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Was ist Japanische Enzephalitis? Symptome und Therapie

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© 4774344sean - iStockEin häufiges Symptom der Japanischen Enzephalitis ist Fieber (© 4774344sean - iStock)Was ist die Japanische Enzephalitis?

Es handelt sich dabei um eine durch Mücken übertragene Viruserkrankung, die vor allem in Ost- und Südostasien vorkommt. Die Zwischenwirte sind landwirtschaftlich gehaltene Tiere, insbesondere Schweine, aber auch Wildtiere, wie zum Beispiel im Wasser jagende Vögel, Reptilien oder Fledermäuse.

Die Krankheit tritt üblicherweise in den Gebieten des Reisanbaus auf, die sich von Indien über Indochina, bis hin zu den Philippinen und Korea erstrecken. Somit erklärt sich auch, weshalb die Erkrankung vor allem in landwirtschaftlich genutzten Gebieten verbreitet ist, jedoch selten bis kaum in Japan vorkommt.

In den gemäßigten Zonen tritt die Japanische Enzephalitis am Ende der Regenzeit und in den tropischen Gebieten sogar ganzjährig auf. Das Infektionsrisiko ist für Touristen zwar äußerst gering; bei einem Langzeitaufenthalt in einem der ländlichen Gebiete aber nicht zu unterschätzen.

Wie verläuft die Krankheit üblicherweise?

Der Infektionsverlauf ist meist asymptomatisch oder mild. Im Durchschnitt erleiden nur 4 von 1000 Infizierten eine Enzephalitis, also eine schwere Hirnentzündung mit der Gefahr bleibender Schäden. Bei einer Minderheit endet die Viruserkrankung tatsächlich tödlich.

Die Erkrankung ist bei Erwachsenen durch hohes Fieber gekennzeichnet, das circa 5 bis 15 Tage nach der Infektion auftritt. Weitere Symptome sind außerdem Schüttelfrost, Kopf- und Muskelschmerzen, bis hin zur Bewusstlosigkeit.

Die Japanische Enzephalitis kann leicht mit anderen Krankheiten, wie Malaria oder der bakterieller Meningitis verwechselt werden, da die Diagnose üblicherweise durch Laboruntersuchungen oder aber eine Tomographie gesichert werden muss und dies technische Methoden sind, die üblicherweise nicht in Schwellen- und Entwicklungsländern durchgeführt werden.

Welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen für die Japanische Enzephalitis?

Klar ist: Eine spezifische Therapie gibt es nicht, es ist nur möglich die Symptome zu behandeln und die Vitalfunktionen zu unterstützen. Deshalb ist es sehr wichtig, sich durch eine regelmäßige Vorsorge zu schützen. Das heißt, genau wie bei der Krankheit Malaria, dass in den betreffenden Gebieten ein zuverlässiger Mückenschutz durchgeführt werden muss: Das Tragen von langärmliger Kleidung und Auftragen von Mückenspray in den Dämmerungsstunden bzw. in der Nacht und die Verwendung eines Moskitonetzes ist dabei unerlässlich.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer Impfung mit abgetöteten Erregerbestandteilen. Der Impfstoff muss dem Patienten zwei Mal und mit einem vierwöchigen Abstand verabreicht werden. Die letzte Impfung sollte mindestens eine Woche vor Erreichen des Zielgebietes durchgeführt werden, um einen Schutz über die den gesamten Reisezeitraum zu bieten. Gut zu wissen ist außerdem, dass der Impfschutz bis zu 3 Jahre nach Verabreichung besteht.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt allen Personen, die sich einen Monat oder länger während der Mückenzeit in ländlichen Gebieten in Ost- oder Südostasien aufhalten, sich impfen zu lassen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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