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Training - Dusche - Ende! Hört das Training mit dem Duschen auf?

Leonie Awad

von
verfasst am 18.04.2010

Früh aufstehen, Frühstücken, alles muss schnell gehen. Ab in die Arbeit, Mittagessen vor dem PC oder in der Kantine. Weiter arbeiten. Am Abend das Training irgendwie dazwischen schieben, um wieder Kraft zu tanken. Keine Zeit für eine Verschnaufpause, Dehnung oder Wellness. Nur schnell Duschen und weiter. Doch der Körper soll langsam wieder zu Ruhe kommen.

In der Erholung liegt die Kraft!
Das Training beginnt mit dem Duschen erst so richtig! Trainingswissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass die Regeneration und Rekreation nach dem Training denselben Stellenwert hat, wie das Training selbst.

Superkompensation
Während einer körperlichen Aktivität findet eine Ermüdung des Körpers statt und die Leistungsfähigkeit nimmt ab. Nach dem Training beginnt der Körper mit seinen natürlichen "Reparaturarbeiten" und die Leistungsfähigkeit steigt langsam wieder auf das Ausgangsniveau an. Unter Regeneration des Körpers versteht man unter anderem den Abbau von Milchsäure oder die Regeneration von Binde- und Stützgewebe (Vgl.: Desphegel-Schöne).

Hat das Training das richtige Ausmaß, kann der Körper in der Erholungsphase so viel neue Substanz aufbauen, dass die Leistungsfähigkeit dann höher ist als vor der Trainingseinheit. Diesen Effekt nennt man Superkompensation.

Cooling Down
Regeneration ist ein fester Bestandteil des Trainings. Je bewusster die Rekreation gestaltet wird, desto höher auch die Superkompensation. Wie aber kann man diese Phase bewusst gestalten? Sportmediziner unterscheiden hierbei zwischen pädagogischen, biologischen und psychologischen Maßnahmen zur optimalen Regeneration. Die bedeutendste Maßnahme biologischer Natur ist das Cooling Down ("Körper langsam herunter kühlen"). Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, das 20 Minuten Cool Down (circa 15% der Trainingszeit = Cool Down Zeit) die Wiederherstellungszeit um einige Stunden verkürzt.

Als Psychologische und pädagogische Maßnahmen werden das bewusste Beobachten der Veränderung des Organismus (Verringerung des Muskeltonus), Entspannungsduschen, Sauna, Wärme - und Kältebehandlungen, Massagen, Physiotherapie, ausgewogene Ernährung, autogenes Training, und ausreichend Schlaf bezeichnet. (Vgl.: Hemmings)

Mein Tipp:
Zu einem ausgewogenen Training gehören Pausen – während den Sätzen und zwischen den Trainingseinheiten. Darüber hinaus sollten die Trainingsreize sinnvoll über die Trainingswoche verteilt werden. Ein Cool Down nach dem Training sowie ergänzende Maßnahmen wie Wechselduschen, Sauna oder Massagen sind wahre Energie-Spender und wichtig, um eine Superkompensation zu erreichen.

Darauf sollte geachtet werden:

    • Versäumtes Training während der Woche nicht mit übermäßigem Training am Wochenende kompensieren (Übertraining)
    • Nach dem Training unbedingt ein Cool Down und eine bewusste Erholungsphase einlegen

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