
Durchschnittlich fallen jedem Mann und jeder Frau zwischen 70 und 100 Kopfhaare pro Tag aus. Da ausgefallene Haare normalerweise durch die Haarwurzeln ständig wieder ersetzt werden, ist ein Haarausfall nicht sichtbar. Erst wenn dieses Gleichgewicht gestört ist, stellen sich lichter werdende Bereiche in der Kopfbehaarung ein. Haarausfall kann sowohl bei Männern als auch bei Frauen auftreten.
Die Ursachen von Haarausfall
Der androgenetische Haarausfall (androgenetische Alopezie) ist die häufigste Ursache von Haarausfall. Diese Form des Haarausfalls ist meist erblich bedingt oder wird durch hormonelles Ungleichgewicht, Nährstoffmangel oder Erkrankungen hervorgerufen.
Die Wachstumsphase der Haare ist bei ausreichender Anzahl an Haarfollikeln verkürzt, so dass das Haar kaum noch sichtbar hervortritt. 80% der Männer und 50% der Frauen sind von androgenetischem Haarausfall betroffen, teilweise mit Beginn bereits im Jugendalter. Während bei Männern zuerst Geheimratsecken und im weiteren Verlauf eine sichtbare Lichtung am Ober- und Hinterkopf entsteht, setzt diese Form des Haarausfalls bei Frauen im Bereich des Mittelscheitels ein.
Welche Haarausfallerkankungen gibt es?
Die häufigste entzündliche Haarausfallerkrankung stellt die Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall) dar. Dieser Form des Haarausfalls liegt eine seltene Autoimmunerkrankung zugrunde. Hier treten am behaarten Kopf eine oder mehrere kreisrunde kahle Stellen auf.
Die meisten Betroffenen, die sich in meiner Praxis vorstellen, haben bereits viele verschiedene Behandlungen, teilweise auch mit starken Nebenwirkungen, hinter sich.
Natürliche Behandlungsmöglichkeiten
Zur Therapie beider Haarausfallformen haben sich Behandlungen mit plättchenreichem Plasma (PRP) bewährt. Bei dieser biologisch natürlichen Behandlungsform werden nur einige wenige Milliliter Blut entnommen und in der Zentrifuge aufbereitet, um die körpereigenen Plättchen auf eine geringe Menge an Plasma zu konzentrieren. Dieses biologische Konzentrat wird dann mit Hilfe einer feinen Nadel in die Kopfhaut injiziert.
Die Reichhaltigkeit an Wachstumsfaktoren im gewonnenen Plasma und auch der Stimulationsprozess der körpereigenen mesenchymalen Stammzellen durch das BioNeedling ermöglichen eine vollkommen natürliche und erstaunlich effektive Haarausfallbehandlung. Das körpereigene Plasmakonzentrat nutzt das Heilungspotenzial des Patienteneigenblutes um die Zellen zu biostimulieren, leitet die Regeneration der Haarfollikel-Umgebung ein, erhöht die Blutzufuhr und steigert die Zellproliferation der Haarfollikel.
Die Prozedur sollte 3-4 Mal im Abstand von je einem Monat durchgeführt werden. Eine auffrischende optimierende Biostimulation ist halbjährlich zu empfehlen.



