Welche Nebenwirkungen Ihr Asthmaspray haben kann

Kopfschmerzen treten häufig durch die Anwendung von Asthmaspray auf (© 9nong - Fotolia)

Sie leiden unter Nebenwirkungen Ihres Asthmasprays? Lesen Sie in diesem jameda Gesundheitstipp, wie Sie die Wirkung Ihres Asthmasprays optimieren und seine Nebenwirkungen minimieren.
 

Was bewirkt eigentlich Asthmaspray?

Bronchienerweiternde Asthmasprays enthalten Beta-2-Sympathomimetika. Dabei dienen schnell- und kurzwirksame Arzneistoffe wie Salbutamol, Fenoterol und Terbutalin als Notfallmittel, die bei akuten Beschwerden minutenschnell von der Atemnot befreien.

Langwirksame Asthmasprays mit den Wirkstoffen Formoterol oder Salmeterol wirken dagegen im Notfall nicht, sondern werden vorbeugend z.B. bei nächtlichen Beschwerden eingesetzt.
 

Nebenwirkungen von bronchienerweiternden Sprays

Vor allem zu Beginn der Therapie oder bei hohen Dosen können bronchienerweiternde Asthmasprays Nebenwirkungen hervorbringen. Häufig treten z.B. Kopfschmerzen, Muskelzittern und -krämpfe, schneller Herzschlag und Unruhe auf. Meist bilden sich diese Nebenwirkungen bei Fortführung der Therapie und durch Dosisanpassung nach ein bis zwei Wochen zurück.
 

Sprays gegen die Entzündung

Kortisonhaltige Asthmasprays werden vom Patienten regelmäßig angewendet, sie hemmen die Entzündung der Bronchialschleimhaut und wirken gegen übermäßige Schleimbildung. Zu den eingesetzten Arzneistoffen zählen Betamethason, Budesonid, Ciclesonid, Fluticason und Mometason.
 

Nebenwirkungen von kortisonhaltigen Asthmasprays

Achten Sie immer auf die korrekte Inhalationstechnik! (©fotolia-104221625-vchalup)
Zu den häufigen Nebenwirkungen bei kortisonhaltigen Asthmasprays gehören Heiserkeit, Mundsoor, Husten und Schluckbeschwerden.

Nebenwirkungen wie Magenschleimhautentzündung, Gewichtszunahme, Fettumverteilung und Knochenabbau treten nur bei einer längerfristigen oralen Therapie mit Kortisontabletten auf.
 

So lassen sich Nebenwirkungen vermeiden

Ein Asthmaspray wirkt optimal und nebenwirkungsfrei, wenn auf die korrekte Inhalationstechnik geachtet wird:
 

  • Inhalieren mittels Dosieraerosol

Dosieraerosole werden vor Gebrauch geschüttelt. Nach dem Ausatmen umschließt man das geöffnete Mundstück mit den Lippen und lehnt den Kopf leicht zurück. Mit dem Auslösen des Sprühvorgangs atmet man langsam und tief ein. Man hält für 5-10 Sekunden den Atem an und atmet erst nach dem Absetzen des Inhalators aus.
 

  • Pulverinhalatoren richtig anwenden

Pulverinhalatoren werden je nach Gerät durch Knopfdruck, Drehen eines Hebels oder Einsetzen einer Kapsel mit Wirkstoff beladen. Man Atmet aus, umschließt das Mundstück mit den Lippen und atmet dann kräftig und schnell ein, sodass das Pulver in inhalierbare Teilchen zerstäubt wird und in die Lunge gelangen kann. Auch hier 5-10 Sekunden die Luft anhalten und nicht in das Inhalationsgerät ausatmen.
 

  • Spülen, Essen, Zähne putzen

Um Nebenwirkungen durch kortisonhaltige Sprays zu vermeiden, wendet man das Spray vor dem Essen an, spült den Mund nach der Inhalation aus oder putzt sich die Zähne.
 

  • Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche sollten regelmäßig von einem Lungenfacharzt betreut werden, da bei ihnen die Nebenwirkungen besonders auffällig und folgenreich sein können. Durch eine korrekt angepasste Dosierung können Nebenwirkungen wie Unruhe, Schlafstörungen und Halluzinationen durch bronchienerweiternde Sprays wie auch Wachstumsverzögerungen durch kortisonhaltige Sprays vermieden werden.

