Harmloser Pickel oder weißer Hautkrebs? Die 6 Phasen bis zur Diagnose

Weißer Hautkrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten und tritt überwiegend im Gesicht auf. (© Anna Omelchenko - fotolia)

UV-Strahlen können Hautkrebs verursachen. Und der ist auf dem Vormarsch. Die Rate bei weißem Hautkrebs hat sich in zehn Jahren ungefähr verdoppelt und die Patienten werden immer jünger. Der weiße Hautkrebs ist weltweit die häufigste Krebsart der weißen Bevölkerung und tritt besonders häufig im Gesicht auf.

Helle Hauttypen sind besonders gefährdet

Der nordische Hauttyp nimmt quasi von Geburt an Platz Eins der Risikogruppe ein. Gleichzeitig fliegen immer mehr Menschen immer häufiger zum Vergnügen in „Gefahrengebiete“ mit viel Sonne oder sie setzen sich - zum Beispiel als Freizeitsegler - ungeschützt massiver UV-Strahlung auf dem Wasser aus. UV-Strahlen erreichen uns aber auch dann, wenn die Sonne nicht an einem wolkenlosen Himmel glänzt - also täglich.

Früh erkannt lässt sich weißer Hautkrebs gut behandeln. Aber: Es dauert immer noch zu lange, ehe sich viele Betroffene mit ihrem „Hautproblem“ zum Arzt trauen, statt die Irritation frühzeitig abklären zu lassen.

Welche Phasen gibt es? 

  • Phase 1: Die erste Vermutung: Die Hautveränderung ist nur ein Pickel. An der Nase könnte auch der Druck des Brillenstegs schuld sein. Ist die Stelle flach und blutig oder ein bisschen rau, hat man sich geschnitten oder verletzt. Auf alle Fälle wird dieses Stadium als harmlos eingestuft. 

  • Phase 2: Es geht nicht weg! Die Stelle verschwindet nicht, sondern wird immer größer. Die Unruhe nimmt zu. Trotzdem keimt die irreale Hoffnung auf, die Hautveränderung möge von selbst verschwinden.

  • Phase 3: Einfach ignorieren? Die komische Stelle ist immer noch da. Männer schauen geflissentlich darüber hinweg, Frauen überschminken häufig. Unbewusst steigt die Besorgnis.

  • Phase 4: Böse Vorahnung! Das Areal breitet sich aus. Es knabbert (wie ein Krebs) die Umgebung an und bekommt „Wuchercharakter“. Man befürchtet, es könnte doch etwas Schlimmes sein. 

  • Phase 5: Nicht mehr zu übersehen! Die Stelle ist noch größer geworden, sie blutet oder stinkt. Außenstehende drängen: „Jetzt geh doch mal zum Arzt!“ Der Leidensdruck wird größer und der Betroffene beginnt zu begreifen. 

  • Phase 6: Endlich kommt der Arzt ins Spiel! Ist es Hautkrebs, hilft nur die chirurgische Entfernung. Meist kann sie ambulant und in örtlicher Betäubung stattfinden und auch im Gesicht mit einem ästhetisch und funktionell guten Ergebnis gelingen. Je kleiner die Stelle, desto kleiner der Eingriff. Das ist im Gesicht, wo keiner auffällige Narben davontragen will, besonders wichtig.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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