
Vom natürlichen Alterungsprozess ist häufig nicht nur das Gesicht, sondern auch die Halsregion betroffen. Mitunter zeichnen sich Faltenbildungen am Hals sogar deutlich früher ab als im Gesicht, sodass viele Patienten und Patientinnen mit dem Wunsch nach einer Gesichtsstraffung auch ausdrücklich eine Straffung des Halses wünschen.
Diese Halsstraffung kann jedoch auch als eigenständiger und deutlich kleinerer Eingriff unabhängig von einem großen Facelift erfolgen.
Wie läuft die Halsstraffung ab?
Bei dieser Operation erfolgt der Zugang durch einen unauffälligen Hautschnitt an der Unterseite des Kinns. Die eigentliche Halsstraffung wird nun durch eine Straffung des darunterliegenden Halsmuskels, des Platysmas, durchgeführt.
Über Zug an diesem Muskel wird das hängende Weichteilgewebe wieder aufgespannt und der Muskel neu fixiert. Zudem wird überschüssiges Fett abgesaugt, sodass schließlich ein schlanker und faltenfreier Hals entsteht.
Welche Erfolge sind zu erwarten?
Das Ziel der Halsstraffung ist die alterungsbedingten Falten am Hals zu glätten und bestehenden Fettüberschuss zu entfernen. Je nach Umfang und Ausmaß des abgesunkenen Gewebes werden durch eine solche Operation auch unterschiedliche Ergebnisse erreicht.
Grundsätzlich kann man sagen, dass der verjüngende Effekt der Halsstraffung den Alterungsprozess um etwa 10 Jahre zurücksetzt. Da der Körper allerdings auch weiterhin altern wird, kann dieser Status nicht permanent erhalten bleiben.
Das Erscheinungsbild des Halses wird nach einer Straffungsoperation somit um etwa 10 Jahre verjüngert.
Welche Risiken gibt es?
Neben den allgemeinen Operationsrisiken sind bei der Halsstraffung besonders Schwellungen und Blutergüsse im Operationsgebiet als typische Folgen der Operation zu nennen. Diese normalen Reaktionen auf die mechanische Manipulation während des Eingriffs verschwinden jedoch nach etwa zwei bis drei Wochen.
Sehr selten treten Wundheilungsstörungen oder Wundinfektionen auf. Um diese Risiken zu minimieren, empfiehlt es sich, nach der Operation auf den Genuss von Nikotin zu verzichten und für 5-7 Tage ein Antibiotikum einzunehmen.
Wie sieht die Nachsorge aus?
Essentiell für eine erfolgreiche Operation ist die gewissenhafte Nachsorge durch den behandelnden Chirurgen. Dazu gehören regelmäßige Wund- und Befundkontrollen sowie Hinweise und Empfehlungen bei gegebenenfalls auftretenden Problemen.
Im Regelfall sollten Sie für die Genesung etwa zwei Wochen einplanen. In diesem Zeitraum sollte ein spezieller Kompressionsverband getragen werden, um die Schwellung zu minimieren.
Körperliche Schonung sowie das Schlafen auf dem Rücken mit leicht erhöhtem Oberkörper sind zu empfehlen. Nach etwa zehn bis vierzehn Tagen können die Fäden gezogen werden.



