Das jameda-Interview: Zu Besuch bei Dr. med. Jens Kauczok

Dr. Kauczok

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© Dr. med. Jens Kauczok© Dr. med. Jens KauczokWas war für Sie der Beweggrund, Plastischer und Ästhetischer Chirurg zu werden?
Bereits nach meiner schulischen Ausbildung war mir klar, dass ich Plastischer und Ästhetischer Chirurg werden will, weil mir neben dem Aspekt, Menschen zu verändern, vor allem der Gedanke wichtig war, Menschen dabei zu helfen, sich in ihrem eigenen Körper wohlzufühlen. Dabei gilt dies für kleine Veränderungen ebenso wie für plastische und rekonstruktive Behandlungen, wie beispielsweise nach Krankheiten oder Unfällen. Die Plastische und Ästhetische Chirurgie bietet viele Möglichkeiten, bei den Betroffenen für ein neues Selbstbewusstsein zu sorgen.

Wann und warum haben Sie sich dazu entschlossen, sich auf Plastische Operationen zu spezialisieren?
Die Chirurgie hat mich immer interessiert! Das Schöne daran ist, dass man den Patienten meist wirklich heilen kann, was in anderen Fachbereichen der Medizin nicht immer möglich ist. Die Plastische Chirurgie im Speziellen weist dazuhin das größte Spektrum auf. Mit meiner Tätigkeit als Plastischer und Ästhetischer Chirurg, insbesondere auch in Kombination mit meiner Qualifikation als Handchirurg habe ich die Möglichkeit Menschen zu helfen, die aus unterschiedlichsten Gründen mit ihrem Körper unglücklich sind: vom ästhetischen Aspekt, bis hin zu fehlenden Gliedmaßen, schweren Verbrennungen oder Gesichtsrekonstruktionen. Das war für mich der Punkt zu sagen: Hier will ich helfen.

Wo sehen Sie die größte Herausforderung in Ihrer Arbeit?
Ich sehe das, was ich tue, nicht als Herausforderung. Das ist sehr negativ ausgedrückt, da ich mich nicht gefordert fühle zu helfen, sondern vielmehr meine Hilfe anbiete. Allerdings kann ich sagen, dass es für mich mit jedem Tag und mit jedem Patienten neue Aufgaben gibt. Denn jeder einzelne Patient bringt seine individuelle Geschichte, sein Schicksal und natürlich seine eigenen anatomischen Voraussetzungen gepaart mit seinen Wünschen, in meine Praxis mit. Da sind auch häufig ganz knifflige Fälle dabei. Aber gerade dann zeige ich den Menschen mit meiner Arbeit, dass sie Hilfe finden.

© Dr. med. Jens Kauczok© Dr. med. Jens KauczokWomit dürfen Ihre Patienten bei Ihnen rechnen?
Ich berate meine Patienten immer ganz individuell und sehe dabei nicht nur den gewünschten Eingriff, sondern ziehe die Krankengeschichte ebenso hinzu wie körperliche Voraussetzungen und Gegebenheiten und auch den psychischen Druck, unter dem einige meiner Patienten leiden. So entwickle ich in enger Abstimmung mit meinen Patienten für ihr jeweilig individuelles Anliegen die ideale Therapie, um Ihnen so zu Wohlbefinden, Zufriedenheit und Selbstbewusstsein zu verhelfen.

Was würden Sie sich von Ihren Patienten wünschen?
Meistens gibt es eher etwas, was ich mir für meine Patienten wünsche und ihnen ermögliche: dass sie sich wieder mit ihrem Körper identifizieren können, sich wohlfühlen. Allerdings gibt es hin und wieder Interessierte in meiner Praxis, die irgendwo mal irgendwas von einer bahnbrechenden Methode gelesen haben. Sie kommen dann zu mir und wollen nach dieser Methode behandelt werden. Manche dieser Methoden sind jedoch riskant oder sogar gefährlich und können mehr Schaden anrichten als nützen, weshalb ich sie nicht anbiete und auch davon abrate. Und wenn ein Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie schon von einer Methode abrät, sollte der Patient sich diesen Rat zu Herzen nehmen.

