Artikel 26/04/2016

Warum man auf sein Herz hören sollte - Gefühle erkennen und verstehen

Team jameda
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Wie können wir verstehen, was uns unser Herz uns sagen will?

Das Herz reagiert auf unsere Lebensweise. Auch wenn uns gar nicht bewusst ist, dass wir im Stress sind, merkt es unser Herz.

Häufig neigen wir dazu, Situationen zu beschönigen. Unser Herz merkt oft viel schneller und ehrlicher, wie es uns geht. Deshalb lohnt es sich, darauf zu hören.

Also: achtsam sein, beobachten, wie schnell und stark es schlägt und wie hoch Puls und Blutdruck sind. Ein Blick in den Spiegel verrät, wie es einem mit dem eigenen Lebensstil eigentlich geht - Werde ich jetzt eher rot oder bin ich blass bzw. sehe ich gehetzt aus?

Welche psychischen Faktoren sind förderlich für das Herz und welche schaden ihm?

Gut ist es, wenn man ausgeglichen, innerlich ruhig ist. Natürlich müssen wir nicht immer tiefenentspannt durch den Tag gehen. Herausforderungen trainieren das Herz. Regelmäßige Bewegung sollte so selbstverständlich sein wie das tägliche Zähneputzen.

Schädlich ist es, wenn ich das Gefühl habe, die Dinge nicht mehr selbst in der Hand zu haben, nur noch reagiere und nicht mehr agiere, wenn ich von meinen Aufgaben erschlagen werde und das Gefühl habe, ich renne nur noch hinterher.

Ebenfalls belastend sind aufgestaute Gefühle. Wir sollten uns trauen, Gefühle wie Ärger oder Traurigkeit rauszulassen und versuchen zu bewältigen. Das heißt nicht, dass man sich in Wutausbrüchen Luft machen soll. Es geht darum, Gefühle wahrzunehmen und ihnen Raum zu geben. Abreaktion geht am besten mit Sport.

Konstruktive Konfliktbewältigung ist zum Beispiel möglich durch Gespräche. Wenn ich mir sage, Konflikte gehören zum Leben dazu, dann sehe ich einen Konflikt und die dazugehörigen Gefühle nicht als Makel an, sondern als normale Herausforderung, die eine positive Weiterentwicklung bewirken kann.

Wie können Gedanken bei Liebeskummer oder Sorgen helfen?

Fast jede Situation, die auf den ersten Blick eine Krise oder ein Drama ist, hat zwei Seiten. Oft ist auch etwas Gutes dabei, eine Lernaufgabe zum Beispiel. Man kann an einer Krise wachsen.

Bei den Kurzzeittherapiegesprächen in einer Praxis für Psychotherapie geht es meist um diesen Perspektiven-Wechsel und darum, Ressourcen zu aktivieren und Strategien zu entwickeln, wie das Leben weiter gehen kann - im besten Fall sogar besser als vorher.

Eine Trennung vom Partner beispielsweise bringt zunächst Herzschmerz - Loslassen tut weh und ist ein leidvoller Prozess.

Hilfreich ist, wenn der Kopf nicht nur den Verlust sieht, sondern mittelfristig die Chance erkennt, selbstständiger zu werden, neue Wege zu gehen, andere Hobbies und soziale Kontakte für sich zu entdecken, Ruhe und Zufriedenheit aus eigener Kraft zu schöpfen.

Langfristig ergibt sich daraus womöglich eine neue, glückliche Partnerschaft mit zwei reifen Persönlichkeiten, die dann erfüllender ist als die, um die der Mann oder die Frau ursprünglich getrauert hat.

Tipps für ein herzgesundes Leben

  • Liebe leben! Liebevoll mit sich und seiner Umgebung umgehen. Die meisten Menschen kämpfen viel zu viel, sind unzufrieden, sorgen sich. Das belastet das Herz.
  • Schließen Sie Frieden mit sich, Ihrem Leben und Ihrer Umwelt!
  • Konzentrieren Sie sich auf ein achtsames Leben im Hier und Jetzt, ohne mit der Vergangenheit zu hadern und Zukunftsängste zu entwickeln!
  • Gönnen Sie sich eine vollwertige Ernährung, genügend Bewegung, Zufriedenheitserlebnisse, Pausen und ein soziales Netz, in dem sich Ihr Herz gut aufgehoben fühlt.

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