Wie Rückenprobleme und Inkontinenz zusammenhängen

Herr Brammer

von
verfasst am

© DenisNata - fotoliaBlockierungen der Gelenke können zu Stressinkontinenz führen! (© DenisNata - fotolia)Wenn ständiger Harndrang/ Inkontinenz die Lebensqualität beeinträchtigt, sollte ein Urologe aufgesucht werden. Oftmals bleiben die Beschwerden jedoch trotz Behandlung weiterhin bestehen. Die Chiropraktik kann hier helfen - selbst Verstopfungen mit Schmerzen und Blähungen, für die keine Ursache gefunden wurde, können chiropraktisch behandelt werden!


Rückenschmerzen bei ISG-Syndrom

Langanhaltende Schmerzen im unteren Rücken, insbesondere bei längeren Sitzen oder Stehen, deuten auf das ISG-Syndrom hin. Der Plexus sacralis wird durch eine Blockierung der Iliosakralgelenke (Kreuz-Darmbeingelenke) überreizt und durch Fehlsteuerungen im kleinen Becken imponiert. Das kann zu ständigem Harndrang, einer Stressinkontinenz, zu Verstopfungen und zu Schmerzen in Po und Oberschenkeln führen.
 

Diagnostik

Der Chiropraktiker bestätigt die Diagnose in der Regel mit der Federprüfung oder dem Nachlaufphänomen, im Anschluss erfolgt eine Manipulation der Illiosakralgelenke und der unteren Lendenwirbelsäule.

Die größte Schwierigkeit ist oftmals die Beurteilung der Bewegungsqualität sowie das Einstellen des Manipulationsimpulses – dieses Vorgehen ist jedoch wichtig, um einen Therapieerfolg zu erhalten. Fragen Sie deshalb Ihren Chiropraktiker, ob er über Erfahrung mit der Mobilisation des ISG verfügt. Bei richtiger Mobilisation lassen die Symptome innerhalb weniger Stunden deutlich nach.

Das spezielle Training muss durchgeführt werden, um das ISG frei und beweglich zu halten. Der Verlauf sollte daher gründlich durch den Chiropraktiker kontrolliert werden. Bestimmte Tätigkeiten wie z.B. schweres Heben, Training mit Beinpresse oder langes Sitzen, gilt es, zu vermeiden.
 

Was können Betroffen selbst tun?

©fotolia-104934401-Picture-FactoryVermeiden Sie schweres Heben! (©fotolia-104934401-Picture-Factory)Spaziergänge und Laufen auf dem Crosstrainer helfen, die Muskulatur zu stärken und das ISG beweglich zu halten. Wichtig ist jedoch, bei dem kleinsten Anzeichen einer Reblockierung, diese erneut behandeln zu lassen. So werden Fehlstellungen, die sich durch verkürzte bzw. überdehnte Bänderstrukturen im Becken ergeben, zunehmend beseitigt und das ISG kann sich stabilisieren.

Um einen dauerhaften Therapieerfolg zu erhalten, ist die Mitarbeit des Patienten von entscheidender Bedeutung.

  • Achten Sie auf ausreichend Bewegung und vermeiden Sie schwere einseitige Belastungen - so können Sie auch andere Probleme am Bewegungsapparat vorbeugen!
  • Ein weiterer Faktor sind Handys oder Geldbörsen in Gesäßtaschen, denn durch das Anheben der rechten Beckenhälfte kommt es immer wieder zu ISG Blockierungen.

 

Fazit

Interessant ist, dass sich 80 % aller ISG Blockierungen auf der linken Seite befinden. Eine schmale Börse vermeidet Schmerzen und viele andere unangenehme Beschwerden; das Risiko Opfer eines Taschendiebstahls zu werden, sinkt außerdem auch noch!

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (1)


20.02.2017 - 16:48 Uhr

Hatte große Schmerzen an der Bandscheibe...

von Wintrich R.

... besonders im Liegen und Sitzen.Nach Einspritzung einer Kontrastlösung wurde es besser, nur beim Aufstehen vom Stuhl sind noch Schmerzen da. Gibt es hierfür eine Lösung?

Herr Brammer

Antwort vom Autor am 22.02.2017
Heiko Brammer

Sehr geehrter Herr R, hierzu eine Aussage ohne körperliche Untersuchung und Ansicht der bisherigen Befunde zu treffen, wäre nicht sachgerecht. Stellen Sie sich gerne bei einem Orthopäden oder bei mir in der Sprechstunde vor. Herzliche Grüße und gute Besserung ! Ihr HP Heiko Brammer


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