
Besonders die Fälle mit abgewanderten Zähnen aufgrund von unbehandelten Fehlstellungen in der Jugend, aber auch bei sogenannter Wanderungsparodontose kann man in relativ kurzer Zeit beeindruckende Ergebnisse erreichen.
Nach vielen Jahren Erwachsenentherapie mit Außenbögen führte uns ein Kurs in der 2D-Technik in diese neue Welt ein und die eigene Schwester mit 56 Jahren musste als erstes Opfer herhalten.
Um es kurz zu machen: Innerhalb der ersten sechs Wochen wurde bei ihr ein extremer Engstand mit völlig verschachtelt stehenden Zähnen so verbessert, dass sich die erwartete Behandlungszeit voraussichtlich mehr als halbieren wird.
Trotzdem soll nicht verschwiegen werden, dass sie am Anfang sehr litt. Vor allem die vorstehenden Haken führten zu einer wunden Zunge. Erst als sie lernte, wie man diese Stellen mit Wachs effektiv abdeckt, wurde alles leichter.
Neueste Studien zeigen, dass ein weiterer großer Vorteil darin liegt, dass der Schmelz an der Innenseite der Zähne wesentlich härter ist. Dadurch ist die Klebung der Brackets (Schlösser) effektiver. Außerdem gibt es trotz Belagbildung daneben - wegen der schwierigen Reinigung - viel weniger Karies und Entkalkungsflecken als bei den Außenseiten.
Aus diesem Grund wird auch bei Jugendlichen immer häufiger diese Methode gewählt. Technisch ist diese Methode für den behandelnden Zahnarzt aber deutlich schwieriger.


