Essen, trinken, Zahnpflege: Wie Sie sich nach dem Bleaching richtig verhalten

Dr. Englbrecht

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©fotolia-103142589-drubig-photoEin Bleaching verschaffte Ihnen strahlend weiße Zähne! (©fotolia-103142589-drubig-photo)Der Wunsch nach weißen Zähnen und einem attraktiven Lächeln nimmt stetig zu. Gesunde, helle Zähne lassen das Gesicht vitaler und jünger wirken als verfärbte oder sogar gelbliche Zähne.

Zahnverfärbungen können viele Gründe haben: Man unterscheidet zwischen internen Zahnverfärbungen, die zum Beispiel durch Traumata, Medikamenteneinnahme oder Mangelernährung auftreten und externen Zahnverfärbungen, die durch Auflagerung von farbstoffhaltigen Nahrungs- und Genussmitteln wie Kaffee, Tee, Rotwein oder Tabak zu Stande kommen.

Oberflächliche Verfärbungen lassen sich durch regelmäßige Zahnreinigungen meist problemlos entfernen. Dennoch besitzt jeder Mensch eine naturgegebene, individuelle Zahnfarbe, die unterschiedlich hell, gräulich oder gelblich ausfallen kann. Diese verändert sich im Laufe der Zeit durch Einlagerung von verfärbenden Substanzen, die tief in den Zahnschmelz eindringen. In der Folge entstehen gelblich-braune „Altersverfärbungen“, die selbst durch gründliche Zahnpflege nicht mehr zu entfernen sind.

Das Bleaching

Zahnbleaching ermöglicht eine Farbaufhellung der Zähne um zwei bis drei Farbstufen. Als Zahnbleichmittel werden Präparate eingesetzt, die Sauerstoffradikale im Zahnschmelz freisetzen, welche die Farbstoffe im Zahn chemisch verändern und damit eine Farbaufhellung hervorrufen.

Damit die Zähne möglichst lange weiß bleiben, sollten Sie besonders in den ersten Tagen nach der Zahnaufhellung ein paar Ernährungs- und Verhaltenstipps beachten.

Essen & Trinken: Verbotene Nahrungsmittel

Pigmente lagern sich nach dem Bleaching besonders leicht in den Zähnen ein. Um das zu verhindern, sollten Sie in den ersten drei Tagen auf färbende Lebensmittel verzichten. Auch Obst oder Säfte, die viel Fruchtsäure enthalten, sind ungeeignet, da sie die ohnehin überempfindlichen Zähne noch zusätzlich reizen. Wenn möglich, streichen Sie folgende färbende Lebensmittel für die nächsten zwei Wochen von Ihrem Speiseplan.   

  • Rotwein, Traubensaft
  • Schwarz-, Rooibos- und Grüntee, Kaffee, Cola
  • Karotten, rote Beete, Paprika, Spinat, Tomaten
  • Beeren, Kirschen, Trauben
  • Ketchup, Senf, Sojasoße, Balsamico
  • Safran, Curry, Kurkuma
  • dunkle Schokolade

„Weiße Diät“ nach dem Bleaching

Bevorzugen Sie in den ersten Tagen weiße Lebensmittel wie zum Beispiel:

  • Joghurt, Milch, Quark
  • Wasser
  • Blumenkohl, Sellerie
  • Pute, Fisch
  • Reis, Weißmehlprodukte wie Weißbrot, Toast, Grieß, Nudeln etc.

Die richtige Ernährung

Im Schnitt hält der Bleachingeffekt drei bis fünf Jahre an. Wie lange Ihre Zähne tatsächlich weiß bleiben, hängt aber auch von Ihrer Ernährung und Zahnpflege ab. Je mehr färbende Lebensmittel auf den Tisch kommen, desto schneller verblasst der Aufhellungseffekt. Deshalb ist es sinnvoll, den Konsum stark färbender Genussmittel einzuschränken.

Rauchen

© joannawnuk_iStockLassen Sie die Finger nach einem Bleaching von dunkler Schokolade. (© joannawnuk_iStock)Neben allen aufgeführten Lebensmitteln haben auch die Teerstoffe des Tabaks einen verfärbenden Effekt auf die Zähne, deshalb sollten Sie gerade in den ersten Tagen nach dem Bleaching darauf verzichten. Wenn Sie die Ergebnisse der Zahnaufhellung möglichst lange erhalten wollen, ist ein Rauchstopp zu empfehlen - außerdem tun Sie so etwas Gutes für Ihre Allgemeingesundheit.

Übrigens sind Weißmacher-Zahncremes keine Lösung für diejenigen, die nicht von der Zigarette lassen können. Sie enthalten oftmals Schmirgelstoffe, die den Zahnschmelz abtragen, damit den Zähnen schaden und auf lange Sicht sogar dunkler werden lassen, wenn die schützende Schmelzschicht verloren geht. 

Schmerzen nach dem Bleaching

Eine übersteigerte Empfindlichkeit der Zähne und ein gereiztes Zahnfleisch können nach dem Bleaching auftreten. Die Beschwerden stellen sich meist nach kurzer Zeit wieder ein, sollten Sie diese Nebenwirkungen aber länger als drei Tage beobachten, suchen Sie Ihren Zahnarzt auf.

Die richtige Zahnpflege

Verzichten Sie in den ersten Tagen besser auch auf Mundwasser und Zahnpasta mit Streifen, da auch diese Produkte abfärben könnten. Pflegen Sie Ihre Zähne lieber mit Fluoridgel, um die Remineralisierung zu unterstützen und die Schmerzempfindlichkeit zu reduzieren. Wenn Sie auf eine gute Mundhygiene achten, Zahnseide verwenden und zur professionellen Zahnreinigung gehen, bleiben die Zähne nicht nur gesund, sondern auch länger weiß.

Fazit

Wie lange Ihre Zähne nach dem Bleaching weiß bleiben, hängt auch von Ihnen ab. Wenn Sie stark färbende Genussmittel reduzieren und auf eine konsequente Mundhygiene achten, bleiben Ihre Zähne länger hell als zuvor, auch wenn eine Nachdunklung und Zahnalterung nicht zu vermeiden ist.

In diesem Fall kann eine erneutes Bleaching vorgenommen werden. Zur Vermeidung von Komplikationen sollte die Indikationsstellung und Durchführung vom Zahnarzt kontrolliert werden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (3)


20.09.2018 - 22:20 Uhr

Nachdem ich viele Schreckensfeedbacks zu diesem...

von Alina

... Thema gelesen habe, war ich bereits kurz davor es, mir mit meinem Bleachingtermin noch einmal anders zu überlegen. Da ich aber den Zahnarzt meines Vertrauens gefunden habe, habe ich es doch gewagt. Zum Glück, neben einem natürlichen Ergebnis habe ich überhaupt keine Beschwerden im Anschluss an die Behandlung gehabt. Weder die typischen Blitze noch irgendeine Temperatur-Überempfindlichkeit. Gerne als Empfehlung weitergeben für alle Angstpatienten.

19.05.2018 - 16:19 Uhr

Hat alle meine Fragen beantwortet! Danke

von Megi M.

Dr. Englbrecht

Antwort vom Autor am 18.07.2018
Dr. med. dent. Teresa Englbrecht

Sehr gerne!

28.09.2017 - 19:28 Uhr

Danke für den Beitrag!

von Juergen T.

Dr. Englbrecht

Antwort vom Autor am 18.07.2018
Dr. med. dent. Teresa Englbrecht

Danke für Ihr Interesse!


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