jetzt nicht im Stich.

So wie eine lange Haarpracht auf dem Kopf gesäubert, gekämmt und früher oder später in Form gebracht werden muss, will auch der wirklich gepflegte Bart aufmerksam umsorgt werden. Die Methoden ähneln sich dabei ebenfalls. Zu Beginn kannst Du es ruhigen Gewissens darauf ankommen lassen, Deinen Bart etwa bei jeder zweiten Dusche gezielt mit Deinem üblichen Shampoo (nicht Duschgel) zu reinigen.

Trocknet Deine Haut dadurch stärker als üblich aus? Dann ist der Griff zum speziellen Bartshampoo ratsam. Hier empfiehlt sich das Bartshampoo von HBG. Es greift die Talgschicht der Haut weit weniger an und verleiht Deinem Work in Progress je nach Produkt außerdem eine angenehme Duftnote. Genau wie 'ganz oben' kommen Conditioner übrigens auch beim Bartwuchs durchaus zum Einsatz, um dem Haar zusätzliche Geschmeidigkeit zu spendieren.

Ein weiteres, vom Haupthaar vertrautes Hilfsmittel ist die Bartbürste. Beim täglichen Gebrauch – gern in Kombination mit Bartserum – kannst Du eventuelle Wirren lösen, Lücken kaschieren oder die Durchblutung Deiner Haut anregen. Und zufriedene Haut bietet bekanntlich dankbaren Nährboden für die Follikel, aus denen letztlich Deine begehrten Haare wachsen sollen!

Bartserum und weitere Pflegeprodukte unterstützen das Wachstum des Bartes. (© Heisenbeard)
Zwei Schritte vorwärts, einer zurück?

Der Bart wächst und wächst. Wie schnell der Prozess im Detail vorangeht, hängt ganz entscheidend von individuellen Faktoren ab. Aber spätestens im zweiten Monat empfiehlt es sich in der Regel, den Rasierer zu entstauben. Zumindest, wenn Du Deinen Kiefer vorteilhaft betonen und ein wenig kantiger wirken lassen möchtest!

Lässt Du den Bart einfach weiter wachsen, ganz ohne Hand anzulegen, läufst Du Gefahr, im Gesicht wie ein zusammengerollter Igel auszusehen. Suboptimal, nicht wahr? Deshalb solltest Du Deinem Bart zu ein wenig Ordnung verhelfen, indem Du ihn vorsichtig trimmst. Aus schmerzhafter Erfahrung sei Dir gesagt, dass „vorsichtig“ hierbei kaum genug betont werden kann. Gerade Anfänger unterschätzen gern, welche fatalen Auswirkungen ein einziger übereifriger Handgriff mit dem Rasierer haben kann.

Insofern sollte es Dein erklärtes Ziel sein, Deinen munter wachsenden Bart lediglich von kleinen Ungleichmäßigkeiten zu befreien und Konturen nachzuziehen. Üblicherweise werden Barthaare speziell im Halsbereich etwas 'wuchernder' in Erscheinung treten und die Festigkeit Deiner restlichen Barthaare vermissen lassen. Besser, dass Du Dich von ihnen trennst! Gehe auch hier mit Bedacht vor, um die Kontur nicht zu hoch anzusetzen.

Wiederhole diesen Vorgang je nach Bedarf etwa einmal wöchentlich, um den Bart in gewünschte Bahnen zu lenken und zu keinem Zeitpunkt ungepflegt zu erscheinen. Am Ende des Tages solltest Du das gelegentliche Nachbessern also eher als weiteren Fuß in die richtige Richtung und weniger als Rückschritt wahrnehmen!

Was darf's denn sein?

Mehr als vier Monate sind ins Land gezogen, seit Du Dich für einen Vollbart entschieden hast. Dein Barthaar ist lang genug, um undichte Stillen mühelos ungesehen zu machen. Es wird regelmäßig gepflegt, ist in einer gesunden Hautschicht zuhause und freut sich, Dir zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten zu eröffnen. Ob Du sie nutzt oder nicht, sei ganz Dir überlassen – eine kleine Optionsübersicht wollen wir Dir zum Abschied dennoch auf den Weg geben.

Während der klassische Vollbart wie erwähnt vor allem für einen etwas kantigeren Gesamteindruck sorgt, kannst Du schon mit kleinen Maßnahmen große Veränderung herbeiführen. Darf's zwischendurch doch ein wenig abgerundeter sein? Der Garibaldi, benannt nach einem italienischen Freiheitskämpfer, ist einen Blick wert.

Dass der Teufel im Detail steckt, beweist der Ducktail mit seiner beinahe dreieckigen Form. Die eigentlich eher altmodische Schifferkrause hingegen ist vor allem dank UFC-Ikone Khabib Nurmagomedov beliebter denn je. Oder tendierst Du zu einer ausgefallenen Variante im Stile wilder Wikinger; vielleicht sogar samt Zopf? Wir wünschen Dir in jedem Fall viel Vergnügen beim Test am lebenden Objekt!

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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