Korrektur seitlich hängender Augenbrauen - kleiner Eingriff große Wirkung!

© Dr. Edgar Biemer

Wiederholt sieht man Patienten oder Patientinnen, die sich einer Oberlidspannung unterzogen haben, aber dennoch nicht zufrieden sind. Andererseits kommen Patienten, die keine Oberlidspannung wünschen, sondern nur ein Anhebung der seitlichen Augenbraue.

Es gibt da einen gemeinsamen Nenner, denn beide Situationen haben ihre Ursache in einem altersgemäßen Herabsinken besonders der seitlichen Augenbraue. Dieses Herunterrutschen der Augenbraue, was immer seitlich betont ist, führt natürlich zu einem relativen Hautüberschuss am Oberlid. Dies verleitet oft zu einer Oberlidspannung. Nur wird hierdurch das Auge nicht „geöffnet“ und der müde Ausdruck bleibt bestehen.

Die grundsätzliche richtige Therapie ist ein Stirnlift mit Anhebung der Augenbrauen und Schläfenspannung. Dies kann endoskopisch nur mit einem 1 cm langem Einschnitten im behaarten Kopf erfolgen. Dennoch ist es eine größere Operation, die meist eine Vollnarkose benötigt.

Als kleinere Alternative und sehr effektiv hat sich ein direkter Eingriff dicht am oberen Rand der Augenbraue bewährt. Dies kann in örtlicher Betäubung ambulant ausgeführt werden. Es ist postoperativ kaum mit Verfärbungen zu rechnen. Nach 8 Tagen wird ein Faden gezogen. Nachteilig kann die entstehende Narbe sein. Meist verheilt sie so, dass sie im Hautkolorit unter geht. Bleibt sie störend sichtbar, hat sich eine Übertätowierung im Sinne eines Permanent Make up der Augenbraue, wie sie ja sehr häufig von Frauen und auch Männern unabhängig solcher Eingriffe gewünscht wird, bewährt.

Zusammenfassend kann dieser kleine, ambulante Eingriff sehr empfohlen werden. Meist kann dadurch sogar eine Oberlidspannung vermieden werden - mit einem besseren Ergebnis.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (2)

Vera, 28.09.2013 - 21:52 Uhr

Welche Risiken gibt es und welche Nebenwirkungen können auftreten? Was kostet dieser Eingriff?

Antwort von Prof. Dr. Dr. Edgar Biemer, verfasst am 02.10.2013

Komplikationen sind absolut zu vernachlässigen. Es kann sich die Narbe infizieren und dann etwas auffälliger sein. Aber auch dies ist extrem selten. Theoretisch wären noch Sensibilitätsstörungen an der Stirn zu nennen - aber dies habe ich praktisch noch nie gesehen.

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