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Das jameda-Interview: 8 Fragen an Herrn Dr. med. dent. Jens Olmscheid

Dr. Olmscheid

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© OlmscheidDr. med. dent. Jens Olmscheid ist Zahnarzt in Berlin. (© Olmscheid)Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herrn Dr. med. dent. Jens Olmscheid interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Zahnarzt.

jameda: Herr Dr. Olmscheid, was hat Sie motiviert, Zahnarzt zu werden?

Herr Dr. Olmscheid: Nach dem Abitur war mir klar, dass ich einen Beruf wählen möchte, der Kreativität und handwerkliches Geschick mit Medizin verbindet. Da lag die Wahl des Zahnarztes sehr nah. Im Laufe des Studiums hat sich immer mehr herauskristallisiert, dass dieser Beruf nicht nur fachliche und feinmotorische Anforderungen stellt. Er fordert auch ein hohes Maß an Feingefühl und Empathie im Umgang mit den Patienten. Genau diese Balance ist es, die mich täglich motiviert, einen guten Job zu machen.

jameda: Was macht Ihnen im Praxisalltag am meisten Freude?

Herr Dr. Olmscheid: Die Reihenfolge sollte sein: zufriedene Mitarbeiter – zufriedene Patienten – zufriedener Zahnarzt.

Dem Team und mir bereitet es eine große Freude, wenn unsere Patienten die Praxis mit einem Strahlen verlassen.

jameda: Welchen Vorurteilen begegnen Sie häufig in Ihrer Praxis?

Herr Dr. Olmscheid: Richtige Vorurteile begegnen mir selten. Vielmehr sind es die Ängste der Patienten, mit denen ich regelmäßig konfrontiert werde. Besonders wichtig sind dann Gespräche im Vorfeld der Behandlung, um genau zu erfahren, wovor der Patient wirklich Angst hat. Das hilft sowohl meinen Patienten als auch mir, damit ich mich individuell auf die Behandlung einstellen kann.

jameda: Manche Krankheiten und Therapien sind unangenehm und verlangen viel Durchhaltevermögen vom Patienten. Was raten Sie Patienten in solchen Situationen?

Herr Dr. Olmscheid: Eine Zahnbehandlung ist ja nicht zwangsläufig lang und unangenehm. Aber selbstverständlich sind auch mal umfangreiche Behandlungen über einen längeren Zeitraum notwendig. Oftmals gestaltet sich besonders der Anfang der Therapie als unüberwindbare mentale Hürde für Patienten. In diesen Fällen rate ich dazu, Schritt für Schritt zu denken und dabei jede erfolgte Behandlung als Erfolgserlebnis zu sehen. Nimmt der Patient die Behandlung erst einmal positiv und schmerzfrei wahr, entwickelt er im Laufe der einzelnen Therapieschritte immer mehr Vertrauen und Sicherheit.

jameda: Wie reagieren Sie, wenn Sie merken, dass ein Patient Ihren Therapieplan nicht befolgt?

Herr Dr. Olmscheid: Meine Patienten werden im Vorfeld ausführlich über die geplante Therapieplanung anhand von Röntgenbildern, intraoralen Fotos und Videoanimationen informiert. Außerdem bekommt der Patient im Vorfeld ausreichend Raum für die Besprechung seiner Fragen. Es handelt sich dabei immer um eine Empfehlung bzw. einen Therapievorschlag meinerseits. Ich denke, es spielen viele Faktoren eine Rolle, weshalb sich ein Patient für oder gegen eine Behandlung entscheidet. Viele davon kann ich leider nicht beeinflussen. Letztendlich ist es die freie Entscheidung des Patienten – und das ist auch gut so.

jameda: Kein Mensch ist perfekt. In welchen Bereichen haben Ärzte Ihrer Meinung nach Verbesserungspotential? 

Herr Dr. Olmscheid: Ich erlaube mir nicht für die gesamte Ärzteschaft zu sprechen, das muss jeder für sich selbst definieren. Ich für meinen Teil halte es für sehr wichtig, seinen Beruf als ständigen Lernprozess zu verstehen. Die Entwicklung als Zahnarzt durch ständige Weiterbildungen, Selbstreflektion, Erfolg und Misserfolg erscheint mir wichtiger als das utopische Streben nach Perfektion.

jameda: Die Welt der Medizin verändert sich ständig. Gibt es neue Therapien oder Geräte, die Sie in Ihrer Praxis anwenden?

Herr Dr. Olmscheid: Ich bin immer offen für neue Therapien, die die Zahnmedizin nachweislich besser und effektiver machen. Dennoch sollte man nicht gleich jeden Trend mitmachen und erstmal schauen, ob die Verfahren für uns sinnvoll erscheinen.

Mir fallen spontan gleich zwei neue Therapien ein, die sich in der Praxis besonders bewährt haben.

Zum Einen bietet unser neues Prophylaxe-Konzept („Guided-Biotherapy“) eine besonders schonende und gleichzeitig gründliche Zahnreinigung durch die Anwendung eines soften Pulverstrahls. Die Patienten sind begeistert von der schmerzfreien Behandlung. Zum anderen verwenden wir im Bereich der Wurzelkanalbehandlung ein sehr effizientes Verfahren zur maschinellen Aufbereitung der Kanäle, welches mit einer speziellen Keimdesinfektion kombiniert wird. Dadurch ist die Erfolgsquote unserer wurzelgefüllten Zähne vergleichsweise sehr hoch.

jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben?

Herr Dr. Olmscheid: Ganz klar, die häusliche Mundhygiene ist das A und O!

Um Zähne und Zahnfleisch gesund zu erhalten, ist eine regelmäßige und effektive Mundhygiene unerlässlich. Mit der richtigen Putztechnik entfernen Sie die für Karies und Zahnfleischentzündungen verantwortlichen Beläge. Zudem empfehle ich regelmäßige Professionelle Zahnreinigungen. Meine Dentalhygieniker geben zudem wertvolle Tipps für eine erfolgreiche Mundhygiene.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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