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Unerfüllter Kinderwunsch – wie es doch klappen kann

Claudia Galler

von
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© drubig-photo© drubig-photoWie schafft man beste Voraussetzungen für eine Schwangerschaft? Was tun, wenn der Nachwuchs trotzdem auf sich warten lässt? In diesem Gesundheitstipp gibt die jameda Gesundheitsredaktion Antworten auf diese Fragen.

Warum klappt es mit dem Nachwuchs nicht?
Ungewollte Kinderlosigkeit kann an „schlechtem Timing“ des Geschlechtsverkehrs liegen, aber auch körperliche Einschränkungen und Grunderkrankungen bei Mann und Frau können eine Schwangerschaft erschweren. Das Alter spielt ebenfalls eine große Rolle bei der Fruchtbarkeit. Frauen sind im Alter von 20 bis 25 am fruchtbarsten, da dann die Eizellen regelmäßig heranreifen. Ab 30, sehr deutlich ab 35 und 40 Jahren, nimmt die Fruchtbarkeit der Frau ab. Im Vergleich dazu bleibt der Mann länger zeugungsfähig. Erst ab 40 kann die Qualität der Spermien langsam abnehmen.

Fruchtbare Tage: Wann findet der Eisprung statt?
Die fruchtbaren Tage der Frau liegen meist um die Zyklusmitte, wenn die unbefruchtete Eizelle aus dem Eierstock austritt (Ovulation, Eisprung) und über den Eileiter in die Gebärmutter wandert. Die Eizelle ist dann nur ca. 24 Stunden lang befruchtungsfähig. Sex am Tag des Eisprungs macht also in jedem Fall Sinn. Doch da Spermien bis zu vier Tage in der Gebärmutterschleimhaut überdauern können, kann auch Geschlechtsverkehr an den Tagen vor dem Eisprung die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft erhöhen. Der Tag des Eisprungs lässt sich mit unterschiedlichen Methoden ermitteln, wie z. B. mit der Messung der Basaltemperatur oder dem Nachweis des luteinisierenden Hormons im Urin mit Tests für Zuhause oder beim Arzt. Um eine verlässliche Aussage zum Eisprung treffen zu können, sollten Frauen ihren Zyklus über drei bis sechs Monate aufzeichnen.

Körperliche Ursachen für Kinderlosigkeit abklären
Zu den körperlichen Ursachen bei der Frau gehören z. B. ein unregelmäßiger Hormonstatus oder anatomische Veränderungen an Eierstöcken, Eileitern, Gebärmutter oder Gebärmutterhals. Für eine verminderte Spermienqualität beim Mann kann es ebenfalls viele Gründe geben, so z. B. anatomische Veränderungen am Hoden, Infektionen wie Mumps, Malaria oder Geschlechtskrankheiten, Hormonstörungen oder Diabetes. Diese Ursachen gilt es beim Arzt festzustellen und in geeigneter Weise behandeln zu lassen.

Auf ausgewogene Ernährung achten und Stress reduzieren
Eine ausgewogene Ernährung und Normalgewicht sind beste Voraussetzung für eine Schwangerschaft, vor allem Jod und Folsäure sind für Frauen mit Kinderwunsch wichtig. Da Nikotin den Zyklus der Frau stört und die Spermienqualität des Mannes vermindern kann, sollte man das Rauchen aufgeben. Steht der Körper lange unter Stress, kann das zu einer verminderten Fruchtbarkeit bei Mann und Frau führen. Ausgleichssport und Entspannungsmethoden wie Yoga und autogenes Training können helfen, Druck abzubauen.

Reproduktionsmedizin - Kinderwunschbehandlung
Bleiben Paare trotz intensiver Bemühungen ein Jahr lang kinderlos, sollten sie sich an eine Praxis für Kinderwunschbehandlung wenden. Vielleicht genügt eine hormonelle Behandlung der Frau, um eine Schwangerschaft auf dem natürlichen Wege zu ermöglichen. Eine künstliche Befruchtung (Assistierte Befruchtung) findet statt, wenn der Arzt den Samen und die Eizelle im Mutterleib oder im Reagenzglas zusammenbringt. Hier stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung, z. B. die Intrauterine Insemination, die In-Vitro-Fertilisation und die Intracytoplasmatische Spermieninjektion.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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