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Masern - Zahl der Erkrankungen in Deutschland steigt!

Team jameda

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Während sie in anderen Regionen wie Skandinavien, Slowenien und Ungarn schon ausgerottet sind, breiten sich in Deutschland wieder die Masern aus. In den ersten zwei Monaten diesen Jahres wurden bereits über 100 Masernfälle gemeldet, weit mehr als in den Monaten zuvor. Deutschland liegt damit wieder an der Spitze Europas. Bereits 2008 hat sich die Zahl der Masernerkrankungen im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. Der Grund für den Anstieg ist die zu niedrige Impfrate in Deutschland. Mit ungefähr 70% liegt sie deutlich unter den von der WHO geforderten 95%. Damit trägt Deutschland wesentlich dazu bei, dass das WHO-Ziel, Europa bis 2010 masernfrei zu bekommen, nicht erreicht werden kann.

Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. In manchen Fällen kann es zu schweren Komplikationen wie Gehirnentzündung, Hirnhautentzündung und Lungenentzündung kommen. 2006 verstarben in Deutschland zwei Kinder infolge einer Masernerkrankung.

Masern sind eine hochansteckende Krankheit, ausgelöst durch Viren. Die Infektion erfolgt durch direkten Kontakt oder Tröpfchen, also durch z. B. Husten oder Niesen. Nach einer Inkubationszeit von 10-14 Tagen zeigen sich die ersten unspezifischen Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Husten. Einige Tage später tritt dann der typische rote Hautausschlag auf. Masernpatienten sind zudem häufig sehr lichtempfindlich.

Einen sicheren Schutz gegen Masern bietet nur eine Impfung, die von der ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts (RKI) dringend empfohlen wird. Laut RKI hat in Deutschland jeder vierte Jugendliche keinen ausreichenden Impfschutz gegen Masern. Die STIKO empfiehlt zwei Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken für alle Kinder bis zum zweiten Lebensjahr. Die Kosten dieser Impfungen werden für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre von der Krankenkasse übernommen.

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