Reizdarm erkennen

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© LuckyBusiness_iStock© LuckyBusiness_iStockBauchschmerzen, Unwohlsein, unregelmäßiger Stuhl: Wer unter dem Reizdarmsyndrom leidet, hat es meist mit unspezifischen Symptomen zu tun. Umso schwieriger, eine sichere Diagnose zu stellen. Erfahren Sie, wie Sie das Reizdarmsyndrom erkennen, mit welchen Krankheiten es leicht zu verwechseln ist und welche Diagnoseverfahren dem Arzt zur Verfügung stehen.

Jeder zehnte Bürger westlicher Industrienationen hat mit einem Reizdarm zu kämpfen. Manche leiden mehr darunter, andere weniger. Die einen bemerken nur hin und wieder leichte Symptome, während die anderen stark eingeschränkt sind. Bei schweren Krankheitsverläufen diktiert der Reizdarm den Tagesablauf: Die Betroffenen achten peinlich genau darauf, dass immer eine Toilette in der Nähe ist. Reisen und Ausflüge können sie nicht immer genießen. Grund genug, dieser schwer fassbaren Krankheit auf die Spur zu kommen.

Die häufigsten Symptome eines Reizdarms
Die meisten Reizdarm-Patienten haben Bauchschmerzen, manchmal in Kombination mit Rücken-, Kopf oder Gelenkschmerzen. Sie fühlen sich unwohl, leiden unter Blähungen und Völlegefühlen. Aber nicht nur der Bauch ist betroffen, sondern auch der Stuhl. Viele Patienten klagen über einen unregelmäßigen Stuhlgang, Verstopfung oder Durchfall. Die Betroffenen haben weichen Stuhl, evtl. mit Schleimbeimengungen und berichten von unvollständigen Stuhlentleerungen. Nach dem Gang zur Toilette lassen die Schmerzen häufig nach.

Hinter diesen Symptomen können jedoch viele verschiedene Erkrankungen stecken. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wo Verwechslungsgefahr besteht.

Vorsicht: Verwechslungsgefahr!
Treten die Beschwerden nur vorübergehend auf oder verschlechtern sich, obwohl sich der Patient Ruhepausen gönnt, könnte eine andere Erkrankung hinter den Symptomen stecken. Auch Gewichtsverlust oder Blut im Stuhl deuten darauf hin, dass es sich nicht um ein Reizdarmsyndrom handelt. Um die Erkrankung eindeutig zu identifizieren und die Symptome nicht mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten, anderen Magen- oder Darmerkrankungen oder Problemen mit Leber und Galle zu verwechseln, ist eine gründliche Diagnose beim Arzt erforderlich.

Dem Reizdarm auf der Spur
Auch erfahrene Gastroenterologen tun sich schwer, das Reizdarmsyndrom eindeutig nachzuweisen. Deshalb nutzen sie die sogenannte Differentialdiagnostik: Anhand mehrerer Untersuchungen schließen sie ähnliche Erkrankungen aus, bis die Diagnose „Reizdarm“ schließlich nahe liegt. Wie geht der Arzt vor?

Am Anfang steht eine ausführliche Anamnese. Der Arzt interessiert sich für die Krankengeschichte seines Patienten, seiner Familie und seinem allgemeinen Befinden. Danach tastet er den Bauch ab, um Schmerzen und Verhärtungen aufzuspüren. Ultraschall, Darmspiegelungen, Blutuntersuchungen und Laktose-Belastungstests helfen ihm außerdem, das Reizdarmsyndrom zu erkennen oder auszuschließen.

Das Reizdarmsyndrom gibt sich nur schwer zu erkennen: Es ist eine sehr individuelle Erkrankung, die viele Gesichter hat. Deshalb kann nur der Arzt eine tragfähige Diagnose stellen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (4)


04.02.2018 - 12:49 Uhr

Na ja, als im Vorspann von Diagnose-Möglichkeiten...

von Ernst A.

... gesprochen wurde, hatte ich wesentlich mehr erwartet und mehr Substanz zum Thema insgesamt. Dieser Artikel hier klingt wie eine abgedroschene Werbung für einen Besuch beim Gastroenterologen und das sollte nicht Sinn und Zweck einer jameda-Seite sein, die doch für den Patienten gemacht wird.. Oder irre ich mich da? Besonders muss ich reklamieren, dass ich in den letzten Jahren nicht einen Arzt mehr erlebt habe, der sich für die Anamnese auch nur ein Gespräch genommen hat, geschweige denn Zeit, sich damit enrsthaft zu beschäftigen. Sie sollten mal mehr inkognito in Praxen reingehen und sich behandeln lassen. Heute ist es so, dass in vielen Fällen sogar zuerst noch die Helfrinnen ins Behandlungszimmer geschickt werden, um die Datenaufnahme vom Fragebogen zu verifizieren. Er oder sie kommt dann später, guckt auf den Bildschirm und gibt mir maximal 3 Minuten, wenn ich nicht frage und maximal 6, wenn ich frage. Ich frage mich ernsthaft, in welcher Welt Sie leben, solche Artikel hier zu "verbrechen". E. A. P:S.: Wenn ich heute versuche, einer Krankheit richtig auf den Grund zu gehen, renne ich von Pontius zu Pilatus, weil die meisten Ärzte mittlerweile so desinteressiert am eigenen Beruf sind oder zu dumm (gehalten) werden, um sich noch wirklich wissenschaftlich mit ihrem Beruf auseinander zu setzen. Ein Armutszeugnis ist das im Grunde und die schwache Moral unserer Ärzteschaft, was es in dieser Weise früher nie gegeben hat und Feigheit vor dem Moloch GKV, vor dem alle niederknien und hoffen, dass ihnen das Leben und Geldverdienen nicht noch schwerer gemacht wird. Das, meine Damen und Herren, ist die Realität da draußen und alles andere nur besseres Polit- oder Marketing-Geschwafel!!!

09.10.2014 - 14:40 Uhr

hatte vor 2jahren clostridium defficile durch...

von h.

... antibiotika,wurde auch wieder mit antibiotika erfolgreich behandelt aber in letzter zeit kommen immer wieder durchfälle welche penetrant riechen wie zu der zeit als ich die erkrankung hatte kann die erkrankung wiederkommen obwohl ich kein antibiotika genommen habe

18.09.2014 - 08:49 Uhr

liebe frau becker, lassen sie ihren rücken...

von rosa

... untersuchen und erst mal vom physioterapeuten abprüfen. mir hat das geholfen. grüsse

05.09.2014 - 08:19 Uhr

Seit vier Wochen habe ich...

von Becker

... Unterleibschmerzen.Frauenarzt, Urologe, Magen-Darmspieglung alles schon gemacht.Es ist alles in Ordnung.Aber die Schmerzen gehen nicht weg. MfG.M.Becker


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