Ist die ReLEx SMILE inzwischen der Gold-Standard beim Augenlasern?

Dr. Schmid

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© Brian Jackson - fotoliaFür viele Patienten, die Ihre Fehlsichtigkeit korrigieren lassen möchten, kommt das ReLEx SMILE Verfahren in Frage. (© Brian Jackson - fotolia)Seit 2015 liegen die 5-Jahresergebnisse der SMILE-Augenlasermethode vor. Spätestens seitdem ist die Methode etabliert. Viele Zentren wenden im Jahre 2018 diese bahnbrechende aktuellste Augenlasertechnologie schon seit mehr als 5 Jahren an. Die wesentliche Weiterentwicklung bei der SMILE gegenüber dem bisherigen Standard beim Augenlasern, der Femto-LASIK, besteht darin, dass kein Hornhautdeckel geschnitten und aufgeklappt werden muss. Somit wird eine möglichst maximale Stabilität der oberflächlichsten Schicht des Auges, der Hornhaut, gewährleistet.

Wie können Fehlsichtigkeiten behandelt werden?

Die Hornhaut dient einerseits dem Schutz des Auges vor der Außenwelt, andererseits muss sie dem Augeninnendruck standhalten. Sie ist die Struktur des Auges, die beim Augenlasern in sehr geringem Maße formverändert wird, so dass die Umwelt danach wieder scharf gesehen werden kann. Kurz- und Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmungen lassen sich so korrigieren.

Mehrere Verfahren kommen dafür in Frage:

  • LASIK
  • Femto-LASIK
  • PRK
  • trans-PRK
  • LASEK
  • Epi-LASIK
  • ReLEx-SMILE

Welche Vorteile bietet das ReLEx-SMILE-Verfahren?

Beim ReLEx-SMILE-Augenlasern kommt nur noch ein Femtolaser zum Einsatz, der die Korrektur minimalinvasiv vornimmt - allerdings aktuell noch nicht bei Weitsichtigkeit. Sämtliche Augenlaser-Methoden gelten als sicher und präzise.

Diejenigen Verfahren, die nicht ganz oberflächlich korrigieren, also LASIK und ReLEx-SMILE beheben Fehlsichtigkeiten präzise und mit hohem Komfort für den Patienten. Bei der SMILE bleibt das Auge weitestgehend stabil und fest, was eine enorme Sicherheit für den Patienten bedeutet.

Im Vergleich zu allen anderen Augenlaserverfahren besteht im weiteren Langzeitverlauf die geringste Wahrscheinlichkeit, dass sich wieder eine Fehlsichtigkeit entwickelt. Die höheren Kosten für das SMILE-Augenlasern im Vergleich zu den älteren Verfahren zahlen sich somit mittel- und langfristig meist aus.

© IngaIvanova_iStockBeim ReLEx-SMILE-Verfahren konnten in wichtigen Langzeitstudien keine Komplikationen beobachtet werden. (© IngaIvanova_iStock)Das Ziel beim Augenlasern muss immer eine dauerhafte Brillenunabhängigkeit und eine intakte Stabilität des Auges sein. Da mit SMILE auch dünnere Hornhäute und höhere Dioptrien mit gutem und präzisem Ergebnis behandelt werden können, ist bei einer größeren Bevölkerungsgruppe ein sicheres Augenlasern möglich geworden.

Der Behandlungsbereich reicht bis 12 Dioptrien Kurzsichtigkeit und 5 Dioptrien Hornhautverkrümmung. Generell ist es allerdings sinnvoll, nicht bis an die Grenzen des Machbaren zu gehen - zumal es beispielsweise mit der Implantation einer Visian-ICL-Linse gute Alternativen bei sehr hohen Fehlsichtigkeiten gibt.

Ebenso hat die SMILE ihre Grenzen bei sehr geringen Korrekturen unter 1,5 Dioptrien. Hier sind PRK oder Femto-LASIK in der Regel sinnvoller. Für die Korrektur von höheren Hornhautverkrümmungen müssen bei der SMILE spezielle Berechnungen getroffen werden. Bei der Femto-LASIK ist hier eine präzise Korrektur einfacher vorhersagbar.

Welche Risiken gibt es?

Langzeit-Komplikationen oder unerwünschte Ereignisse im weiteren Verlauf einer SMILE-Behandlung innerhalb der empfohlenen Grenzen fand die oben zitierte 5-Jahres-Studie nicht. Daher kann das Augenlasern mittels ReLEx-SMILE als der aktuelle Gold-Standard bei der Korrektur mittlerer und höherer Kurzsichtigkeit betrachtet werden. Hier sind generell Erfahrung und Fertigkeiten des Operateurs, persönliche Betreuung und Beurteilung der Eignung sowie eine seriöse, unvoreingenommene Beratung entscheidend. Bei künftigen Neuanschaffungen von Augenlaser-Geräten werden Ärzte um die SMILE kaum noch herumkommen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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