
Das Blutbild, auch rotes Blutbild genannt, ist die häufigste Blutuntersuchung überhaupt. Bei einer Vielzahl von Erkrankungen können Veränderungen des Blutbildes auftreten, weshalb das Ergebnis dieser Untersuchung im Zusammenhang mit weiteren körperlichen Beschwerden und Untersuchungsergebnissen interpretiert werden muss.
Man unterscheidet ein 'kleines' und ein 'großes' Blutbild.
Zu einem 'kleinen' Blutbild gehören:
Hämoglobin (= roter Blutfarbstoff). Er ist für die Bindung von Sauerstoff in den roten Blutkörperchen verantwortlich.
Normalwerte:
- Männer: 13,5-17 g/dl
- Frauen: 12-16 g/dl
Für weitere Informationen siehe unter Hämoglobin.
Hämatokrit, bezeichnet den Anteil von Blutzellen am Gesamtblut.
Normalwerte:
- Männer: 40-52%
- Frauen: 37-48%
Für weitere Informationen siehe unter Hämatokrit.
Erythrozytenzahl (= Anzahl der roten Blutkörperchen pro µl Blut)
Normalwerte:
- Männer: 4,3-5,7 Millionen/µl Blut
- Frauen: 3,9-5,3 Millionen/µl Blut
Für weitere Informationen siehe unter Erythrozyten.
Leukozytenzahl (= Anzahl der weißen Blutkörperchen pro µl Blut)
Normalwerte:
- 2-3jährige: 6.000-17.000/µl Blut
- 4-12jährige: 5.000-13.000/µl Blut
- Erwachsene: 3.800-10.500/µl Blut
Für weitere Informationen siehe unter Leukozyten
Thrombozytenzahl (Anzahl der Blutplättchen pro µl Blut)
Normwerte:
140.000-345.000/µl Blut
Für weitere Informationen siehe unter Thrombozyten
MCH (= mean corpuscular hemoglobin, bedeutet durchschnittlicher Hämoglobingehalt des roten Blutkörperchens)
Normalwerte:
28-34 pg (pg bedeutet pico-Gramm, d. h. 0,000 000 000 001 Gramm)
Für weitere Informationen siehe unter MCH
MCV (= mean corpuscular volume, bedeutet durchschnittliches Volumen des roten Blutkörperchens)
Normalwerte:
85-98 fl (fl bedeutet femto-Liter, d. h. 0,000 000 000 000 001 Liter)
Für weitere Informationen siehe unter MCV
MCHC (= mean corpuscular hemoglobin concentration, bedeutet durchschnittliche Hämoglobinkonzentration der roten Blutkörperchen)
Normalwerte:
31-37 g/dl (dl bedeutet dezi-Liter, also 0,1 Liter)
Zu einem 'großen' Blutbild gehört
neben den schon beim kleinen Blutbild genannten Faktoren noch ein so genanntes Differentialblutbild. Im Differentialblutbild werden die weißen Blutkörperchen weiter in ihre Untergruppen unterteilt, wodurch sich Rückschlüsse ziehen lassen z.B. auf den Erreger oder das Stadium eines Entzündungsgeschehens.
Für weitere Informationen siehe unter Differentialblutbild.
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