  • Säuberung des Inhalationsgerätes

Inhalationsgeräte müssen regelmäßig nach Gebrauchsanweisung gesäubert werden, damit Keime entfernt und die korrekte Menge Wirkstoff appliziert werden kann. Das Mundstück von Dosieraerosolen wird nach Entfernen der Patrone unter fließendem Wasser gesäubert; das Mundstück eines Pulverinhalators reinigt man mit einem trockenen Tuch.
 

  • Die optimale Dosierung

In regelmäßigen Untersuchungen überprüft der Arzt den Zustand der Bronchien und kann die Dosierung der Medikamente gegebenenfalls anpassen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (8)

Dominik, 11.09.2021 - 21:48 Uhr

Habe gute Erfahrung mit Foster gemacht. Habe seit meiner Kindheit langfristig Sprays genommen, lange Zeit auch Aarane, was kurzfristig sehr gut wirkt. Mit der Zeit sind aber immer bessere Sprays auf den Markt gekommen. Ein guter Lungenarzt würde Aarane nicht nehmen verschreiben. Es darf aber nicht nur auf das Spray gesetzt werden. Man muss an die Ursachen heran. Mittlerweile nehme ich nur noch ca. 1 pro Woche ein Spray. Früher mehrmals am Tag. Ohne Spray war es sehr schlimm.

Astrid J., 16.08.2021 - 17:21 Uhr

Habe ENERZAIR genommen eine Zeit. Gibt leider zur Zeit kein Aarane Spray dass mir immer zuverlässig geholfen hat. Das Enerzair hat die Allergie verstärkt und zu Erstickungsanfällen beim Inhalieren geführt. Musste 3 x den Notarzt rufen. Habe das Zeug abgesetzt. Habe jetzt Panik vor jedem neuen Spray, das ich nicht kenne. Kortison Spray hilft mir nicht. Ich möchte mein Aarane haben, dass mal wieder zur Zeit nicht lieferbar ist.

Adolf W., 05.07.2021 - 16:33 Uhr

Vor wenigen Tagen hörte ich im SWR-Radio von einer neuen, sehr gute Wirkung erzielenden Asthma-Behandlung, kenne jedoch das Präparat nicht. Können sie mir weiterhelfen ? Danke!

Thomas, 05.07.2021 - 15:35 Uhr

Ich nehme seit über einem Jahr Beclometasondipropionat und Formoterolfumaratdihydrat. Anfangs ein bis zwei mal am Tag. Seit 4 Wochen nehme ich es nach ärztlicher Anordnung 3x am Tag, nachdem ich, bedingt durch Pollenflug starke Luftnot bekam. Leider wirkt das Spray nicht gut, und ich habe das Gefühl, dass nach jeder Anwendung meine Atemwege verengt werden und meine Brust schmerzt. Deshalb habe ich das Spray abgesetzt. Mein Arzt hat zz Urlaub. Was kann ich in dem Fall tun?

Bella, 18.06.2021 - 23:41 Uhr

Wieso nehme ich durch mein Asthma Spray foster aufeinmal so schnell zu. Weil ich es oft durch Heuschnupfen und Atemnot nutzte ??? Was kann ich tun ich habe schon aufgehört regelmäßig zu essen, weil ich nicht noch mehr zunehmen möchte.

Ursula, 30.04.2021 - 09:50 Uhr

Nach Einnahme bekomme ich Magenschmerzen .

Roscher H., 13.04.2021 - 22:13 Uhr

Ich nehme schon länger Tiotropium und Formoterol ist es möglich dass ich eine größere Brust bekommt

Ilona F., 19.03.2021 - 18:08 Uhr

Ich nehme seit Februar das Spray Indacaterol/Mometasonfuroat. Leider bemerke ich seit einiger Zeit starkes andauernde Herzrasen. Das geht oftmals bis über 3 Stunden so. Immer im Wechsel ruhig dann wieder Starkes pochendes Herzrasen. Was kann ich tun. Kann das wirklich vom Spray kommen. Wie soll ich mich verhalten. Können Sie mir bitte eine Antwort geben. Vielen Dank mit freundlichem Gruß Ilona Fröhlich.

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