Brennnesselwurzel als Heilpflanze: Wirkung und Zubereitung des Tees

Brennnesseln werden z.B. bei Nierenproblemen eingesetzt. (© photo 5000 fotolia)

Brennnesseln sollen bei Entzündungen helfen. Mehr über Wirkung, Anwendung und Zubereitung erfahren Sie in diesem Artikel.

Wirkungen & Anwendungsgebiete

Sie wird seit dem 1. Jahrhundert arzneilich erwähnt. Früher wurde Brennnessel unter anderem bei Nasenbluten eingesetzt, Hundebissen, Geschwüren sowie Lungen- und Brustfellentzündungen. Manche peitschten ihre rheumatischen oder gelähmten Glieder mit frischen Brennnesselblättern. Die Römer schlugen sich mit Brennnesseln, um die Blutzirkulation anzuregen und sich warm zu halten.

Heute hat sich der aus Brennnnesselkraut zubereitete Tee zur Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Behandlung von Nierengrieß bewährt.

Zubereitungen aus Brennnesselwurzel erhöhen die Menge bei der Blasenentleerung (erhöhen das Miktionsvolumen), stärken den Harnfluss und verringern die Restharnmenge. Brennnesselwurzel und der daraus zubereitete Tee werden deshalb traditionell verwendet bei Schmerzen beim Wasserlassen und BPH (gutartiger Prostata-Vergrößerung = benigner Prostata-Hyperplasie).

Zubereitung und Anwendung

Sie brauchen:

  • 1,5 g Brennnnesselwurzel
  • ¼ Liter kaltes Wasser

Übergießen Sie die Wurzeln mit Wasser und erhitzen Sie dieses bis es kocht. Lassen Sie es eine Minute kochen, dann 10 Minuten zugedeckt stehen und seihen Sie anschließend den Satz ab.

Tagesdosis: Tee aus 4 bis 6 g Brennnesselwurzel


Wichtiger Hinweis:

Auch Hausmittel können Nebenwirkungen haben und sind nicht generell für jeden geeignet. So können Zubereitungen aus Brennnesselwurzel zum Beispiel gelegentlich leichte Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Sprechen Sie deshalb vor der Anwendung mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

 

Die Brennnessel wächst in den gemäßigten Zonen der nördlichen Breitengrade

Sie kommt darüber hinaus auch in Südafrika, den Anden und Australien vor.

Die Große Brennnessel kann bis zu 1,50 m groß werden, die Kleine Brennnessel schafft maximal 45 cm.

Arzneilich werden die Blätter, das Kraut und die Wurzeln verwendet, früher auch die Samen. Die arzneilich verwendeten Brennnessel-Arten sind die Große Brennnessel, botanisch Urtica dioica L., und die Kleine Brennnessel, botanisch Urticaurens L.

Sie werden vom Volksmund auch bezeichnet als: Donnernessel, Hanfnessel, Nessel, Saunessel und Senznettel.

Brennnesselblätter und -kraut enthalten Mineralsalze

darunter vor allem Kalzium- und Kaliumsalze sowie Kieselsäure. Die Bennesselwurzeln enthalten dagegen Phytosterine (z.B. Sitosterin) und Cumarine (z.B. Scopoletin).

 


Literaturquellen
Weitere Quellen


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Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (2)

Gertrud L., 30.04.2020 - 23:21 Uhr

Kann man aus Brennessel eventuell einen Likör oder Schnaps machen? im voraus vielen Dank

Hermann R., 24.08.2019 - 15:06 Uhr

Brennesselwurzeln frisch und oder getrocknet verwenden? Vor dem Essen nach oder egal wann trinken? Tagesration (4 Tasse) auf einmal oder jedesmal frisch zubereiten?

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