Das jameda-Interview: 6 Fragen an Dr. med. Thomas Dillinfo_plain_20gr

© Dr. Dill

Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herrn Dr. med. Thomas Dill interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Urologe.

jameda: Herr Dr. Dill, was hat Sie motiviert, Urologe zu werden, und warum haben Sie sich für Ihre Spezialgebiete entschieden?

Herr Dr. Dill: Die Urologie ist ein Fach, dass Beratung in der Sprechstunde und operative Tätigkeit verbindet. Diese Mischung hat mich in der Urologie immer interessiert. Der Schwerpunkt minimalinvasive Prostatatherapie hat sich mit der Zeit herauskristallisiert. Gut 1/3 aller Patienten in der Urologie haben mit Prostata-Problemen zu tun.

jameda: Worin liegt Ihr Tätigkeitsschwerpunkt und was macht ihn so besonders?

Herr Dr. Dill: Ganz klar die Diagnostik und Therapie von Prostataerkrankungen, insbesondere bei PSA-Erhöhungen. Hier konnten wir mit der Klinik für Prostatatherapie in den letzten Jahren eine Vorreiter-Rolle einnehmen. Denn wir haben die MRT-gesteuerte Biopsie mit weiterentwickelt und sind zu den häufigsten Anwendern der Fokalen Therapie bei Prostatakarzinom aufgestiegen.

jameda: Gibt es im medizinischen Bereich ein Vorbild, das Ihre Laufbahn besonders geprägt hat?

Herr Dr. Dill: Alle Ärzte, die bereit sind, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Die offen sind für neue Aspekte in der Medizin.

jameda: Gibt es in der Gegenwart Hilfen oder Neuerungen, die Ihnen Ihren Praxisalltag erleichtern können?

Herr Dr. Dill: Ohne Hilfen und Neuerungen wäre unser Praxisalltag gar nicht vorstellbar. Das fängt mit dem Computer für die Sprechstundenplanung an und hört mit dem High-Tech-Gerät für den fokussierten Ultraschall oder dem Greenlight-Lasergenerator in unseren Behandlungsräumen auf.

jameda: Was wird an Ihrem individuellen Umgang mit Ihren Patienten besonders geschätzt?

Herr Dr. Dill: Oft sagen mir die Patienten, dass ich komplizierte Sachverhalte gut auf den Punkt bringen kann. Das schätzen sie mehr, als wenn man lange um den heißen Brei herumredet.

jameda: Was schätzen Sie an Ihren Patienten besonders?

Herr Dr. Dill: Anders als viele Kollegen mag ich es, wenn Patienten sich über ihre Erkrankung belesen. Dann kann man sozusagen auf Augenhöhe kommunizieren. Kritische Nachfragen scheue ich nicht.

 

Zur Person

Nach dem Abitur absolvierte ich 1992 bis 1993 die Ausbildung zum Rettungssanitäter in Wiesbaden. Anschließend begann ich das Studium der Humanmedizin 1993 bis 2000 in Mainz, wo ich auch promovierte. Es folgte die Facharztausbildung in der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie am Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern, Klinik für Urologie und Kinderurologie im Klinikum Saarbrücken sowie in der Klinik für Urologie und Kinderurologie der HSK Wiesbaden. Mit der Facharztprüfung im März 2007 schloss ich die Spezialisierung in Frankfurt am Main ab. Seit 2007 bin ich als Facharzt für Urologie an der Klinik für Prostatatherapie in Heidelberg tätig. 



Zur Praxis

Unsere Praxis wird als Privatpraxis geführt. Auf diese Weise können wir unsere Vorstellungen von patientenorientierter Praxisführung am besten realisieren. Die Bedürfnisse des Patienten stehen für uns im Vordergrund. Wir bemühen uns, dem Patienten durch Aufmerksamkeit, Freundlichkeit und Zuwendung den Aufenthalt in der Praxis so positiv wie möglich zu gestalten. Auf diese Weise können oft vorhandene Ängste und Tabus, die viele Patienten im Zusammenhang mit diesem "intimen" Körperbereich noch haben, abgebaut werden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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