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Was sind Schleimhäute? Was tun, wenn sie geschwollen sind?

Team jameda

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Wenn Kopf, Hals und Ohren schmerzen, können geschwollene Schleimhäute schuld sein. Lesen Sie hier, was Schleimhäute sind, welche Funktion sie haben und was Sie tun können, wenn sie anschwellen.

Was sind Schleimhäute?

Eine Schleimhaut, auch Mukosa genannt, ist eine Schutzschicht, die das Innere von Organen überzieht. Sie ist ähnlich wie die Haut aufgebaut, nur hat sie keine Hornschicht und keine Haare. Schleimhäute bestehen aus einer Epithelschicht, einer dünnen Muskelschicht und einer Bindegewebeschicht dazwischen.

Im Darm beispielsweise besteht die Epithelschicht nur aus einer Schicht, in der Mundhöhle ist sie mehrschichtig.

Schleimhäute enthalten oft Drüsen, die sie feucht halten. Es gibt sie unter anderem im Mund, in der Nase, in den Nasennebenhöhlen, in den Bronchien, im Magen, im Darm, in der Gebärmutter, in der Scheide und in der Blase.

Welche Funktion haben sie?

Schleimhäute grenzen die Oberfläche der Organe ab und produzieren Mucine. Das sind Schleimstoffe, die schützende Funktionen haben. Sie erlauben den Transport bestimmter Moleküle in eine Richtung, so dass Sekretions- und Resorptionsprozesse stattfinden können. Sie schützen auch gegen Krankheitserreger.

Was tun bei Schwellungen?

Schleimhäute schwellen an, wenn sie entzündet sind. Darunter steckt meistens eine Wassereinlagerung im Gewebe. Reize aus der Umgebung, wie zum Beispiel Allergene, Toxine oder mechanische Belastungen sind dafür verantwortlich.

Sie kommen auf der Mund-, der Nasenschleimhaut und auf anderen Schleimhäuten vor. In der Schwangerschaft sind die Nasen- und Nasennebenhöhlen besonders anfällig für Schwellungen, was mit den Hormonen zusammenhängen kann.

Es ist wichtig, die Ursache der Probleme herauszufinden. Handelt es sich um eine Entzündung der Nasenschleimhaut, helfen Hausmittel wie Kamille, Ingwer, Pfefferminz, Nasenspülungen mit Salzwasser oder eine Dampfinhalation.

Homöopathen verwenden das Mittel Apis mellifer, eine Arznei, die aus ganzen Honigbienen hergestellt wird. Auch Schüßler Salze werden eingesetzt, aber ihre Wirksamkeit und Sicherheit ist nicht wissenschaftlich belegt.

Gefährlich kann es werden, wenn die Schleimhaut der Bronchien anschwillt. Verengt sich der Innenraum der Bronchien, kann nicht genug Luft eingeatmet werden. Bei einer Bronchitis ist Vorsicht geboten. Womöglich müssen Sie im Krankenhaus behandelt werden. Folgende Maßnahmen helfen:

  • viel trinken, um den Schleim zu lösen
  • Inhalationen und Abklopfen, damit die Schleimverflüssigung erleichtert wird 
  • Kortison- und eventuell Antibiotikatherapie

Fazit

Schleimhäute sind überall im Körper, um uns vor Krankheitserregern zu schützen. Schwellen sie an, stehen je nach der Lokalisation Hausmittel oder Medikamente zur Verfügung, um die Beschwerden zu lindern.

Quellen

  • Guyton, Arthur C.; Hall, John E. (2005). Textbook of medical physiology (11th ed.). Philadelphia: W.B. Saunders. 
  • Sompayrac, Lauren (2012). How the Immune System Works (4th ed.). John Wiley & Sons, Ltd. 
  • Fry, CH; Vahabi, B (October 2016). 'The Role of the Mucosa in Normal and Abnormal Bladder Function.'. Basic & clinical pharmacology & toxicology. 119 Suppl 3: 57–62

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