Was zeichnet Sie als Arzt aus?
Als Arzt zeichnet mich die langjährige Erfahrung, mein Gefühl für Ästhetik und die Begeisterung für meine Patienten aus. Seit meinem Abitur bilde ich mich stetig weiter und erlange regelmäßig neue Qualifikationen. Besonders als Facharzt ist es wichtig, mit Engagement bei der Arbeit zu sein, und das bin ich. Nicht nur bei der Behandlung meiner Patienten, sondern auch in Bezug auf Intensivierung meiner ärztlichen Fähigkeiten und meines Wissens. Es ist sehr wichtig, auch die Arbeit von Kollegen und der gesamten Branche zu kennen und zu verfolgen. Stillstand gibt es in der Medizin niemals.

Was ist Ihnen persönlich bei Ärzten wichtig?
Als Facharzt, vor allem als Plastischer und Ästhetischer Chirurg, muss man sowohl dem Wunsch des Patienten entsprechen als auch das gesundheitliche und körperliche Wohl des Menschen sehen. Die Eigenwahrnehmung spielt bei Menschen immer eine große Rolle und jedes Zeitalter und jede Kultur haben ihr ganz spezifisches Schönheitsideal. Es gibt Fälle, die extreme Operationen wünschen, oder auch Fälle, bei denen der Wunsch nach körperlicher Veränderung bereits zu mangelndem Selbstbewusstsein, Minderwertigkeitsgefühlen und depressiven Verstimmungen führte. Deshalb ist es wichtig, jeden Wunsch nach körperlicher Veränderung ernst zu nehmen, die Patienten eingehend zu beraten und gemeinsam eine Lösung zu finden. Nur wenn der Patient auch mit realistischen Erwartungen in die Behandlung geht, kann der Eingriff zu einem besseren Körpergefühl und damit seelischem Wohlbefinden führen.

Denken Sie, dass es für viele eine Möglichkeit ist, ihr Selbstvertrauen aufzubauen, indem sie eine plastisch-ästhetische Operation wagen?
Das ist ein ganz wichtiger Aspekt unserer Tätigkeit. Durch die Veränderungen am Körper, die wir mit Feingefühl und unserer Vision für Ästhetik durchführen, können wir unglücklichen Menschen helfen und sehen dann, wie sie aufblühen. Viele, die an ihrem Selbstwert gezweifelt haben, hatten nach dem Eingriff die Kraft und den Mut ihr Leben wieder auf die Beine zu stellen. Wenn ich das nicht immer wieder selber miterleben würde, würde ich es nicht glauben.

Denken Sie dann in solchen Momenten, dass dies genau das Ziel ist, das Sie als plastischer Chirurg erreichen wollten?
Natürlich, die Harmonie zwischen dem Wunsch der Patienten und der medizinischen Durchführung, ist ein ganz besonderer Moment. Schönheit wird sehr unterschiedlich bewertet, Ästhetik dagegen lässt sich klar bestimmen. Wir verstehen darunter die Ausgewogenheit der Proportionen, die den menschlichen Körper oder das Gesicht ästhetisch erscheinen lassen. Ein plastisch-ästhetisch tätiger Chirurg kann gezielt ästhetische Proportionen herstellen und dadurch bei seinen Patienten positive Veränderungen hervorrufen. Sie können wieder an einem erfüllten Leben teilhaben - das ist ein großartiges Ergebnis!

Zur Person
Dr. med. Jens Kauczok ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie sowie Facharzt für Chirurgie, Fellow of the European Board of Plastic, Reconstructive and Aesthetic Surgery, und Handchirurgie. Er ist Mitglied der DGPRAEC – Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen; der DGCH – Deutsche Gesellschaft für Chirurgie; der DGS – Deutsche Gesellschaft für Senologie; der DHG – Deutsche Herniengesellschaft; im BDC – Berufsverband der deutschen Chirurgen und der EBOPRAS – European Board of Plastic Reconstructive and Aesthetic Surgery.

Zur Praxis
Seit 2014 leitet Dr. med. Jens Kauczok die Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Würzburg an der Juliuspromenade. Als Facharzt bietet er das gesamte Leistungsspektrum der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie sowie der Handchirurgie. In den zentralen und modern eingerichteten Räumen nimmt Dr. Kauczok ambulante Behandlungen vor. Eingriffe mit Vollnarkose werden in der Tagesklinik Ringparkcenter und der Rotkreuzklinik Würzburg durchgeführt.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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