
Zehn Prozent der Gesamtbevölkerung sind betroffen. Der Morbus Scheuermann ist die häufigste Erkrankung im Jugendalter (20 Prozent). Erste körperliche Beschwerden können schon ab dem zehnten Lebensjahr auftreten. Der Erkrankungsgipfel liegt zwischen dem 12. und 16. Lebensjahr. Das Geschlechtsverhältnis männlich zu weiblich beträgt 2:1. Die krankheitstypischen Veränderungen an den Wirbeln sind zum Wachstumsende stabilisiert. Weitere Schmerzsyndrome durch die Wirbelsäulenfehlstellung können auch später noch auftreten.
Prognose: Der Verlauf der Erkrankung ist gutartig, schwere Verlaufsformen sind selten. Nur bei schweren Verläufen während der Pubertät ist manchmal eine Korsettversorgung (bei Krümmungen ab 45 Grad: Milwaukee-, Boston-Korsett) oder eine Operation (fixierte Kyphosen am knöchern ausgewachsenen Skelett ab einem Winkel von 60° Grad, Kombination einer ventralen Bandscheibenausräumung, Aufrichtung und Auffüllung der Bandscheibenräume durch eigenen Knochen mit einer dorsalen Stabilisierung) notwendig.



