Das jameda-Interview: 9 Fragen an Herrn Dr. Joachim Münzberg

Dr. Münzberg

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© MünzbergHerr Dr. Münzberg ist Plastischer & Ästhetischer Chirurg in Dortmund. (© Münzberg)Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herrn Dr. Münzberg interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als plastischer und ästhetischer Chirurg.

jameda: Herr Dr. Münzberg, was hat Sie motiviert, plastischer und ästhetischer Chirurg zu werden?

Herr Dr. Münzberg: Ich habe vor vielen Jahren mit der Allgemeinchirurgie begonnen und dabei festgestellt, dass mir die feine Mikro- und Ästhetische Chirurgie sehr gefallen hat. So wechselte ich frühzeitig in die Plastische & Ästhetische Chirurgie, erwarb aber trotzdem noch den Titel "Facharzt für Chirurgie". Anschließend konnte ich schließlich nach einer langjährigen Ausbildung auch den Facharzt für Plastische & Ästhetische Chirurgie erlangen. Seit nun mehr als 17 Jahren arbeite ich in diesem Bereich mit Freude und Erfolg.

jameda: Was macht Ihnen im Praxisalltag am meisten Freude, wo sehen Sie die größten Herausforderungen?

Herr Dr. Münzberg: Die Vormittagsstunden verbringe ich meistens mit operativen Eingriffen. Am Nachmittag finden Begegnungen mit neuen Patienten, Kontrollen, Verbandwechseln und Faltenunterspritzungen statt. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich meine Arbeit mit sehr viel Freude, Hingabe und Sorgfalt betreibe. Ich selber sage, dass ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe.

jameda: Welchen Vorurteilen begegnen Sie häufig in Ihrer Praxis? 

Herr Dr. Münzberg: Ich glaube, dass ich voller Stolz sagen kann, dass die Patientinnen und Patienten, die zu mir kommen, keine Vorurteile haben.

jameda: Manche Krankheiten und Therapien sind unangenehm und verlangen viel Durchhaltevermögen vom Patienten. Was raten Sie einem solchen Patienten?

Herr Dr. Münzberg: Das Wichtigste ist die Ehrlichkeit. Dementsprechend werden meine Patienten über Krankheiten, Verläufe und Therapien aufgeklärt, die unter Umständen unangenehm, schmerzhaft oder nicht immer erfolgsversprechend sind. Insbesondere versuche ich aber auch die Patienten zur Mitarbeit zu gewinnen, weil dadurch der Heilungsverlauf und das Resultat deutlich beeinflusst werden.

jameda: Wie reagieren Sie, wenn Sie bemerken, dass ein Patient Ihrem Therapieplan nicht folgt? 

Herr Dr. Münzberg: Ich kann glücklicherweise sagen, dass es äußerst selten ist, dass Patienten meine Therapievorschläge nicht befolgen. Sollte ich jedoch einen Patienten haben, bei dem das der Fall ist, zeige ich ihm noch einmal die Risiken, auf die er sich jetzt einlässt. Außerdem versuche ich geduldig, den Patienten wieder in die richtige Richtung zu leiten.

jameda: Wenn Sie das Gesundheitssystem ändern könnten, was würden Sie als erstes tun?

Herr Dr. Münzberg: Das ist eine sehr komplexe Frage. Ich würde als erstes den großen Verwaltungsapparat verkleinern und das System auf eine Krankenkasse reduzieren. Somit könnten auch unnötige Millionen für Werbung eingespart werden und den Patienten zu Gute kommen.

jameda: Die Welt der Therapien verändert sich ständig. Gibt es neue Therapien-Verfahren oder Gerätschaften, die Sie in Ihrer Praxis anwenden?

Herr Dr. Münzberg: Die Medizin hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Trotzdem gibt es viele Operationsverfahren, die weiterhin ihre Gültigkeit haben. Viele neue Methoden und Produkte werden über viele Jahre geprüft. Aus diesem Grund wäge ich immer sehr genau ab, ob ich einem Patienten neue Therapieverfahren oder Medizinprodukte zumuten kann. Die rasanteste Entwicklung hat sich in meinen Augen im Bereich der Faltenbehandlung, aber auch in der Einsatzbreite von Unterspritzungsmaterialien wie Hyaluronsäuren zur Hautverjüngung gezeigt.

jameda: Gibt es eine Patientin oder ein Erlebnis in Ihrer Praxis, das Sie nie vergessen werden?

Herr Dr. Münzberg: Ja, das gibt es. Ich hatte einen ca. zehn Jahre alten Jungen, der durch eine Verbrennung eine Narbenspange im Achselhöhlenbereich erlitt und seinen linken Arm nicht mehr anheben konnte. Nach der Behandlung konnte er es wieder. Das Lächeln in seinem Gesicht werde ich nie vergessen.

jameda: Welche Gesundheitstipps möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben?

Herr Dr. Münzberg: Ich persönlich glaube, dass die Gesundheit das höchste Gut ist, das wir haben. Aus diesem Grund sollte jeder Patient zumindest versuchen, nicht sein Idealgewicht, aber zumindest ein Körpergewicht zu haben, das seiner Größe entspricht. Ich glaube, dass dadurch viele Krankheiten per sé nicht auftreten würden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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