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Zahnfleischverhalten neben Zirkonmplantaten

Team jameda

zirkonmplantate

Leider sind Implantate aber denselben bakteriellen Angriffen ausgesetzt wie natürliche Zähne. Da 70 Prozent der Bevölkerung eine genetische Anfälligkeit für Zahnfleischerkrankungen aufweist, besteht also an der Nahtstelle von Implantat, Knochen und Zahnfleisch die Gefahr, dass aggressive Bakterien in die Tiefe vordringen und zum Knochenabbau führen.

Dieser Prozess, der auch Periimplantitis genannt wird, ist am Implantat wesentlich kritischer zu betrachten als am natürlichen Zahn.
Zum einen wächst das Zahnfleisch nicht an der Implantatoberfläche an, wie dies an der Wurzeloberfläche der Fall ist. Damit ist die Barriere gegen das Eindringen der Bakterien deutlich schwächer.

Bei Zahnimplantaten ist die Tatsache besonders kritisch, dass die Metalloberflächen durch verschiedene Verfahren bewusst rauh gemacht wurden. Dies soll dem Knochen ein besseres und schnelleres Anwachsen erlauben.
Besiedeln aber Bakterien diese Rauhigkeiten, dann bekommt man diese nicht mehr entfernt. Alle Versuche, diese mit Sandstrahlen, Laser oder Medikamente zu bekämpfen, haben nicht zu dauerhaften Erfolgen geführt.

Besonders gravierend ist außerdem, dass die Patienten diesen Knochenabbau an den Implantaten viel zu spät selbst bemerken. Ein Implantat hält immer noch lockerungsfrei im Knochen, wenn es nur noch wenige Millimeter Restknochen gibt. Der natürliche Zahn wäre da schon längst locker.

Da es in der Vergangenheit das Ziel war, möglichst lange und breite Implantate in den Knochen zu setzen, steigt die Zahl der Patienten, die als Folge des Knochenverlustes riesige Defekte zurückbehalten, wenn die Implantate entfernt werden müssen.

Beobachtungen neben Keramikimplantaten aus Zirkon zeigen, dass es zu einem geradezu unglaublichen Anheilen des Zahnfleisches an der Implantatoberfläche kommt. Selbst freiliegende Windungen werden derart dicht und entzündungsfrei überwachsen, dass keinerlei Taschen zu sondieren sind.
Einzelne Hersteller versprechen bereits, dass es an den Zirkonimplantaten überhaupt nicht zur Periimplantitis kommen kann. Hierzu gibt es allerdings abweichende Meinungen aus der Wissenschaft.
Unsere Erfahrungen geben aber zu großem Optimismus Anlass. Wären die Preise für diesen Implantattyp nicht so hoch, würden wir nur noch Zirkonimplantate bei unseren Patienten einsetzen.

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