Dialyse und Nierentransplantation: Leben mit Hindernissen (Teil 1)

© Rentner im Park

Die Nieren spielen im menschlichen Körper eine wichtige Rolle: Sie beseitigen Giftstoffe, halten den Wasserhaushalt konsatnt, kümmern sich um den Blutdruck und produzieren Hormone.

Leider gibt es viele Krankheiten, die unsere Nieren beschädigen können: chronische Krankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes, die neben anderen Organen auch die Nieren schädigen, aber auch spezielle Nierenerkrankungen wie Zystennieren und Glomerulonephritis. Wenn man diese Schädigung nicht aufhalten kann, führt sie irgendwann zum Versagen der Nieren.

Früher war ein Nierenversagen eine rasch tödliche Erkrankung. Auch heutzutage ist es noch ein schlimmes Ereignis, wenn die eigenen Nieren tatsächlich ihren Dienst einstellen, aber es bedeutet kein Todesurteil mehr, sondern ein Leben mit vielen Einschränkungen.

Was kann man bei Nierenversagen machen?

Die naheliegendste Lösung, einfach eine funktionierende Niere zu verpflanzen, ist tatsächlich auch die Variante die am besten funktioniert. Viele Patienten können nach der Transplantation wieder ein beinahe normales Leben führen, müssen allerdings lebenslang Medikamente einnehmen, die eine Abstoßung der übertragenen Niere verhindern.

Eine solche Nierentransplantation setzt aber voraus, dass ein entsprechender Spender zur Verfügung steht, und dass der Empfänger eine solche Operation auch überstehen kann. Auch die starken Medikamente, die nach der Transplantation eingenommen werden müssen, haben oft erhebliche Nebenwirkungen.

Wohl dem, der einen Familienangehörigen oder Partner hat, der geeignet und bereit ist, eine Niere zu spenden! Doch nicht in jedem Fall steht ein geeigneter Spender zur Verfügung: Oft besteht bei einem spendewilligen Partner selbst eine Erkrankung, die eine Nierenspende ausschließt oder es gibt keine geeignete Person. Dann bleibt nur die Hoffnung, lang genug auf der Warteliste zu stehen und irgendwann eine Niere zugeteilt zu bekommen. Diese Zeit lässt sich dann nur mit der Dialysebehandlung überbrücken. Zum Glück kann die Dialyse einen großen Teil der Nierenfunktion ersetzen.

Wie macht das die Hämodialyse (=Blutwäsche)?

Man hat bei der Natur das Prinzip der Blutreinigung abgeschaut: So wie in gesunden Nieren das Blut zunächst einfach gefiltert wird, um die Giftstoffe zu entfernen, wird auch bei der Hämodialyse das Blut durch einen Filter geleitet. Dort können die Giftstoffe die Blutbahn verlassen und werden mit dem Dialysewasser in die Kanalisation geleitet. Durch eine kluge Anordnung von unterschiedlichen Pumpen kann gleichzeitig auch Flüssigkeit entzogen oder zugeführt werden. Durch Änderung der Zusammensetzung des Dialysewassers können auch Blutsalze wie Kalium, Kalzium, Phosphat und Magnesium kontrolliert werdern. Auch der Säure-Basen-Haushalt kann so in engen Bereichen kontrolliert werden.

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Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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