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Das jameda-Interview: 7 Fragen an Frau Dr. med. dent. Petra Possmann

Dr. Possmann

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© PossmannFrau Dr. Possmann praktiziert als Zahnärztin in Fürth. (© Possmann)Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Frau Dr. Petra Possmann interessante Fragen zu ihren Erfahrungen als Zahnärztin.

jameda: Frau Dr. Possmann, was hat Sie motiviert, Zahnärztin zu werden? 

Frau Dr. Possmann: Meine Motivation Zahnärztin zu werden, war die Vielseitigkeit des Berufes (Herstellung von Funktion und Ästhetik, operative Eingriffe, Anfertigung von Zahnersatz), handwerkliche Tätigkeiten und letztendlich auch die Kreativität, die im Alltag erforderlich ist. Durch den Kontakt mit Patienten unterschiedlichen Alters und Sozialstatus ist die Arbeit abwechslungsreich und erfordert Einfühlvermögen und Einfallsreichtum.

jameda: Was macht Ihnen im Praxisalltag am meisten Freude? Wo sehen Sie  die größten Herausforderungen?

Frau Dr. Possmann: Am meisten Freude bereiten mir die Sanierungen von "Problemfällen", da hier das gesamte Spektrum der Zahnmedizin gefordert ist, damit man gemeinsam mit dem Patienten zu dessen Wunschergebnis kommt bzw. dem Wunsch möglichst nahekommt.

Und das Wichtigste zum Schluss: ein strahlendes Lächeln!

jameda: Welchen Vorurteilen begegnen Sie häufig in Ihrer Praxis?

Frau Dr. Possmann: Durch die Gesundheitsreformen ist das Anbieten von Privatleistungen tägliches Brot in der Praxis. Dies wird durch die negative Presse oft von den Patienten als " Verkauf von Leistungen, die man nicht braucht" angesehen. Diesem Vorurteil versuchen wir entgegenzutreten, indem in der Praxis viel Wert auf Aufklärung gelegt wird und Alternativvorschläge zum individuellen Patientenfall gemacht werden. Der Patient entscheidet somit selbst, wieviel Zahnmedizin er haben möchte.

 

jameda: Manche Krankheiten und Therapien sind unangenehm und verlangen viel Durchhaltevermögen vom Patienten. Was raten Sie Patienten in solchen Situationen? 

Frau Dr. Possmann: Bei großen Sanierungsfällen werden dem Patienten im Rahmen der Aufklärung die Behandlungsalternativen und der Behandlungsweg, der zu seinem Wunschergebnis führt, im Rahmen eines Therapieplanes genau dargelegt. Anhand von Bildmaterial wird ihm sein Schlussergebnis gezeigt, an dem er festhalten muss. Während der einzelnen Behandlungsschritte wird der Therapieplan schrittweise abgearbeitet, sodass der Patient am Ende einer Behandlungssitzung immer ein Erfolgsergebnis hat. Den Patienten wird immer geraten, sich an das Ziel zu erinnern, was gemeinsam erreicht werden soll.

Bricht ein Patient den Therapieplan ab, wird er nochmals über die möglichen Alternativen aufgeklärt und auch befragt, was zum Abbruch der Therapie geführt hat, um hier reagieren zu können.

jameda: Wenn Sie das Gesundheitssystem ändern könnten, was würden Sie als Erstes tun?

Frau Dr. Possmann: Das Gesundheitssystem sollte moderne Behandlungen zulassen, um aufwändige und langwierige Behandlungen zu vermeiden und die Patienten besser zu versorgen.

© PossmannDas Praxisteam um Frau Dr. Possmann. (© Possmann)jameda: Die Welt der Medizin verändert sich ständig. Gibt es neue Therapieverfahren oder Gerätschaften, die Sie in Ihrer Praxis anwenden?

Frau Dr. Possmann: Wir bieten z. B. in der Praxis 3-D Röntgen an, um zum Beispiel aufwändigen Knochenaufbau durch bessere und sichere Planung bei den Implantationen zu vermeiden.

Bei den prothetischen Arbeiten vermeiden wir die oft gefürchteten Abdrücke, indem wir abdruckfrei mit einem Intraoralscanner einen STL-Datensatz erzeugen, der verschlüsselt direkt an das Labor gesendet wird, das per CAD-CAM Technik den Zahnersatz erstellt. Im Rahmen der Parodontologie bieten wir den Patienten Früherkennungstest an, um hier die Gefahr der Parodontose rechtzeitig behandeln zu können.

Im Bereich der Endodontie arbeiten wir mit modernen technischen Geräten, um den Zahnerhalt sicher zu ermöglichen.

Digitale Kiefergelenksmessungen versprechen präzise Herstellung einer individuellen Schiene bei Kiefergelenksproblemen.

Für Angstpatienten bieten wir Sedierung bei den Behandlungen an oder virtuelle Ablenkung mit Videobrille.

jameda: Gibt es einen Patienten oder ein Erlebnis in Ihrer Praxis, das Sie nie vergessen werden?

Frau Dr. Possmann: Da ich seit 26 Jahren in der eigenen Praxis tätig bin, gibt es sehr viele positive aber auch negative Erlebnisse, die meine Behandlungen sicher geprägt haben. Es gibt auch Patienten, die sich von mir verabschiedet haben, da sie wussten, dass sie sterben werden. Diese Fälle vergisst man nie.

Wir geben unseren Patienten oft Gesundheits- und Ernährungstipps mit auf den Weg, die auch gerne angenommen werden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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