Artikel 29/06/2014

Ernährungsmythen: Wahr oder falsch?

Team jameda
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Erhöhen Eier den Cholesterinspiegel? Darf man Spinat wieder aufwärmen? Machen Ananas und Weißkohl besonders schlank? In diesem Gesundheitstipp geht die jameda Gesundheitsredaktion einigen Ernährungsmythen auf den Grund.

Erhöhen Eier den Cholesterinspiegel?
Cholesterin ist ein lebenswichtiger Baustein für den Körper, der zu 90 % vom Körper selbst hergestellt und zu 10 % über die Nahrung aufgenommen wird. Die Nahrungsaufnahme hat also einen eher geringen Einfluss auf den Cholesterinspiegel im Körper. Zwar enthält ein Ei relativ viel Cholesterin, etwa 200 bis 300 mg je nach Gewichtsklasse, doch schränkt das im Eidotter enthaltene Lecithin die Verwertbarkeit des Cholesterins für den Körper ein. Da Eier hochwertige Aminosäuren, die Vitamine A, B und E sowie Eisen liefern, sind sie ein wertvolles Lebensmittel, auf das man aus Furcht vor zu viel Cholesterin nicht verzichten sollte.

Was versteckt sich hinter Begriffen wie „zuckerfrei“ und „ohne Zuckerzusatz“?
Unter dem Begriff „Zucker“ versteht man im Alltag schnell verwertbare Kohlenhydrate, die süß schmecken und im Übermaß zu Übergewicht, Diabetes und Karies führen können. Wer auf seinen Zuckerkonsum achten möchte, sollte genau hinsehen: Schnell verwertbare Kohlenhydrate verbergen sich auf der Zutatenliste von Lebensmitteln auch unter anderen Namen wie Fruktose (Fruchtzucker), Glukose (Traubenzucker, Dextrose), Maltose (Malzzucker), Stärkesirup, Maltodextrin, Invertzucker, Fruchtsüße. Auch bei Werbeaussagen wie „zuckerfrei“ oder „ohne Zuckerzusatz“ muss einem klar sein, dass selbst ein als zuckerfrei beworbenes Lebensmittel bis zu 0,5 % Zucker enthalten darf. „Ohne Zuckerzusatz“ bedeutet, dass zwar keine Zuckerarten künstlich zugesetzt sind, dass das Lebensmittel jedoch von Natur aus reichlich Zucker enthalten kann.

Entsteht Karies nur durch süße Speisen?
Auch Lebensmittel, die nicht süß schmecken, können Karies begünstigen. Besonders schlecht für die Zähne sind Nahrungsmittel, die viel Stärke enthalten und lange am Zahn und in den Zwischenräumen haften. Dazu gehören neben klebrigen Schokoriegeln oder Karamell auch herzhafte Speisen wie Backwaren aus Weißmehl oder Kartoffelchips. Kariesbakterien ernähren sich von Stärke und setzen dabei Säure frei, die den Zahnschmelz angreift und Karies entstehen lässt.

Darf man Spinat, Fisch und Pilze wieder aufwärmen?
Ja, aber nur nach korrekter Lagerung. Bleiben Essensreste ungekühlt stehen, wachsen Bakterien und Pilze heran, die Übelkeit und Erbrechen auslösen können. In nitrathaltigen Gemüsesorten wie Mangold oder Spinat wandeln Bakterien Nitrat zu Nitrit um, woraus dann bei Erwärmung das krebserregende Nitrosamin entsteht. Dies lässt sich vermeiden, indem man übrig gebliebene Speisen nach dem Abkühlen sofort in den Kühlschrank stellt und so ein Keimwachstum verhindert.

Gibt es Lebensmittel, die negative Kalorien liefern?
Einige Gemüse- und Obstsorten wie Ananas, Sellerie und Weißkohl haben den Ruf, „negative Kalorien“ zuzuführen. Sie sollen durch ihre Verdauung mehr Kalorien verbrauchen als sie dem Körper zuführen. Dies ist ein Märchen! Obst und Gemüse können jedoch eine ausgewogene und kalorienreduzierte Ernährung unterstützen.

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